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THEMA: 1. FC Köln

1. FC Köln 25 Apr 2017 15:34 #34199

Man kann über Stil von Beleidigungen und Kritikäußerungen durchaus verschiedener Ansicht sein. Uns war im Rahmen derartiger Diskussionen stets wichtig zu betonen, dass raue Töne und derbe Sprüche zum Fußball gehören. Wer schon mal auf Asche gegen den Ball treten durfte, weiß wovon wir schreiben. Ein Zustand, der auch für den Profifußball gelten und erhalten werden sollte.

Wo kämen wir auch hin, wenn bei den Derbys die „Scheiße vom Dom“ kein „Stein“ mehr „auf die Elf vom Niederrhein“ werfen dürfte? Der gegnerische Torwart kann schnell zum „Arschloch, Wixer, Hurensohn“ werden, der Schiri ist ein „Schieber“, dem Gegner wünscht man den „Tod“ und drückt seinen „Hass“ mittels abgeschlagenen Köpfen des Maskottchens aus. Inhalte von Gesängen, Bannern oder Spruchbänder sind halt nicht immer „zuckersüß“.

Einige Pöbeleien werden mit der Zeit langweilig und verstummen. Andere können auch mal lauter werden, wenn sie die nötige Beachtung finden. So werden auch die Begegnungen mit der TSG Hoffenheim seit Jahren zum Anlass genommen den vermeintlichen Berufsstand der Mutter von Dietmar Hopp zu besingen. Es ist vielleicht nicht wirklich kreativ und auch nicht ganz jugendfrei, aber weder ist es eine neue „Stufe der Eskalation“, noch eine „neue Dimension“, sondern vielmehr ein Mittel, um auf die berechtigte Kritik an Konstrukten wie der TSG Hoffenheim aufmerksam zu machen. Die konstruktiv geäußerte Kritik und die gehaltvolle Äußerungen zu dieser Problematik, werden aber in der Regel kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen.

Bereits vor einem Monat erwähnten wir an dieser Stelle die Absurdität der Strafe des DFB gegen den 1. FC Köln aufgrund genau dieser Gesänge. Nun erwartet den 1. FC Köln wohl ein neues Verfahren mit dem immer wiederkehrenden Muster, welches schon beim Thema Pyrotechnik eher das Gegenteil des gewünschten Effekts erreicht hat.

Mit großer Verwunderung nahmen wir in diesem Zusammenhang die Durchsage unseres Stadionsprechers im Rahmen des Heimspiels gegen Hoffenheim zur Kenntnis. Aufgrund der Tatsache, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Sicherheitslage vorlag, fragen wir uns welche Wirkung man mit solchen Ansagen erzielen möchte. Wird den Fans jetzt diktiert, was sie zu singen haben? Dass man sich durch solche Aussagen eher auf die Seite des DFB stellt, statt Gesänge zu verhindern, ist alles andere als “spürbar anders”.

Ebenso fragen wir uns ob die, ebenfalls beim Heimspiel gegen Hoffenheim getätigten Gesänge, wie „Fußballmafia DFB“ oder „Fußballhure Hoffenheim“ nun auch bestraft werden. Der DFB legt die Grenze der Zensur also willkürlich fest, und alle Beteiligten sµollen genau an dieser stehen bleiben? Das „alle Kölner“ regelmäßig als „Hurensöhne“ beschimpft werden, die „Fan-Idioten“ wie immer medial ihre Breitseite weg kriegen und selbst die Hoffenheimer Belegschaft nur so mit Beleidigungen („Schwachmaten“) um sich wirft, scheint dabei niemanden zu interessieren. Schon lange hat die Berichterstattung über Fußballfans jegliche Relation zur Realität verloren.

Die Empfindlichkeit findet eben nur bei Personen statt, die sich in der Bundesliga entsprechend eingekauft haben und somit offenbar die Grenze des guten Geschmacks bestimmen dürfen. Es scheint so, dass die wirklichen Typen, die sich weder kaufen lassen noch anpassen wollen, im deutschen Profifußball – wenn überhaupt – nur noch auf den Rängen zu finden sind, auch wenn ihnen dabei oft genug der „Helm brennt“. Uns gibt es auf jeden Fall nur im Komplettpaket – mit Beleidigungen, dafür aber laut, farbenfroh und spürbar unangepasst.


suedkurve.koeln/wes-brot-ich-ess-des-lied-ich-sing/

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1. FC Köln 08 Mai 2017 19:33 #34286

Razzia gegen Ultras: Polizei durchsucht Kölner Stadion
Die Durchsuchung verlief problemlos: Begleitet von einem Mitarbeiter des Fanprojekts des 1. FC Köln machten sich Polizeibeamte am Montag kurz nach elf Uhr auf zur Lagerstätte der Ultras „Wilde Horde“ im RheinEnergie-Stadion.


www.focus.de/sport/fussball/nach-schmaeh...line&ts=201705081742

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1. FC Köln 10 Mai 2017 15:32 #34316


Die Beschlagnahme einer Kölner Schwenkfahne als so genanntes Tatmittel ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten und könnte als weitere Posse der an Peinlichkeiten ohnehin schon nicht armen Kölner Polizei verbucht werden. Im Zusammenhang mit der Hausdurchsuchung im Kölner Fanprojekt stellen sich aber weitere Fragen:

Warum ist es möglich, eine solche Hausdurchsuchung und Beschlagnahme ohne Gerichtsbeschluss und lediglich auf mündliche Anordnung durchzuführen? Zumal der Straftatbestand der Beleidigung üblicherweise keine Hausdurchsuchungen nach sich zieht.
Warum also macht sich die Kölner Staatsanwaltschaft in diesem Fall zum Erfüllungsgehilfen eines reichen Geschäftsmannes? Welche weiteren Ziele werden hier verfolgt, trifft es mit der Wilden Horde doch eine einflussreiche und „unbequeme“ Ultrà-Gruppe?

Was treibt Dietmar Hopp dazu, solche Geschütze aufzufahren, um seine vermeintlich gekränkte „Ehre“ zu verteidigen? Nach allem, was er erreicht hat, bräuchte er sich nicht als Bruder im Geiste von Erdogan gerieren und könnte mit auch noch so geschmacklosen Anfeindungen – die in entsprechenden TV-Sendungen oder Zeitschriften als Satire oder Karikatur gelten – durchaus souveräner umgehen. Beruht seine Überreaktion auf Selbstüberhöhung, Altersstarrsinn oder „Getroffene Hunde bellen laut“?
Angenommen, jemand von uns ginge zur nächsten Polizeiwache um Anzeige wegen Beleidigung zu stellen – zu rechnen wäre mit der Empfehlung, drüber zu schlafen, die Sache auf sich beruhen zu lassen oder vielleicht noch in der Mediation zu klären. Ein etwaiges Verfahren würde nach Monaten ohne Ergebnis eingestellt. Aber vor dem Gesetz sind ja alle gleich, nicht wahr?

Was verspricht sich die Staatsanwaltschaft von der Beschlagnahme einer Schwenkfahne als „Tatmittel“, außer sich damit unglaubwürdig zu machen? Es muss die pure Hilflosigkeit gewesen sein, galt es doch sicher, als Rechtfertigung für die im Zuge dieser lächerlichen Maßnahmen entstandenen Kosten und Überstunden irgendetwas präsentieren zu müssen.

Wir sind gespannt, ob die Fahne zurückgegeben wird, in der Asservatenkammer verschwindet oder irgendwo in der Öffentlichkeit wieder auftaucht. Und zwecks erfolgreicher Ermittlungen halten wir es auch in Zukunft für konsequenter, die wirklichen „Tatmittel“ zu beschlagnahmen: die Finger derer, welche Transparente oder Fahnen mit Schmähungen hochhalten und die Zungen all derer, die Schmährufe von sich geben. Da das wahre Übel aber im Kopf sitzt, empfehlen wir, per Aversionstherapie direkt auf die Gehirne der Bösewichter einzuwirken. Auf dass in den Stadien endlich wieder Ruhe herrsche.

ProFans im Mai 2017


www.profans.de/allgemein/tatmittel-schwe...schlagnahme-in-koeln

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1. FC Köln 13 Mai 2017 21:33 #34352

Auswärts in Leverkusen

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1. FC Köln 22 Mai 2017 16:03 #34406

Nach 25 Jahren (!) ist der 1. FC Köln wieder im Europapokal dabei! Das ist doch mal ne Wucht! Wir wünschen dem Effzeh ein paar richtig gute Gegner. Im September 1992 waren wir beim letzten Auftritt der Kölner im alten Müngersdorfer Stadion dabei. Hier der Bericht vom Heimspiel gegen den Celtic FC, der im vergangenen Oktober online ging und nun top aktuell sein dürfte!

www.turus.net/sport/fussball/8782-der-le...uengersdorf-war.html

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1. FC Köln 02 Jul 2017 15:15 #34670

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Bundesligisten 1. FC Köln im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen dreier Fälle eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in Höhe von 35.000 Euro belegt. Bis zu 11.500 Euro davon kann der Verein für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was dem DFB bis zum 31. Dezember 2017 nachzuweisen wäre. Darüber hinaus erhält der 1. FC Köln die Auflage, einen Betrag von 10.000 Euro an die Sepp-Herberger-Stiftung zu zahlen.

Während des Bundesligaspiels gegen die TSG 1899 Hoffenheim am 21. April 2017 wurden im heimischen Zuschauerblock zwei Banner gezeigt, die Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp verunglimpften. Zudem wurde er mehrmals verbal beleidigt.

Darüber hinaus wurde vor und während des Bundesligaspiels bei Bayer 04 Leverkusen am 13. Mai 2017 im Kölner Zuschauerbereich vermehrt Pyrotechnik mit entsprechender Rauchentwicklung abgebrannt. Pyrotechnik wurde von Kölner Zuschauern auch nach Abpfiff des Bundesligaspiels gegen den 1. FSV Mainz 05 am 20. Mai 2017 während eines unkontrollierten Sturms des Innenraums gezündet.

Der Verein hat dem Urteil zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig.


www.dfb.de/news/detail/geldstrafe-und-ge...eae7023c0cc5fc2c4e6f

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1. FC Köln 03 Jul 2017 11:08 #34671

Maßnahmen des FC

Der 1. FC Köln reagiert unterdessen selbst auf das vereinsschädigende Verhalten einiger Fans in der Rückrunde der vergangenen Saison. Gegen 64 Personen wurden Stadionverbote verhängt, die meisten wegen des Zündens von Pyrotechnik und Verstoßes gegen das Vermummungsverbot beim Spiel der U21 des FC gegen Rot-Weiss Essen. Darüber hinaus erhielten zahlreiche Fans ermahnende Schreiben.

Der FC handelt hier ausschließlich täterorientiert. Mehr als 200 ermittelte Personen wurden in der Stadionverbotskommission des 1. FC Köln angehört. Die Kommission hat im Ergebnis in jenen Fällen, in denen ihrer Auffassung nach ein schwerer Verstoß gegen die Stadionordnung zu Grunde lag, im Sinne eines reibungslosen und sicheren Ablaufs der Spiele des 1. FC Köln Stadionverbote ausgesprochen. Die Reaktionen des FC auf die Vorfälle wurden den Gruppen und der AG Fankultur in dieser Woche kommuniziert.


www.fc-koeln.de/fc-info/news/detailseite...-weitere-massnahmen/

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