Bereits weit vor der Geburt Jesu Christi spielte das Lamm eine überaus wichtige Rolle. Im Alten Testament wird an zahlreichen Stellen vom Lamm als Opfertier gesprochen. Das Schlachten eines Lammes wurde neben dem Backen von ungesäuertem Brot zur zentralen Praxis des Pessach-Festes.
Auch im Neuen Testament wird das Lamm an wichtigen Stellen genannt. An zwei Stellen des Johannes-Evangelium weist Johannes der Täufer auf Jesus Christus mit den Worten hin: „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“
Nach dem Johannes-Evangelium fand die Kreuzigung von Jesus während des Augenblicks statt, als die Pessach-Lämmer geschlachtet wurden. Nach dem Bericht der drei synoptischen Evangelien fand das Abendmahl Jesu Christi in der Nacht des Pessachfestes statt. Daher kam es zu einer engen Verbindung zwischen dem Abendmahl und der Lamm-Symbolik.
In vielen Ländern werden zu Ostern aus Teig Osterlämmer gebacken. Während der Osterfeier werden sie dann in der Kirche zur Speisenweihe gebracht. In Polen zum Beispiel sind „Süße Lämmer“ aus Puderzucker sehr verbreitet. Nach der Speisenweihe werden sie im Kreise der Liebsten gegessen.
