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Castor-Transport: Gewaltfreier, statt heißer Herbst

Am 5. November rollt der „cask for storage and transport of radioactive material“ (Castor) erst auf einem Zug dann per LKW von der französischen Wiederaufbereitungsanlage in La Hague in Richtung Wendland. Die Polizei rechnet nach eigenen Angaben mit einem der stärksten Proteste in den letzten Jahren und spricht sogar von einer „erwarteten Schlacht“. Rund 16.500 Polizisten werden den Transport schützen, der am 7. November in Gorleben eintreffen soll.

Während die Staatsmacht von gewaltsamen Protesten ausgeht, sich derzeit hochrüstet und strategische Punkte wie beispielsweise die Elbe-Jeetzel-Brücke schnell unter Kontrolle nehmen will, setzten die Veranstalter auf entspannte Kommunikation. So teilte die Anti-Atom-Organisation „.ausgestrahlt“ mit, eine friedliche Demonstration veranstalten zu wollen. So findet in Dannenberg am 6. November eine Großdemonstration statt zu der eine fünfstellige Zahl an Teilnehmern erwartet werden.
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Die Organisation stellt klar, das für die Atomkraftgegner nicht die Polizei der Gegner ist, sondern die politische Dimension des Konflikts und somit die Bundesregierung. Zwar würde im Einzelfall das Verhalten einzelner Beamter aber auch Entscheidungen der Einsatzleitung kritisiert, aber die Organisation sieht anders als die niedersächsische Politik kein höheres Gewaltpotential auf Seiten der Demonstranten.

„Die Bürgerinnen und Bürger aus dem Wendland und X-tausende weitere Atomkraftgegner aus dem ganzen Bundesgebiet, die gegen den Castor-Transport auf die Straße gehen werden, tragen diesen Konflikt nicht mit Gewalt aus. Sie nehmen ihr Demonstrationsrecht in Anspruch, setzen auf massenhaften zivilen Ungehorsam und auf gewaltfreien Widerstand, beispielsweise in Form von Sitzblockaden. Das bedeutet für die Polizei zwar eine Menge zusätzlichen Aufwand, aber keine Eskalation der Gewalt“, heißt es in einer Presseerklärung. Die Organisation lädt die Polizeigewerkschaft zum Mitmachen an der Großdemonstration ein.

Auf der Straßentransportstrecke zwischen Dannenberg und Gorleben wird unter dem Motto „X-tausendmal quer“ eine massenhafte Sitzblockade stattfinden. Auf der Schienenstrecke zwischen Lüneburg und Dannenberg, auf der ebenfalls der reguläre Zugverkehr währen des Transports eingestellt wird, plant die Aktionsgruppe „WiderSetzen“ eine große Blockadeaktion. Die Kampagne „Castor Schottern“ bereitet eine Aktion vor, bei der Tausende den Schotter unter den Gleisen entfernen und damit die Transportstrecke unpassierbar machen.

> Fotostrecke Anit-Atomkraftdemo in Berlin

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