Die Fahrt zur Tankstelle wird derzeit, wie schon im Sommer 2008 vor der Wirtschaftskrise, zum Grauen für das Portemonnaie. Die Benzinpreise sind innerhalb weniger Tage um teils 20 Cent gestiegen – und das flächendeckend. Das Bundeskartellamt sieht derzeit keine Anzeichen für Preisabsprachen und somit kein Grund zum Handeln. Es wird vielleicht Zeit dass sich die Beamten aus ihrem Büro einmal an die Zapfsäule bewegen.
Hier steht der Autofahrer mit Tränen in den Augen und wundert sich über die Preisgleichheit von der freien Tankstelle bis hin zum großen Konzern. Als Erstes schraubte der BP-Konzern an seinen Tankstellen der Marke Aral vor einer Woche die Preisschraube um satte 15 Cent (z.B. im Ruhrgebiet) in die Höhe. Teilweise gab es im Vergleich zu freien Tankstellen Preisunterscheide von 20 Cent. Interessant: Wenige Stunden später zogen auch diese nach und boten nun den gleichen Preis wie die Marken-Versorgungsanlagen. Zufall?
Wohl kaum. Das wertvolle Spiel um des Deutschen liebstes Gut ist eines das die Nachrichten-, die Politik- und die Wirtschaftswelt seit Jahrzehnten prägt. Kritiker mahnen den fehlenden Wettbewerb und die Konzern die hohen Steuern an. Letztere begründen den hohen Benzinpreis mit fast peinlichen Zahlenspielen in denen sie fast mitleidig mit hohen Kosten für Transport, Logistik, Energie und Personal argumentieren und den Gewinn gegen Null Cent resümieren.
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Liebe Agip, ALLGUTH, Aral, AVIA, BayWa, Boie, BP, Classic, Esso, Elf, Fina, Go, Gulf, HEM, JET, Minol, Nordoel, OIL!, OMV AG, Orlen, Q1, Q8, Raiffeisen, Shell, Sprint, Star, Total und Westfalen, betreibt Ihr das Geschäft tatsächlich aus Liebe zu den Autofahrern ohne Reingewinn? Soviel Nächstenliebe ist kaum zu glauben!
