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THEMA: In den Farben getrennt - in der Sache vereint

Hände weg vom Gästekontingent 03 Dez 2015 08:24 #27562

Eine aktuelle Online Petition widmet sich der Problematik "Gästekontingent". Wir von turus unterstützen diese Aktion sehr gerne:

Hände weg vom Gästekontingent! Für den Erhalt der 10 Prozent Regel in den deutschen Stadien

Auf der heutigen Innenministerkonferenz in Koblenz soll es erneut einen Vorstoß von Innenministern der Länder geben, der eine Reduzierung des Kontingents für Gästefans in den Bundesligastadien und den Stadien der 3. Liga vorsieht. Aktuell erhalten Gästefans in der Regel
zehn Prozent aller verfügbaren Eintrittskarten. Daran sollte nichts geändert werden!
[...]
NRW-Innenminister Jäger hat zu Beginn der Saison 2014/2015 gezeigt, wie Einsatzzeiten der Polizei beim Fußball effektiv reduziert werden können. Bei Nicht-Risikospielen wurden deutlich weniger Polizeibeamte eingesetzt. Trotzdem kam, vorausgesetzt dass keine Fehler bei der Einschätzung eines Spiels gemacht wurden, zu keinen nennenswerten Vorfällen. Mittlerweile ist von diesem Projekt beim Stadionbesuch nichts mehr zu spüren. Statt einer Reduzierung des Gästekontingents sollte der Fokus wieder auf Entscheidungen gelegt werden, die wirklich zu einer Reduzierung der Einsatzstunden der Polizeibeamten führen und die Fankultur in Deutschland nicht einschränken!

Deshalb: Hände weg vom Gästekontingent! Für den Erhalt der 10 Prozent Regel in den Stadien!


Hier abstimmen:
www.openpetition.de/petition/online/haen...en-deutschen-stadien

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In den Farben getrennt - in der Sache vereint 11 Dez 2015 08:27 #27733

Klage gegen Pfefferspray-Einsatz bei Fußballspielen – Die Rostocker Blau Weiss Rote Hilfe unterstützt die Rot-Schwarze Hilfe Nürnberg

Hallo Hansafans,
das Pfefferspray ist seit Jahren ein hoch frequentiertes Arbeitsinstrument des Polizeibeamten bei Fußballspielen. Es gibt wohl kaum einen Fußballfan, der regelmäßig zu Spielen geht und noch keinen Einsatz dieses chemischen Kampfstoffes miterlebt hat. [...]
Das Pfefferspray wurde ursprünglich als Distanzwaffe zum Selbstschutz der Beamten als letztes Mittel der Eigensicherung vor dem Schusswaffeneinsatz eingeführt. [...]
Das Pfefferspray hat sich kurz nach seiner Einführung von einer Defensivwaffe zu einer Angriffswaffe entwickelt, durch die es schnell mehr Verletzte gab, als durch alles Andere. Beim Einsatz der Schusswaffe besteht für die Beamten eine Dokumentationspflicht, beim Pfefferspray gibt es sie nicht. [...]
Die Rot-Schwarze Hilfe aus Nürnberg klagt gegen den Einsatz von Pfefferspray durch Polizeibeamte bei Fußballspielen. Wir unterstützen diese Klage nicht nur finanziell, denn der Klagegegenstand geht alle Fußballfans in Deutschland an und könnte auch für uns Hansafans in Zukunft einiges ändern.

blau-weiss-rote-hilfe.de/klage-gegen-pfe...rze-hilfe-nuernberg/

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In den Farben getrennt - in der Sache vereint 20 Dez 2015 20:50 #28006

Ich packe das mal hier rein

Bei einem Fußballspiel des FC Schweinfurt 05 haben sie ein Plakat mit einer polnischen Schrift hochgehoben, auf dem die Polizei beleidigt wurde. Vor dem Jugendgericht wurden nun vier junge Männer wegen Beleidigung zu Bewährungsstrafen zwischen vier und acht Monaten verurteilt. Alle Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt. Als Auflage müssen sie an den Stadt- und Kreisjugendring sowie an den Verein für Jugendhilfe Beträge von 600 bis 2000 Euro zahlen. In der Rückrunde des Regionalligisten dürfen sie kein Spiel mehr besuchen. Um das abzusichern, müssen sie sich 30 Minuten nach jeder Spielansetzung bei der Polizei melden.


www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Bew...5393?pk_campaign=RSS

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In den Farben getrennt - in der Sache vereint 25 Dez 2015 23:54 #28177

  • Ultra
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Was aus der Schweiz.

In den Farben getrennt
In der Sache vereint

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In den Farben getrennt - in der Sache vereint 27 Dez 2015 09:11 #28193

  • König
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Eine Fandemo wäre wieder an der Zeit. Jetzt wo an den Gästekontingenten gesägt wird. Der Fußballfan ist der Staatsfeind Nummer eins. Und als solcher wird er behandelt. Als Ort der Demo würde ich Hannover vorschlagen. Diese Stadt ist eh der Knotenpunkt tausender Fans Woche für Woche die von A nach B fahren.

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In den Farben getrennt - in der Sache vereint 04 Jan 2016 20:03 #28353

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In den Farben getrennt - in der Sache vereint 22 Jan 2016 21:04 #28751

ProFans blickt auf das Fußballjahr 2015 zurück und benennt Herausforderungen für 2016


Auch für die bei ProFans angeschlossenen Gruppen ging mit 2015 ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Ein Jahr, gekennzeichnet durch unerfreuliche Ereignisse wie Fanutensilienverbote, Regressforderungen, fanfeindliche Anstoßzeiten und durch das Verlassen der Dialogstrukturen beim DFB. Lichtblicke im Sinne der aktiven Fans wurden, wenn überhaupt, zumeist lediglich auf lokaler Ebene erreicht.

Mit der Verleihung des Spielansetzungsmonsters SAM weist das Fanbündnis seit der Saison 2014/15 auf die Missstände bei den Spielansetzungen hin. „Durch einen immer weiter zerstückelten Spieltag und die unsäglichen Freitags- bzw. Montagsspiele wird es vielen Auswärts- und Heimfans immer schwieriger die Spiele ihrer Mannschaft zu besuchen“, fasst ProFans-Sprecher Jonas Negenborn zusammen. Eine Mischung aus kommerziellen Interessen und teilweise nicht nachvollziehbaren polizeilichen Auflagen führten zu untragbaren Ansetzungen auch in der Hinrunde 2015, an deren Ende die Fanszene des Hamburger Sportvereins als Gewinnerin des SAM gekürt werden musste.
Einziger kleiner Lichtblick bleibt hierbei, dass die DFL an ihrer Linie einer relativ frühen Terminierung festhält. „Dieser Umstand gibt den Fans schon mehr Planungssicherheit“, räumt Jonas Negenborn ein. „Nichtsdestotrotz führen die Fankurven hier eine Abwehrschlacht und es werden immer neue Spieltermine diskutiert.“ Zuletzt führte u.a. die Ansetzung der ersten Runde im DFB-Pokal zu einer Welle des Protestes in den Fankurven. ProFans weist mit Nachdruck darauf hin, dass aufgrund der fanfeindlichen Terminierungen selbst bei den Branchengrößen der Kartenvorverkauf teilweise immer schwerfälliger läuft.

Die Konfrontation mit Regressforderungen in existenzbedrohender Höhe, die lediglich auf einem fiktiven, künstlich geschaffenen und nicht wirklich entstandenen „Schaden“ beruhen, sehen viele Fans, aber auch Juristen, als herbes Unrecht. In einer gemeinsamen Stellungnahme mit der AG Fananwälte forderte ProFans die Rücknahme des 9-Punkte-Papiers, das maßgeblich vom DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch verantwortet wurde. In den folgenden Gesprächen unterstrich der DFB noch einmal seine Vorstellungen von Dialog, die leider nur vorsehen, seine eigenen Ansichten zu artikulieren und keine Gegenmeinung anzunehmen. Letzte Urteile aus Hannover und Köln weisen aber darauf hin, dass die Rechtslage, entgegen der Behauptung des DFB, nicht ganz so eindeutig im Sinne der Vereine ist.

Im Widerspruch zu dem am Saisonbeginn vom DFB herausgegebenen Empfehlungsschreiben setzte dessen Sportgericht auch weiterhin Fanutensilienverbote ein, was die Fanszenen als Kollektivbestrafung empfinden und daher weder mittragen, noch einsehen, sondern, vielfach erfolgreich, zu unterlaufen versuchten. Dennoch bleibt als Effekt ein Angriff auf die Selbstverantwortung der Kurven, anstatt sie zu stärken. Der Umgang mit dieser Thematik zeigt dann auch auf, warum ProFans und andere Beteiligte im Herbst 2015 die Dialogstrukturen beim DFB verließen. „Ein Dialog auf Augenhöhe ist seit Jahren mit dem DFB nicht möglich“, so ProFans-Sprecher Alex Schulz. „Es wurde von Fanseite viel ehrenamtliche Arbeit und Zeit investiert, aber der Verband ist in seiner Struktur unflexibel, intransparent, unzuverlässig und nicht entscheidungsfähig.“

Die kurze Zeit später aufkommenden Fragen rund um die WM-Vergabe 2006 und der Umgang mit den Vorwürfen sind aus der Sicht von ProFans stellvertretend für einen DFB, der in veralteten Strukturen und Personal verhaftet ist. Derzeit deutet nichts darauf hin, dass der DFB sich eine Struktur und Führungspersonen geben kann, die für Transparenz und saubere Verbandsarbeit stehen. Daher hält ProFans grundlegende Reformen im DFB für notwendig, die weit über das Auswechseln einiger weniger Spitzenfunktionäre hinausgeht. Kurzfristig gehört dazu eine Reform des DFB-Sportgerichts, das zur Zeit als eigene machtvolle Instanz zur weiteren Eskalation zwischen Fans und Verbänden beiträgt und das sich auf sportliche Fragen beschränken sollte.

Auch 2016 stehen für die Fans ungewisse Zeiten an. Bei der kommenden Neuausschreibung der TV-Rechte drohen weitere Verschlechterungen bei den Spielterminen. Allerdings haben die DFL und die Interessenten es selbst in der Hand, hier nun einzulenken und der deutschen Fankultur Luft zum Atmen zu geben. Gerade in Zeiten, in denen der sportliche Wettbewerb an Spannung zu wünschen übrig lässt, sind stimmungsvolle und farbenfrohe Fankurven inzwischen weitgehend zu einem Alleinstellungsmerkmal des deutschen Fußballs unter den europäischen Topligen geworden. „Mehr Geld würde den Weg der Entfremdung des Fußballs von seinen Fans nur noch manifestieren“, urteilt ProFans-Sprecher Sig Zelt. „Die Aufblähung des finanziellen Umsatzes und der Spielergehälter macht den Fußball keineswegs attraktiver; vielmehr sind es die Massen an Fans, von deren Emotionen der Fußball lebt.“

Neben den genannten kritischen Punkten sieht ProFans für das Jahr 2016 insbesondere die Infragestellung der 10 %-Regel für Gästefans als gravierendes Problem. Maßgeblich auf Veranlassung der Sicherheitsbehörden mussten die Fans in den letzten Monaten immer wieder Ticketreduzierungen hinnehmen. Wie unsachlich dabei die Forderungen und realitätsfremd die Einschätzungen der Polizei sind, zeigen die Diskussionen rund um das Revierderby. ProFans hat den Eindruck, dass sowohl Sicherheitspolitiker wie auch polizeiliche Kräfte sich auf Kosten von Fußballfans profilieren wollen und damit vom eigenen Versagen in anderen gesellschaftlichen Bereichen abzulenken versuchen. „Die Auswärtsfans sind nicht das Problem, sie sind nur die Gruppe mit der kleineren Lobby. Anstatt die Anzahl zu reduzieren und gerade die Besonnenen unter ihnen durch schikanöse Bedingungen zu vergraulen, kommt es vielmehr darauf an, Letztere zu stärken“, bringt ProFans-Sprecherin Gloria Holborn die Meinung der Fans zum Ausdruck.

Die bei ProFans organisierten Fanszenen werden weiterhin den Finger in die Wunde legen und Missstände auch im Jahr 2016 benennen und bekämpfen.

ProFans im Januar 2016


www.profans.de/allgemein/profans-blickt-...orderungen-fuer-2016

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