„Endlich kommt zusammen, was zusammengehört. TV, Internet und Mobile werden eins. Ab 11. April 2010.“ So vollmundig bewirbt das Deutsche Sportfernsehen, das bis dahin noch unter dem Namen DSF firmiert, sein neues einheitliches Label Sport1. Blickt man auf die Webseite, sieht die Zukunft düster aus.
Trotz der rund 24 Millionen monatlichen Zugriffe, gibt es immer noch zahlreiche Internetnutzer, die das derzeitige Angebot unter sport1.de meiden. Fragt man die Fans kommen Schlagwörter wie zu beliebig ohne inhaltliche Tiefe und vor allem zu überfrachtet mit Werbung. Ob sich daran mit der einheitlichen Fixierung etwas ändern wird bleibt abzuwarten. Auch die qualitativ bessere Konkurrenz schläft nicht: Kicker.de und auch die Sportseiten mancher Nachrichtenportale bieten einen eindeutigen Mehrwert.
Aber Sport1 zielt ja nicht nur auf das Internet, sondern vor allem auf den TV-Bereich. Vielleicht ein Trumpf, wenn man den Aussichten und PR-Versprechen glauben schenken darf: Mehr Live-Sport soll es geben, aber auch Entertainment-Programme abseits des Sports. Hoffentlich sind damit nicht die barbusigen Call-in-Shows gemeint. Diese sollten ja eigentlich wegfallen. Aber ein Blick in die Lizenzen, die sich Sport1 gesichert hat, lässt hoffen: Eishockey WM, Basketball Bundesliga, DFB-Nachwuchs und Tennis stehen auf dem Sport1-Speiseplan.
