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Reiseberichte, Erfahrungen für Reisen nach Lateinamerika, insbesondere Brasilien. Karneval in Rio, Regenwald und Amazonas – der grüne Kontinent steht Euch offen, was interessiert Dich am meisten?

THEMA: Brasilien- und Bolivien-Tagebuch von Flo

Rioerfahrung 02 Dez 2005 01:01 #1921

Hi Flo,

ich war, bevor ich nach Rio zurueckkam 2 Wochen hier. Ich habe nur ein Paar Frauen kennengelernt, sonst war ich die meiste Zeit allein. Gut, ich kann ein paar Leute aus den Staat.

Rio ist irgendwo super ambivalent. Kallerman hat es schon geschrieben. Ansich ist es hier super schwer Kontakt zu finden. Die Leute sind oberflaechlich, einige wollen nur Dein Geld. Auf der anderen Seite ruf der Strand, der Samba die Lebensfreude.

Ich wuerde, was ich so aus Deinen Erfaherungen herauslese, jedem empfehlen in ein Hostel zu gehen. Vielleicht lernt man dann keine Cariocas lernen, aber andere Reisenden, und dann besser das Erlebte teilen.

Weitere Tipps sind schwer. Am Sonntag spielt Pearl Jam... Karte kostet nun 120 R$, was ueber mich viel Geld ist... und ich habe ja noch eine Freundin. Aber, wenn Du nicht verreisen solltest, kauf Dir die Zeitung O globo. Dort ist ein Teil, der sich nur mit Kulturveranstalltungen auseinandersetzt.

Entscheidend wir für war immer, zu versuchen, das Lebensgefühl aufzufassen. Das geht entweder in einem Botekin (Strassenbar) oder am Strand. Versuche im jetzt zu leben. Zu verlieren hat hier keiner Etwas!

So long,
Thomas ( dan@thommyo.com )
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Re: Brasilien- und Bolivien-Tagebuch von Flo 02 Dez 2005 09:11 #1922

Hallo flo,

Ich kann deine Gedankenansätze gut nachvollziehen. Ich glaube, Rio hat auch dich im griff. Man kommt einfach nicht los davon. Mit den Leuten kennenlernen ist so ne Sache. Man braucht eine gehörige Portion Glück. Thommy hat ja mal gesagt, dass die Cariocas wenig Freunde haben.

Rio ist aber nicht Brasilien! Dort, wo die Menschen den ganzen Tag Zeit haben, fällt der Kontakt leicht. Ich hatte den Eindruck. dass in Rio den Menschen die Zeit fehlt. Am Amazonas haben sie endlos Zeit, der Kontakt fällt leichter. (Aber kein Vergleich zu den Andenstaaten, wo es viel einfacher ist, Leute kennenzulernen)

Lustig fand ich, dass Sandra nicht schwimmen kann! Auf dem Amazonasdampfer, auf dem ich auf meiner ersten Reise rumtukkerte, konnte niemand schwimmen! Dabei leben die am Fluss!

Die Bonde (Tram) hört irgendwo auf und dort ist lediglich eine Strasse. Sonst nichts. Die Bänke werden umgeklappt und in die andere Richtung geht es zurück.

Bin mal gespannt wie es weitergeht und freue mich auf weitere spannende Berichte!

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Re: Brasilien- und Bolivien-Tagebuch von Flo 02 Dez 2005 10:49 #1925

Hi Kallermann,

sie haben wenige richtige Freunde, mehr Kumpels, mit denen sie mal ein Bier trinken gehen. Vielleicht ist dies aber auch ein Mittelschicht problem...

Ich versuche übrigens meine Freundin zu bewegen, das Schwimmen zu lernen...

@Flo: Wie lange bist Du noch im Lande, Kallermann hat recht, Rio ist nicht Brasilien, ist aber verdammt ... :-) )
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Re: Brasilien- und Bolivien-Tagebuch von Flo 02 Dez 2005 13:16 #1931

  • Anonymous
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Hab etwas mehr als 4 Monate. Da gibts noch einige Hochs und Tiefs :wink: Muss mich erst ans alleine reisen gewoehnen.
Ich moechte in den Nordosten, dann in Richtung Amazonas, Bolivien, Peru streifen und auf der chilenischen Seite in den Sueden zurueck. Buenos Aires und der Sueden von Brasilien wuerden den Ring schliessen. Reichlich viel, aber ich bin auch nicht traurig, wenn keinen Drittel davon sehe.

Es stimmt, Rio hat mich schon ziemlich im Griff. Die Stadt ist mir viel zu gross und zu laermig, auf der anderen Seite es gaebe noch soviel zu sehen. Heute regnets. Ich werd wohl ein bisschen portugisiesch lernen.

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Re: Brasilien- und Bolivien-Tagebuch von Flo 02 Dez 2005 14:00 #1932

Hi,

dann wirst Du wohl die Kueste hoch, nach Belem, dor tein Boat nach Manaus, und dann weiter... es ist wohl einfacher nach Peru zu schiffen von Manaus. Bolivien ist aber auch moeglich. Aber mit dem Boat bist Du ordentlich unterwegs, auch weil es gegen den Strom geht. Aber wenn Du ein Buch dabei hast, dann ist das eine Zeit um zu meditieren.

Qual quier coise, me fala!

Ja, aber gerade hat es aufgehoert zu regnen... es sind 22 Grad gefühlt 35!

Ach ja, wenn Du Geld hast, 80, dann solltest Du heute order morgen Nacht auf den Zuckerhut, besser, den Vorberg. Dort wird eine Rock-Pop Band spielen. Nett anzuhören und die Stimmung da oben ist der Hit!

Zu den auf und tiefs: In Bra zu reisen ist, schwieriger, da es weniger tun, sprich man trifft weniger Backpaper. Anyhow, as already said, andere Backpacker sind einfacher in Youthhostels zu finden!
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Re: Brasilien- und Bolivien-Tagebuch von Flo 03 Dez 2005 03:07 #1936

1. Dezember Nacht
Sandra muss schlafen. Ich beschliesse alleine auszugehen. Folge dem Tip von Thommy und bin um 24h im Clube Democratico. Der Eintritt ist R$ 12 und das Bier drin R$ 3,5 fuer die uebliche 0,6l Flasche. Ich verzieh mich auf den Balkon und kippe die erste Flasche. Lockerer werden. Lage abchecken. Drinnen entdecke ich ein zwei Schweizer. Aus Genf. Der eine mit einer Brasilianierin, der andere schaut mir eher gluecklos aus. Ich lerne noch weitere Gringos kennen. Der Englaender, der ebenfalls alleine in Richtung Norden will, scheint mir mehr zur Sorte Kampftrinker zu gehoeren und kann auf Portugisiesch grad mal ein paar vuelgaere Sprueche. Die ich nicht verstehe. Die Maedchen schon. Sie verziehen sich eher. Irgendwann entbrannt drinnen eine Schlaegerei. Einer soll sogar ein Revolver gezueckt haben. Es geht alles ganz schnell.
Um drei geh ich nach hause. Die wirklich sympathischen Leute entdecke ich im Nachtbus. Doch ich fahr ja nur Kurzstrecke und bin schnell alsbald wieder weg.
2. Dezember.
Es regnet. Alle Plaene fallen ins Wasser.
Ich hab bis 6 uhr morgens nicht geschlafen. Die komischen Geraeusche des alten haesslichen schlurfenden rauespernden sackes vis a vis, eine Drecksmuecke, das Licht im Flur und andere Unruhe im Hotel trieben mich fast in den Wahnsinn. Also nochmals pennen, dann ins Internet Cafe. Quatsche eine Stunde im "Big Nectar" mit einem Norweger, der im Sommer arbeitet und im Winter auf Reisen ist. Treffe zufaellig auf den Ami von gestern im Internet-Cafe. Er ist fuer einen Ami wirklich nett, muss aber bald gehen. Sandra wird nicht kommen. Sogar das Internet-Cafe ist so gut wie ausgestorben. Ich bin mutlos, verwuensche mich dafuer und geh zueruck ins Hotel.

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Auf gehts! 03 Dez 2005 16:38 #1939

  • Anonymous
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Sali Flo!

Wie ich sehe, hast Du nun ja schon einiges erlebt. Was ich aber deinen Einträgen auf unschwer entnehmen kann ist, dass dich hier und dort immer wieder der Schuh drückt. Und ich muss sagen, dass ich das durchaus teilweise nachvollziehen kann.
Brasilien ist definitiv nicht Mexico. Aber da habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich in den grossen Städten definitiv vieeeeeel weniger Menschen kennengelernt habe, als in den ländlichen Gegenden resp. in den kleinen Städtchen. Sabine und ich waren an Orten, wo praktisch nie Touris hinkommen. Da war man innerhalb von einer Stunde das Stadtgespräch schlechthin. Die Leute da wollten alles über unsere Heimat erfahren - und wie so oft in Lateinamerika konnten die sich kaum vorstellen, wie weit man bis dahin schon gereist ist.
Mein erster Tip ist der folgende: Geh in eine Papeterie und kauf Dir eine Weltkarte, falls Du noch keine mit hast. Das wird dir für deine weiteren Reiseziele bestimmt immer wieder nützlich sein. Und am besten kaufst Du dir gleich zwei oder drei - denn wenn du wirklich mal völlig weg von der Zivilisation sein wirst, kannst Du besodernen Menschen damit auch mal eine riesengrosse Freude machen.
Mein zweiter Tip bezieht sich auf ein anderes Thema. Kultur. Solange du noch in ner Grossstadt bist, hast du noch Gelegenheit, zwei drei Tonträger zu erstehen. Ich empfehle Dir dazu zunächst das, was wir bei uns als Schlager abtzutun pflegen. Denn das hören dort erstaunlich viele Menschen sehr gerne - die Texte sind einfach, und du wirst nach 20 maligem hören alle Sätze auswendig kennen. So verbesserst du innerhalb kurzer Zeit deine Sprachkenntnisse in Bereichen des täglichen Lebens - Schicksal, Liebe, Trauer, Freude - du weiss schon.
Und wie schon beschrieben worden ist, möchte ich dir als dritter Tip ans Herz legen, irgendwelche Zeitungen zu kaufen. Am besten verständlich sind da zu Beginn natürlich die Boulevard Blätter. Viel Bildli, viele Frauenbilder :oops: und vor allem viel Gespächsstoff für den täglichen Aufenthalt in Strassenbars und Cafes und so. Denn häufig ist das der Stuff, der auch diejenigen Menschen beschäftigt, die nicht lesen können.

Und - aber nein - keine Tips vorläufig mehr. Nur - bedenke, dass du jetzt frei bist - wohingegen ich mir allmählich eine Doktorarbeit aufgleise. Ach ja - deine Sicherheitsüberlegungen find ich in diesem Rahmen ganz in Ordnung. Denn safety first.

Ich freu mich auf weitere Einträge von Dir. Weiterhin alles Gute!!!!

Gruss
Yves und Sabine und Annette.

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