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Re: Lebensgefahr, Grenzerfahrungen, Schlüsselerlebnisse ... 17 Jan 2006 17:47 #2544

Ich kann mit solchen Dingen nicht wirklich dienen.
Meine Reisen verliefen ziemlich harmlos, und es gab selten größere Probleme. Mal verlor ich durch Diebstahl eine Uhr, aber das war halb so wild.
Im Schwarzwald fiel mich mal ein Hund an und biss mir in den rechten Unterarm, das war schon heftig, aber nicht grenzwertig.
Was ich hier aber so lese, meine Güte.
Jungens, Euch hat´s heftig erwischt. Vom Kentern über Überfälle bis zu explodierten Heizkörpern...

Anke
immer fein sauber bleiben ;-) <img src="{SMILIES_PATH}/icon_wink.gif" alt=";-)" title="Wink" />;-)

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Re: Lebensgefahr, Grenzerfahrungen, Schlüsselerlebnisse ... 17 Jan 2006 11:34 #2534

Da faellt mir auch noch eine Anekdote ein. Wir feierten in Kaunas/ Litauen mit Einheimischen. Ziemlich betrunken johlten wir zum Bahnhof. Unser Zug fuhr um Mitternacht. Zwei Polizisten halten uns an und nehmen unsere Paesse. Ich frage, ob wir weiterkoennen, aber er antwortet, dass sie auf Verstaerkung warten. Ich bekomme es mit der Angst zu tun und waehle die Variante 'toelpelhaft dreist'. Ich beschimpfe die Bullen, dass sei ja wie in der UDSSR etc. So was habe ich noch nie erlebt, ich dachte, ihr wollt euch dem Westen annaehern etc. Die Beamten standen mit offenen Muendern da und wussten nicht was sagen. (Ich als Bulle haette mich gepackt und in eine Zelle gesteckt) Da kam die Verstaerkung herangebraust. Ich entreisse den Polizisten unsere Paesse und wir gehen in schnellen Schritten zum Bahnhof. Die Bullen wussten nicht wie reagieren, standen nur da und glotzten. Schwein gehabt!

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Re: Lebensgefahr, Grenzerfahrungen, Schlüsselerlebnisse ... 17 Jan 2006 10:21 #2528

Privjet Julian,

das ist ja eine wirklich krasse Geschichte.
Oh Gott, der Heizkörper hätte ja auch platzen können, dich verletzten können, oder?
Aber allein der Knall, heftig! Und dann die Polizei, immer ein Spaß in Russland und Osteuropa...
Vielen Dank für diese Anekdote,

bis später, es grüßt Marco :D

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Re: Lebensgefahr, Grenzerfahrungen, Schlüsselerlebnisse ... 16 Jan 2006 01:48 #2519

hmm hallo
mein erster beitrag in diesem forum und das direkt in diesem tollen thread.

meine bisherigen granzerfahrungen in meinem doch noch sehr kurzem leben (ich bin 17)sind folgende.

vor einem jahr mit einer gruppe in sankt petersburg.
wir sind im stark ueberwachten bahnhof und in einer stunde faehrt unser zug nach vologda los.
gedanken verloren spaziere ich im bahnhof umher und setze mich auf einen in der wand eingelassenen heizkoerper.
mit einem lauten knall bricht dieser 20 sekunden spaeter aus der wand.
innerhalb kuerzester zeit bin ich verhaftet.
um mich herum polizei , in mir drin pure verzweiflung und angst. ich habe mich selten so schlimm gefuehlt.
gottseidank ist sehr schnell auch eine russin aus meiner gruppe vor ort. sie redet ein wenig mit den sturen beamten und wird zu meiner verwunderung immer charmanter. schlussendlich kuesst sie einen polizisten auf die wange und wenige augenblicke spaeter bin ich frei.
die polizisten meinen auf einmal wie schlampig doch die arbeiter die heizung gebaut haetten und haben nur noch augen fuer das maedchen.
naja der rest der reise verlief dann relativ problemlos.

autounfaelle hatte ich auch sehr schlimme , aber die lasse ich an dieser stelle mal aussen vor.

die naechste russlandreise steht 2007 an . mal sehehn was sich da so fuer sachen ergeben werden.(moskau/ulanbator/peking)

beste gruesse
julian

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Re: Lebensgefahr, Grenzerfahrungen, Schlüsselerlebnisse ... 13 Jan 2006 11:27 #2492

Boah, jetzt kommen ja die richtig guten Geschichten...
Wir - die anderen bleiben anonym ;-) ) - wurden schon mal in Italien des Landes verwiesen. Mit einer Polizeieskorte ging es zur Grenze...
Es war 1995 in Parma. Klar, bei einem Fußballauswärtsspiel, was sonst... 8)

Marco

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Re: Lebensgefahr, Grenzerfahrungen, Schlüsselerlebnisse ... 13 Jan 2006 11:21 #2490

puuh. Ich wurde mal von einem deutschen Grenzbeamten getreten! Ich weiss aber davon nichts, man hat es mir erzählt. Im Nachtzug Stuttgart-Prag war der einzige freie Platz nebend er Toilette. Also legten wir uns dort nieder und tranken ein paar Bierchen. Irgendwann schlief ich ein. Als der Zoll kam, nahm ich den Pass hervor, bin aber während dieser Handlung wieder eingeschlafen. Tja, und dann hat er mich getreten und beschimpft. So fest kann es aber nicht gewesen sein, denn ich hatte am nächsten Tag keine Schmerzen 8)

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Re: Lebensgefahr, Grenzerfahrungen, Schlüsselerlebnisse ... 13 Jan 2006 11:11 #2485

Hallo Leute,

ich war bei beiden Geschehnissen mit dabei.
In der Tat war das Erlebnis an der slowakischen Grenze sehr aufregend. Ich hatte ja mal über dieses Erlebnis ein Kapitel geschrieben, hier mal ein Auszug:


»Passportie!! Passportie!!«
Krachend zog der slowakische Grenzbeamte mitten in der Nacht die Abteiltür auf. Paß- und Zollkontrolle war angesagt. An einem abgelegenen Provinzbahnhof an der Grenze von der tschechischen zur slowakischen Republik.
»He, he!! Passportie!! Passportie!! Zackie!! Schnell, schnell!!«
Ungeduldig schlug der Beamte mit seinem Notizheft auf die Handfläche. Der Beamte riß mit finsterer Miene die verlangten Papiere an sich und kontrollierte, was zu kontrollieren war.
Eine Zugfahrt nach Budapest im trüben November 1998 hatte gleich zwei Ereignisse, die in unserer Erinnerung bleiben sollten. Gemeinsam mit Jan, einem langjährigen Freund, machte ich mich auf den Weg nach Ungarn, um dem grauen Arbeitsalltag in Berlin für eine Woche zu entkommen.
Später sollte es gemeinsam mit der Transsibirischen Eisenbahn quer durch den asiatischen Kontinent gehen. Doch zuvor wollten wir erst die osteuropäischen Staaten kennenlernen. Wir saßen im Nachtzug in Richtung Budapest und starrten den Grenzer erstaunt und erschrocken zugleich an.
Mit meinem Plastikpersonalausweis hatte der slowakische Beamte keine rechte Freude und warf ihn mit verächtlicher Geste auf meinen Schoß zurück. Für Jans Reisepaß zeigte er dagegen deutlich mehr Interesse. Mit strengem Blick blätterte er durch die Seiten und musterte jede akribisch genau.
»Was iiis das? Hee? Wo sein Passportie?« fragte der Beamte plötzlich und drehte verächtlich das Dokument, das nicht ganz neu war.
Wegen des häufigen Gebrauchs an der polnisch-deutschen Grenze zwischen Frankfurt und Slubice zeigte der Paß bereits ernsthafte Verschleißerscheinungen am weinroten Einband auf.
»Das ist mein Reisepaß«, versuchte Jan so höflich wie möglich zu erklären.
»Nix Passportie!! Nix Passportie!! Was das? He?«
»Mein Reisepaß, wie gesagt. Wieso?«
»Das nix so gehen!! Moooment bitte... «, ließ der slowakische Beamte verlauten und verschwand mit dem Paß am anderen Ende des Zuges.
Ich hatte so etwas in der Art geahnt und bereits Jan vor Abfahrt in Frankfurt auf diese strengen, unfreundlichen Grenzkontrolle aufmerksam ge-macht. Zwei Jahre zuvor machte ich eine erste schlechte Bekanntschaft mit den Beamten der slowakischen Grenzbehörden.
»Wenn es ernsthafte Probleme geben sollte, fahren wir halt zurück nach Prag und verbringen dort unsere freie Woche«, schlug ich vor.
»Wieso? Das kann doch nicht sein. Das ist doch unglaublich. Wir fahren doch nur durch dieses blöde Land hindurch. Wir steigen in der Slowakei nicht einmal aus, was wollen die denn überhaupt?« erwiderte Jan.
»Gerade deswegen sind sie wahrscheinlich so sauer. Hätten wir das Ziel Bratislava, wären sie vielleicht etwas freundlicher zu uns. Aber Budapest... «
Ein weiteres Mal ging die Abteiltür scheppernd auf, und eine anderer Beamter steckte seinen Kopf hinein und rief:
»Passportie... «
»Passport ist weg! Hat ihr Kollege... «, erklärten wir und zeigten mit den Fingern in die Richtung, in welche sich der andere verdrückt hatte.
Er nickte, schob die Tür wieder zu und ging mit strammen Schritten zum Nachbarabteil.
Nach einigen Minuten ungewissen Wartens kehrte der andere Grenzbeamte zurück und befahl im barschen Militärton:
»Mitkommen!«
Jan stand erschrocken auf und warf einen besorgten Blick zu mir herüber.
»Tasche mitnehmen!« sagte der Beamte forsch.
Nun erhob auch ich mich, denn ich wollte Jan keinesfalls allein gehen lassen.
»Sie nicht! Nur er mitkommen!« wurde mir befohlen.
»Wenn er aussteigen muß, dann komme ich mit!« machte ich deutlich klar. Irgendwo ist mit der Willkür Schluß, dachte ich.
So nahmen wir beide unser Gepäck und folgten dem Beamten, der ausstieg, quer über die nächtlichen Gleise lief und ein altes Backsteingebäude ansteuerte.
Die Situation schien von ernsthafter Natur zu werden. Ich malte mir bereits aus, wie Jan und ich für längere Zeit festgehalten und verhört werden.
Umgangston und Sitten waren an der Grenze zwischen Tschechien und der Slowakei noch original die alten. Mir wohlbekannt aus den Zeiten des Ostblocks.

...


Tja, so war das...
Bei meinen späteren Fahrten waren die Grenzbeamten allerdings weitaus freundlicher!

Es grüßt Marco :D

@ Janosch: Berichte doch noch mal kurz die Eindrücke vom Tag der offenen Tür und vom November 1999... :wink:

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