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Auf in den nächsten Berliner S-Bahn-Katastrophenwinter

sMan kann durchaus ein Liedchen anstimmen: Alle Jahre wieder… Ja, und man kann es nicht mehr hören. „Abweichende Betriebsituation“, „Störungsbedingte Fahrplanänderungen“. Den Berlinern und Brandeburgern und auch manch einem Touristen kocht die Galle hoch. Schon wieder? Hat sich nichts verbessert seit dem Desaster im vergangenen Winter? Wie titelte heute die BZ treffend? „Liebe S-Bahn-Bosse, das hat selbst die DDR besser hingekriegt“. Da ist was dran. Soweit man sich erinnern kann, rollte damals in Ostberlin die S-Bahn stetig und bei jedem Wetter. Sie rollte, rollte und rollte. So genannter Wartungsstau und die Witterung sorgen momentan wieder einmal dafür, dass das Fahren mit der Berliner S-Bahn eine ungemütliche Angelegenheit wird. Eingestellte Linien, 20-Minuten-Takt, zugefrorene Türen, extrem volle Waggons.

Auf der Internetseite der Berliner S-Bahn kann man Einblick nehmen und nachlesen, wo genau welche Änderungen auf der Fahrt von A nach B einzuplanen sind. Die Ringbahnen S41 und S42 sollen tagsüber im 10-Minutentakt verkehren. Manch einer berichtet jedoch, dass man phasenweise auch längere Wartezeiten einplanen muss. Die S45 von Südkreuz zum Flughafen Schönefeld verkehrt gar nicht, die S46 nach Königs Wusterhausen im 20-Minutentakt, die S47 nach Spindlersfeld ebenfalls im 20-Minutentakt.

Aufgepasst, die S7 nach Potsdam verkehrt ab Charlottenburg auch nur noch im 20-Minutentakt. Von Charlottenburg nach Ahrensfelde soll es nach Möglichkeit alle zehn Minuten gehen. Die S3 verkehrt nach Erkner ab Ostbahnhof im 10-Minutentakt, nach Spandau geht es dagegen nur alle 20 Minuten. Wer in Hoppegarten wohnt, hat auch schlechte Karten, denn derzeit verkehrt die S5 nur bis Mahlsdorf alle zehn Minuten, weiter in Richtung Strausberg geht es alle 20 Minuten.
Auf der Strecke S1 soll es von Waidmannslust bis Wannsee im 10-Minutentakt vorangehen, von Waidmannslust nach Frohnau besteht im 20-Minutentakt S-Bahn-Pendelverkehr. Weiter geht es von Frohnau aus nach Oranienburg wiederum alle 20 Minuten.
Von Bernau nach Buch soll alle 20 Minuten verkehren, von Buch nach Lichtenrade alle zehn Minuten und von Lichtenrade nach Blankenfelde wiederum alle 20 Minuten. Die S25 von Hennigsdorf nach Teltow Stadt fährt momentan im 20-Minutentakt.

Wie die S-Bahn Berlin GmbH mitteilt, sind witterungsbedingte Weichenstörungen vom vergangenen Donnerstag Schuld daran, dass „viele Züge nicht in die Abstellanlagen und Werke gebracht werden konnten, um die umfangreichen Fristarbeiten, unter anderem die tägliche Prüfung der Sandstreueinrichtungen, durchzuführen.“

An den vergangenen Wochenenden führten die Kranarbeiten am neuen Ringbahnsteig des S-Bahnhofs Ostkreuz dazu, dass die Fahrgäste Einschränkungen im S-Bahnverkehr in Kauf nehmen mussten.
Anfang November dieses Jahres war es ein Kabelbrand in einem Kabelschacht zwischen den S-Bahnhöfen Neukölln und Sonnenallee, der dazu führte, dass es auf der Ringbahn und auf der Strecke zwischen Baumschulenweg und Neukölln zu erheblichen Beeinträchtigungen kam. Die Bundespolizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts eines Brandanschlags auf.
Ob Baustellen, Brandanschläge oder Wartungsstau – besonders die Ringbahnfahrer werden in diesem Herbst und Winter wieder auf eine harte Probe gestellt…

> zur turus-Fotostrecke: Bilder aus dem Berliner Alltag

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