Grundstück in Berlin-Kreuzberg friedlich geentert

MB
 
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Miethai

Heute findet in Berlin ein Aktionstag unter dem Motto "Mediaspree entern!" statt. Gegen 15 Uhr trafen auf der Oberbaumbrücke zwei Demonstrationszüge aus Kreuzberg und Friedrichshain zusammen. Um 16 Uhr wurde dann spontan die Brachfläche an der Ecke Cuvrystraße / Schlesische Straße "besucht". Die ersten Bauzaunabschnitte waren bereits umgestürzt - an der Seite drangen bereits die ersten Neugierigen ein, an der Vorderseite sperrten Polizisten noch pflichtbewusst das lukrative Baugrundstück ab. Wenig später wurde die Polizei abgezogen. Zahlreiche Demonstranten, Anwohner und Passanten streiften nun friedlich über die überwucherte Fläche, um die seit Jahren ein heftiger Streit flammt.

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Bereits vor etlichen Jahren war an dieser Stelle das "Cuvry-Center" geplant. Immer wieder gab es Proteste und Aktionen, immer wieder wurde die Infotafel mit "Cuvry bleibt Risikokapital"beschmiert. Die Baupläne wurden nicht umgesetzt.

Der heutige "Besuch" auf dem Grundstück Cuvrystraße / Schlesische Straße sollte einer von vieren sein. In der "eigentlichen Aktionsphase" waren heute vier "Besuche von vier Mediaspree-Bauprojekten" geplant. Die dezentralen Aktionen dauern derzeit an.

Mediaspree ist eines der größten Investorenprojekte in der Stadt. Kommunikations- und Medienunternehmen sollen entlang eines Teils des Spreeufers angesiedelt werden. Auf größtenteils bislang un- oder zwischengenutzten Grundstücken sollen Bürogebäude, Lofts, Hotels und andere Neubauten entstehen.

Am 13. Juli 2008 wurde ein Bürgerentscheid durchgeführt. Die Wahlbeteiligung lag bei 19,1 Prozent. 15 Prozent waren notwendig. 87 Prozent der Wähler sprachen sich damals für die Alternativvorschläge der Initiative "Mediaspree versenken" aus.
Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Protesten und Aktionen gegen die "Vermarktung und Privatisierung" des Spreeufers.

 

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