THEMA:

Stammtisch Fußball in Deutschland 10 Mär 2020 20:24 #42713

Aktuell: Auswirkungen des Coronavirus auf Spielbetrieb

Der Coronavirus und die Folgen für den Spielbetrieb im deutschen Fußball. DFB.de mit dem aktuellen Überblick und den wichtigsten Informationen.
Was ist grundsätzlich für den Fußball zu beachten?

Entscheidungen über tiefgreifende Maßnahmen wie einen Zuschauerausschluss oder Spielabsagen müssen im Zuge des Coronavirus‘ von den zuständigen Gesundheitsbehörden getroffen werden. Neben der Infektionsvorbeugung sind Aspekte des gesamten öffentlichen Lebens zu berücksichtigen, von dem der Fußball lediglich einen Teilbereich darstellt. Liegen keine anderweitigen Anordnungen der Gesundheitsbehörden vor, soll der Spielbetrieb wie geplant durchgeführt werden. Die spielleitenden Stellen der Verbände, die Klubs sowie die Gesundheitsbehörden stehen hier in ständigem Austausch miteinander. Eine Koordinierungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von DFB, DFL und Landesverbänden bespricht sich unter Leitung von DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius täglich unter anderem mit dem Robert-Koch-Institut.
Aktueller Stand Länderspiele:

Das Länderspiel zwischen Deutschland und Italien am 31. März in Nürnberg (20.45 Uhr, Max-Morlock-Stadion) muss ohne Zuschauer im Stadion ausgetragen werden. Darüber wurde der DFB am Dienstag von der Stadt Nürnberg informiert. Die Entscheidung erfolgte aufgrund einer verbindlichen Vorgabe der bayerischen Staatsregierung. Über das Prozedere der Rückerstattung des Kaufpreises von bereits erworbenen Karten der DFB gesondert auf seinem Ticketportal informieren.

Die U-Nationalmannschaften bestreiten in der anstehenden Länderspielphase bundesweit sieben Partien. Selbstverständlich wird auch hier die Entwicklung in den unterschiedlichen Bundesländern sorgfältig beobachtet, insbesondere rund um die geplanten Schulwandertage. Die Entscheidung über Spielabsagen oder Ausschlüsse der Öffentlichkeit kann auch hier nur von den zuständigen Gesundheitsbehörden getroffen werden.

Das Finale des Algarve Cups in Portugal, in dem die deutsche Frauen-Nationalmannschaft auf Italien trifft, findet am Mittwoch (19.45 Uhr, live auf DFB-TV) wie geplant statt.
Aktueller Stand in der 3. Liga:

Am späten Montagnachmittag verkündeten die Landeshauptstadt Magdeburg und das zuständige Gesundheits- und Veterinäramt in einer Pressemitteilung, bis auf weiteres die Austragung von Veranstaltungen mit mindestens 1.000 Zuschauern zu untersagen. Betroffen wäre davon in der 3. Liga das Heimspiel des 1. FC Magdeburg am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern. Ähnliche Weisungsankündigungen bzw. zum Teil auch schon konkrete behördliche Weisungen sind am Dienstag in Thüringen, Bayern und Nordrhein-Westfalen erfolgt.

Der Ministerrat in Bayern traf den Beschluss, das bayerische Gesundheitsministerium zu beauftragen, Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zunächst bis einschließlich 19. April 2020 zu untersagen. Mit dem TSV 1860 München, FC Bayern München II, der SpVgg Unterhaching, dem FC Ingolstadt und den Würzburger Kickers spielen fünf bayerische Klubs in der 3. Liga. In Thüringen ist der FC Carl Zeiss Jena betroffen, als nächstes mit dem für Sonntag angesetzten Heimspiel gegen den Chemnitzer FC. In Nordrhein-Westfalen wäre das Spiel des SC Preußen Münster gegen den Halleschen FC tangiert.

Der DFB ist aktuell mit dem Ausschuss 3. Liga und den Klubs in Klärung, wie zunächst mit dem Spieltag am Wochenende und dem direkt anschließenden 29. Spieltag unter der Woche verfahren wird. In seiner Sitzung am Montag hatte sich der Ausschuss 3. Liga in einer ersten Einschätzung grundsätzlich dafür ausgesprochen, betroffene Partien zunächst eher zu verlegen statt Geisterspiele auszutragen. Hintergrund ist die besondere wirtschaftliche Sensibilität in der 3. Liga, in der die Erträge aus dem Spielbetrieb signifikant für die finanzielle Stabilität der Klubs sind und mehr als 21 Prozent der jährlichen Gesamteinnahmen ausmachen. In der abschließenden Entscheidungsfindung und Risikoabschätzung sind auch rechtliche Aspekte sowie die Einschätzung weiterer möglicher Szenarien im Hinblick auf die Entwicklung der Pandemie zu berücksichtigen, um den Spielbetrieb sportlich ordnungsgemäß und bestmöglich fortführen zu können.

Die Abstimmung mit den Klubs zu den nächsten beiden Spieltagen soll – auf Grundlage der bisher offiziell vorliegenden behördlichen Anordnungen - in Kürze abgeschlossen sein. Das Meinungsbild der Vereine wird dann in die weitere Entscheidungsfindung mit einfließen. Zudem haben DFB und Ausschuss die Klubs der 3. Liga für nächsten Montag nachmittags zu einer außerordentlichen Versammlung nach Frankfurt eingeladen, um das weitere Vorgehen nach dem 29. Spieltag zu besprechen.
Situation in der Bundesliga und 2. Bundesliga:

Nach Stand von Dienstagnachmittag werden neben der Nachholpartie Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln (Mittwoch) am nächsten Spieltag folgende Begegnungen unter Ausschluss der Zuschauer ausgetragen: Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn, Borussia Dortmund - FC Schalke, 1. FC Köln - FSV Mainz 05, TSG 1899 Hoffenheim - Hertha BSC, Werder Bremen - Bayer Leverkusen. Auch für die Partie SC Freiburg - Werder Bremen (21. März, 27. Spieltag) steht dies bereits fest. In der 2. Bundesliga sind derzeit die Begegnungen SpVgg Greuther Fürth - Hamburger SV und Arminia Bielefeld - VfL Osnabrück am Freitagabend betroffen.

Das Präsidium der DFL hat sich unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die zuständigen staatlichen Stellen vor Ort an den Stadion-Standorten über entsprechende Konsequenzen entscheiden, auf Grundlage der aktuellen Informationslage grundsätzlich wie folgt verständigt: Sollte es keine anderslautenden Verordnungen der Behörden vor Ort geben, werden die Begegnungen des 26. Spieltags am Wochenende in Bundesliga und 2. Bundesliga ausgetragen. Das DFL-Präsidium hat zudem beschlossen, dass Spiele, die aufgrund von Entscheidungen örtlicher Behörden zum Beispiel nur mit einer bestimmten Anzahl an Personen im Stadion stattfinden dürfen, am 26. Spieltag unter Umsetzung der jeweiligen Verordnungen ausgetragen werden. Die Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga werden sich hinsichtlich des Ablaufs weiterer Spieltage unverändert eng mit den zuständigen Behörden an den jeweiligen Standorten abstimmen.

Außerdem betonte die DFL in ihrer Mitteilung von Montag: "Die laufende Saison 2019/20 muss wie vorgesehen bis zum Sommer 2020 zu Ende gespielt werden, um Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe zu ermitteln. Nur so erhalten Klubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Saison Planungssicherheit, zum Beispiel auch mit Blick auf Spielerverträge, die nur für eine Liga Gültigkeit haben."

Das DFL-Präsidium hat beschlossen, zu Beginn der kommenden Woche alle Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einzuladen, um den weiteren Saisonverlauf unter Berücksichtigung möglicher Auswirkungen des Coronavirus gemeinsam zu besprechen.
Aktueller Stand in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga:

Da die Nationalmannschaft aktuell am Algarve Cup in Portugal teilnimmt, ist die FLYERALARM Frauen-Bundesliga am Wochenende spielfrei. Einzig die Nachholpartie zwischen dem 1. FC Köln und FF USV Jena steht am Sonntag auf dem Programm. Dort werden deutlich weniger als 1000 Besucher erwartet, die Begegnung soll nach aktuellem Stand wie geplant ausgetragen werden.
Aktueller Stand in den Junioren-Bundesligen:

Nach intensiver Abstimmung ist festgelegt worden, dass die Spielpläne wie vorgesehen aufrechterhalten werden sollen. Schriftlich erfolgten Anordnungen der lokalen Gesundheitsbehörden, Spiele nur unter 1.000 Zuschauern oder unter Auflagen oder ggf. gar nicht durchzuführen, ist selbstverständlich Folge zu leisten. Die Klubs stehen mit den örtlichen Behörden in Austausch, um einvernehmliche Lösungen zur Durchführung der Partien zu finden und das Verfahren für das jeweilige Heimspiel frühzeitig abzustimmen.
Das gilt in den Amateurspielklassen:

Die fünfgleisige Männer-Regionalliga wird von den Regionalverbänden sowie der Regionalliga Südwest GbR organisiert. Für die Spielklassen darunter sind die einzelnen Landesverbände (insgesamt 21) zuständig. Auch hier gilt in Bezug auf mögliche Eingriffe in den Spielbetrieb durch den Coronavirus: Die Entscheidungen obliegen den jeweils zuständigen Gesundheitsbehörden. Die Ausführung der verordneten Maßnahmen nehmen nach gemeinsamer Abstimmung dann der betreffende Fußball-Landesverband und die Vereine vor.

Die Präsidenten und Geschäftsführer der Regional- und Landesverbände haben sich am Dienstag auf ihrer gemeinsamen Sitzung intensiv mit dem Thema Coronavirus und dessen Auswirkungen auf den deutschen Fußball beschäftigt. "Der DFB, seine Regional- und Landesverbände sowie die DFL stehen in engem Austausch mit den zuständigen Institutionen. Wir vertrauen der Expertise der Behörden vor Ort", erklärte DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius. "Der Fußball kann und darf nicht isoliert handeln, sondern immer in Absprache mit den Gesundheitsbehörden. Wichtig sind klare, verbindliche Entscheidungen der zuständigen Behörden vor Ort." Dr. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident Amateure, betonte: "Die Regional- und Landesverbände folgen konsequent den Anordnungen der zuständigen Behörden und richten danach die Organisation des Spielbetriebs aus."

Die zu bewältigenden Fragen sind nicht zuletzt im Amateurfußball angesichts von rund 140.000 gemeldeten Mannschaften im Spielbetrieb vielschichtig. Alle Vereine sind daher aufgefordert, aktiv zu prüfen, ob es Spielerinnen und Spieler in ihren Mannschaften gibt, die in den vergangenen zwei Wochen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Der DFB und seine Regional- und Landesverbände appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Vereine, diese Spielerinnen und Spieler - unabhängig von etwaigen Symptomen – derzeit weder an Spielen noch im Trainingsbetrieb teilnehmen zu lassen.


www.dfb.de/news/detail/im-ueberblick-aus...spielbetrieb-213982/

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Stammtisch Fußball in Deutschland 09 Mär 2020 14:48 #42701

Zitat: "Man leistet sich einen Besuch im Fußballstadion doch immer noch in der Hoffnung, ein gutes Spiel zu sehen, und nicht, um Zeuge zu werden, wie ein aufgeblasener Haufen Spießer in Gruppenrausch verfällt." Bei der FAZ gibt es einen Kommentar zu lesen, der es in sich hat. Danke an den "Wochenendpöbler", der uns den Link mit einem Schmunzeln zugeschickt hatte. Er rechnete wohl damit, dass dieser wieder einmal eine Steilvorlage war. :-D

www.turus.net/sport/fussball/10561-der-s...tar-bei-der-faz.html

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Stammtisch Fußball in Deutschland 03 Mär 2020 20:26 #42680

Was ist denn hier passiert?? :-D

(Foto: Fußballfotografie)

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Stammtisch Fußball in Deutschland 19 Feb 2020 14:13 #42589

Das A & O im Leben: Es sich immer gut gehen lassen! :-D
In diesem Sinne: Kommt gut durch die Woche!
Weitere Fotos vom B-Junioren-Testspiel SV Unterreichenbach vs. SpVgg Roth:
(Fotos: Sachseninformer)







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Stammtisch Fußball in Deutschland 19 Feb 2020 14:12 #42588

SSC Weißenfels vs. SV Fortuna Magdeburg (5:0)
Verbandsliga Sachsen-Anhalt,
Stadtstadion, Zuschauer: 88,
(Foto: Marco Hensel)







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Stammtisch Fußball in Deutschland 27 Jan 2020 19:56 #42481

Das Pilotprojekt zur Spieltagsnachbereitung in der 2. Bundesliga wird bis zum Saisonende fortgesetzt. Zum Auftakt des 19. Spieltags und damit zum Ende der Winterpause empfängt Tabellenführer Arminia Bielefeld am Dienstagabend (18.30 Uhr) den VfL Bochum.

Während der Hinrunde hatten die Fans bei den Heim- und Auswärtsspielen des VfL Osnabrück, des Karlsruher SC, der SpVgg Greuther Fürth und des 1. FC Heidenheim über eine Online-Plattform Gelegenheit, ihre Bewertung des Polizeieinsatzes und der Rahmenbedingungen des Stadionbesuchs abzugeben. Zusätzlich hatten die Fans von Hannover 96 und des SV Wehen Wiesbaden auf Auswärtsfahrten ihre Kommentare eingereicht. Bis einschließlich des 18. Spieltags wurden während der Hinrunde 5995 Fragebögen ausgefüllt.

"Wir können eine positive Zwischenbilanz ziehen. Das gesteckte Ziel, durch die Bereitstellung einer Austauschplattform Fehler besser zu erkennen und mehr Verständnis zwischen Fans und Polizei zu schaffen, wurde erreicht", sagt Stefanie Schulte, die beim DFB als Abteilungsleiterin die Bereiche Gesellschaftliche Verantwortung und Fanbelange leitet.
Bestehende Feindbilder abbauen

Unter den mehreren tausend eingegangenen Kommentaren der Fans und Stadionbesucher findet sich viel Zustimmung für das Projekt: "Da hat sich jemand ganz schön Mühe mit dem Fragebogen gemacht. Die Fragen sind durchdacht und ich habe den Eindruck, dass ihr wirklich Interesse an euren Fans habt und versucht, Sachen die nicht so ganz passen, passend zu machen." Ein*e Stadionbesucher*in monierte: "Mehr Werbung für den Fragebogen würde nützlich sein, da ich glaube, dass viele Fans nichts davon wissen und es hilfreich wäre, wenn mehr Leute teilnehmen würden." Es gab auch harte Kritik, wie in diesem Kommentar: "Als Auswärtsfahrer ist man eine Person ohne Rechte." Vielfach wurde der Wunsch geäußert, dass nach Abschluss des Projekts die Ergebnisse veröffentlicht werden.

Seitens der beteiligten Vereine erhofft man sich vor allem Erkenntnisse, wie man den Stadionbesuch für Fans noch wertiger gestalten kann. Die beteiligten Fanprojekte wünschen sich als Ergebnis des Projekts, den Dialog zwischen Ultras und Polizei zu fördern und bestehende Feindbilder abzubauen.

Das Projekt wird durch Mittel der Daniel Nivel Stiftung finanziert. Durch den routinemäßigen Austausch zwischen Fanarbeitern, Polizei, Ordnungsdiensten, Sicherheitsbeauftragten und Fußballfans sollen Hürden und Barrieren abgebaut werden.


www.dfb.de/news/detail/stadionbesuche-in...-fortgesetzt-212366/

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Stammtisch Fußball in Deutschland 27 Jan 2020 10:59 #42475

Chemie, Chemie, nur noch Chemie!
In diesem Fall ist aber die Rede vom SC Oberhavel Velten, der zu DDR-Zeiten als BSG Chemie Velten den Ball rollen ließ. 1989/90 war Velten sogar dabei in der DDR-Liga (zweithöchste Spielklasse). 1995/96 und 1996/97 wurde in der Regionalliga Nordost gespielt, aktuell ist Velten in der Landesliga zu finden.
Ein Plätzchen im neuen Buch "Fußballheimat Brandenburg" haben die Jungs aus der "Ofenstadt" auf jeden Fall sicher! :-)







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