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1. FC Nürnberg 11 Jan 2018 22:30 #36061

Die Mottofahrt vom 13.04.2013 nach München zum Derby endete für einige Nürnberger alles andere als lustig. Zur Erinnerung: Die Nürnberger Fanszene traf sich an einer Münchner U-Bahnstation, um gemeinsam zum Münchner Stadion zu fahren. Dort warteten starke Polizeikräfte die bereits im Vorfeld mit Einsatzwägen und Absperrungen, einen Anreiseweg für die Nürnberger präpariert hatten - und die Nürnberger liefen genau diesen Weg, wie er von der Polizei angewiesen wurde.

Umso erstaunlicher, dass die Münchner Polizei später von einer angeblich „neuen Dimension der Gewalt“ sprach, die sich an diesem Tage ereignet haben soll. Ein regelrechter Aufschrei in den Medien war die Folge.

Die Arbeitsgemeinschaft Fananwälte kritisierte die Reaktionen und das Verfahren deutlich:

„Es geht in diesem Verfahren scheinbar nicht mehr um die Sache selbst, das Verfahren hat sich verselbständigt und ist mehr und mehr zu einem Politikum geworden.“

Auch die Rot-Schwarze Hilfe prangerte den „misslungenen Polizeieinsatz“ scharf an:

„Die Polizei, die für die Trennung der Fans verantwortlich war, hat auf ganzer Linie danebengegriffen.“



Was war passiert? Während die Nürnberger den von der Polizei eskortierten Weg zum Stadion liefen, tauchte plötzlich eine größere Gruppe Münchner Anhänger auf, die Richtung der bereits auf einer Brücke befindlichen Fans rannten. Und dass, obwohl die Polizei die Münchner angeblich schon seit den Morgenstunden unter Beobachtung hatte. Dass einige der Nürnberger auf die zulaufenden Münchner reagierten, war nun weniger überraschend. Angeblich seien dabei Polizeiketten durchbrochen worden, hieß es später. Die Polizei freilich beendete die Sache rasch, größere Auseinandersetzungen gab es nicht, so die Wahrnehmung Vieler.

Das freilich hinderte die Polizei nicht, sodann noch mit reichlich Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Nürnberger Fans in einer Art und Weise vorzugehen, wie sie bis heute weder nachvollziehbar ist noch schwerlich als deeskalierend bezeichnet werden kann. Ob der große Aufschrei seitens Polizei und Politik im Nachhinein nicht eher dazu diente, von den in unserem vorherigen Beitrag beschriebenen Szenen abzulenken, lässt sich da schon fragen.

Auf die Münchner Justiz jedenfalls wirkte die Darstellung als angeblich neue Dimension der Gewalt (von Fans, versteht sich) deutlich: Allein gegen 41 Mitglieder der RSH liefen Ermittlungsverfahren. Und die Münchner Richter reagierten mit besonders harten Strafen, bei denen sie sich schon fragen lassen müssen, ob sie bei Nicht-Fußballsachen ähnlich hoch ausgefallen wären. Wir werden noch über einige interessante Fälle in den nächsten Wochen berichten.

Ein Gesamtüberblick ist in diesem Zusammenhang aber schon interessant. Der äußerst merkwürdige Verlauf der Mottofahrt endete für uns nämlich mit folgenden statistische Zahlen:

41 Ermittlungsverfahren, wovon in 34 Fällen eine Bestrafung erfolgte:

Insgesamt 80 Monate Gefängnisstrafen bei 9 Verurteilten (alle zur Bewährung ausgesetzt)
Insgesamt 150 Sozialstunden für 3 Mitglieder
Insgesamt 43.400 EUR Geldstrafen für 25 Personen
Insgesamt 900 EUR Schmerzensgelder zahlbar durch 3 Fans
Insgesamt 32 Tage Jugendarrest für 4 Nürnberger


www.rot-schwarze-hilfe.de/index.php/abge...ach-und-auswirkungen

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1. FC Nürnberg 13 Dez 2017 13:03 #35902

Unser Linchen ist gestern um 16 Uhr zu den Engeln gegangen.
Sie hat bis zum Schluss ganz hart kämpfen müssen und sah dann aber ganz friedlich aus. Fast ein bischen so wie früher....
Jetzt geht's ihr besser und wir müssen wieder zu Verstand kommen.


www.facebook.com/258386107986757/photos/...9859/?type=3&theater

linas-weg.frankenhilft.de/

R.I.P Lina

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1. FC Nürnberg 08 Nov 2017 19:42 #35616

  • Glubb
FCN - Ingolstadt

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1. FC Nürnberg 08 Nov 2017 19:39 #35615

  • Glubb
FCN - Ingolstadt

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1. FC Nürnberg 16 Okt 2017 14:47 #35414

Stadion wegen Stadionverbot nicht betreten - trotzdem Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch am Hals. Gibt’s nicht? Gibt‘s doch!

Ein so unerwartetes wie unschönes Nachspiel hatte der Ausflug des Franz Fuchs (Name von der RSH geändert) zum Spiel des FSV Frankfurt gegen unseren Glubb im vergangenen Jahr. Trotz eines bestehenden bundesweiten Stadionverbots wollte sich Franz die Reise zum Frankfurter Volksbank Stadion nicht nehmen lassen. Sein gutes Recht.

Aufgrund des Stadionverbots betrat er das Stadion allerdings ganz bewusst nicht, sondern hielt sich vielmehr zusammen mit einer kleinen Gruppe weiterer Personen außerhalb des Stadions auf einer Treppe hinter der Gegentribüne auf. Zur besseren Veranschaulichung nachfolgend ein paar Bilder der Situation vor Ort:

Mit dem Hintergedanken jegliche Schwierigkeiten bestmöglich zu vermeiden, suchte sich Franz genau diesen Ort zum Verweilen aus: Außerhalb des Stadions versteht sich, so dass er nicht gegen das Stadionverbot verstoße. Außerdem erschien ihm hier ein unerwünschtes Zusammentreffen mit den vielen sich in und um das Stadion aufhaltenden Frankfurter Ultras sehr unwahrscheinlich.

Und so wurde es auch tatsächlich ein ruhiger und schöner Nachmittag, der ohne nennenswerte Vorkommnisse blieb, versüßt durch einen knappen Glubb-Sieg.

Etwa zwei Monate später kam dann das böse Erwachen: Franz sowie acht weitere Fans hatten eine Vorladung im Briefkasten liegen. Der Vorwurf: Sie sollen einen Hausfriedensbruch bei besagtem Spiel begangen haben. Franz konnte sich das zunächst nur mit einer Verwechslung erklären, da er das Stadion ja gar nicht betreten hatte, und wandte sich an einen RSH-Anwalt. Dieser beantragte zunächst Akteneinsicht und so kam Licht ins Dunkel: Die Treppe, auf der sich Franz mit anderen Personen aufhielt, soll zum Stadionbereich dazu gehören – und das, obwohl diese ohne Hindernisse frei zugänglich und insbesondere noch vor der Stadionumzäunung liegt. Deshalb gab es auch den Vorwurf des Hausfriedensbruchs. Über seinen Anwalt gab Franz sodann eine schriftliche Stellungnahme bei der zuständigen Staatsanwaltschaft ab. Diese stellte das Verfahren einige Zeit später nach § 170 II der Strafprozessordnung ein.

Nichtsdestotrotz bleibt ein fader Beigeschmack bestehen: Das Ermittlungsverfahren kam ins Rollen, da ein Frankfurter Sicherheitsbeauftragter Strafanzeige erstattete und den für die strafrechtliche Verfolgung eines Hausfriedensbruchs erforderlichen Strafantrag stellte. Ob er dies aus eigenem Antrieb tat oder andere Personen hier eine Rolle spielten und möglicherweise darauf drängten, bleibt nunmehr Spekulation. So oder so, die Frage nach der Sinnhaftigkeit dessen möge der geneigte Leser anhand der geschilderten Situation für sich selbst beantworten.



Nachtrag:

Dass auch eine Verfahrenseinstellung nach § 170 II der Strafprozessordnung leider nicht immer ganz folgenlos bleibt, wie man zunächst vielleicht denken mag, musste Franz einige Zeit später feststellen. Über 9 Monate nach dem geschilderten Vorfall bekam er die Sache im Rahmen einer Meldeauflage erneut aufs Brot geschmiert.


www.rot-schwarze-hilfe.de/index.php/abge...-s-nicht-gibt-s-doch

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1. FC Nürnberg 03 Jul 2017 11:09 #34672

Sie schwiegen - und das wochenlang: Nach der Eiszeit scheinen sich der Club und seine Ultras wieder anzunähern. Der Stimmungsboykott ist nach einem "klärenden Gespräch" aufgehoben.


www.nordbayern.de/sport/eiszeit-vorbei-c...ngsboykott-1.6311575

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1. FC Nürnberg 22 Mär 2017 11:06 #33964

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den 1. FC Nürnberg wegen zweier Fälle eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger zu einem Zuschauer-Teilausschluss im Zweitliga-Heimspiel gegen Erzgebirge Aue am 15. April 2017 verurteilt. Dabei müssen die Blöcke 7, 9 und 11 geschlossen bleiben. Zudem erhält der FCN die Auflage, in diesem Jahr mindestens 50.000 Euro in bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im Gästesektor des heimischen Stadions zu investieren, was dem DFB bis zum 31. Dezember 2017 nachzuweisen ist.

Der DFB-Kontrollausschuss hatte während der mündlichen Verhandlung im Frankfurter Hermann-Neuberger-Haus den gleichlautenden Strafantrag gestellt, der 1. FC Nürnberg stimmte dieser unter Vermittlung des Sportgerichts gefundenen Konsenslösung zu. Damit ist das Urteil rechtskräftig.
Lorenz: "Konsequente Disziplinierungsmaßnahmen gegen Problemfans"

Hans E. Lorenz, der als Vorsitzender des DFB-Sportgerichts die Sitzung leitete, sagte anschließend: "Das Sportgericht hat in seinem Urteil berücksichtigt, dass der 1. FC Nürnberg zuletzt konsequent Disziplinierungsmaßnahmen gegen eigene Problemfans ergriffen hat. Je mehr ein Verein selber zur Verhinderung von Ausschreitungen tut, desto weniger müssen wir tun."

Bestraft wurden Vorkommnisse mit Nürnberger Zuschauern im DFB-Pokalspiel bei Viktoria Köln am 20. August 2016 und im Zweitligaspiel beim Karlsruher SC am 16. Oktober 2016. Vor Anpfiff der Begegnung in Köln gab es Diskussionen wegen des Anbringens eines Banners an einem Fluchttor, im Zuge derer eine Sicherheitsaufsicht beleidigt wurde. Darüber hinaus musste die Partie in Karlsruhe gut zehn Minuten vor Schluss für circa sechs Minuten unterbrochen werden, nachdem Nürnberger Zuschauer verstärkt Pyrotechnik gezündet und teilweise in Richtung des Karlsruher Stehplatzbereiches geschossen hatten sowie auf den Zaun zum Innenraum geklettert waren. Ordnungsdienst und Polizei mussten eingreifen.


www.dfb.de/news/detail/sportgericht-verh...ll-nuernberg-163911/

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