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In den Farben getrennt - in der Sache vereint 13 Dez 2017 13:16 #35904

Am gestrigen Montag haben die aktiven deutschen Fanszenen dem DFB ein Positionspapier zu fünf Kernthemen überreicht. Dabei geht es um Fanrechte, Anstoßzeiten, Sportgerichtsbarkeit, Stadionverbote und Kommerzialisierung.


fanzeit.de/das-fordern-die-fanszenen-von-dfb-dfl/36066

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In den Farben getrennt - in der Sache vereint 12 Dez 2017 22:09 #35883

Verwaltungsgericht sieht formale Mängel bei Anordnung eines „Idiotentests“. Ein juristischer Sieg ist das für den Kläger aber nur bedingt.


www.reviersport.de/364075---verwaltungsg...schein-behalten.html

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In den Farben getrennt - in der Sache vereint 05 Dez 2017 13:42 #35846


Die Idee ist nicht ganz neu, nun soll sie aber möglichgerweise zur Regel werden: Fußballrowdys sollen für ihr Verhalten mit dem Entzug des Führerscheins bestraft werden.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) verspricht sich davon eine wirksame Maßnahme gegen die zunehmende Gewalt in Fußballstadien.


www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/fu...sballrowdys-100.html

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In den Farben getrennt - in der Sache vereint 07 Nov 2017 23:05 #35575

In Hannover: Fantagung mit Fußballkultur

Unter dem Titel "Stimmung ja - (Mit)bestimmung nein?" startet am Mittwoch in Hannover die 16. Bundeskonferenz der Fanprojekte, organisiert von der Koordinationsstelle Fanprojekte bei der dsj. Schon heute Abend gibt es ein öffentliches Bühnenprogramm rund um die Fußballkultur in Wort und Bild.

Rund 170 Teilnehmer aus den 57 bundesweit aktiven sozialpädagogischen Fanprojekten haben sich zur diesjährigen Bundeskonferenz der KOS angemeldet. Am Mittwoch und Donnerstag geht es in zahlreichen Workshops, Diskussionsrunden und Podiumsgesprächen um aktuelle Themen der Fankultur, um Kommunikation und Dialog zwischen Fans, Vereinen und Verbänden, um Respekt, Mitbestimmung und Freiräume im spannungsgeladenen Feld zwischen Eventkultur und Jugendarbeit. Zur Eröffnung sind unter anderem DFB-Präsident Reinhard Grindel und der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius zu Gast.
Dank "11mm": Best of der Fußballkurzfilmgeschichte

Vor dem offiziellen Konferenzauftakt laden die KOS und die DFB-Kulturstiftung zu einem literarischen und cineastischen Abend unter dem Titel "Fußball I Fan I Kultur in Wort und Bild" in den Raschplatzpavillion ein. Mit dabei: die Nationalspieler Frank Willmann, Michael Kröchert, Philipp Reinartz und Uli Hannemann. Nie gehört? Die vier Berliner spielen in der von der DFB-Kulturstiftung unterstützten Autoren-Nationalmannschaft. Neben ausgewählten Fußball-Kurzgeschichten berichten sie in Hannover auch von ungewöhnlichen Orten und Erlebnissen ihrer Länderspielkarriere - zum Beispiel von Lesungen in Favelas, ukrainischen Bordellen und vor Saudischen Scheichs.

Für das Filmprogramm sind die Macher des internationalen Fußballfilmfestival "11mm" tief ins Archiv gestiegen: Sie zeigen ein Best-of der Fußballkurzfilmgeschichte. Dazu gehört unter anderem der spanische Film Maxima Pena (Höchststrafe) von 2005, in dem der Trainer einer Kreisligamannschaft sich entscheiden muss, ob er seine Mannschaft beim Entscheidungsspiel betreut oder zur Beerdigung seines Vaters geht. Der Kurzfilm "Der Tiger von München" (2008) hingegen zeigt Bayerns Kulttrainer Hermann Gerland noch vor seiner Karriere als Assistent sämtlicher Cheftrainer an seinem Lieblingsplatz: an der Seitenlinie seines Nachwuchsteams.

Die Veranstaltung ist kostenlos und frei zugänglich, auch für Fans und Fußballfreunde, die nicht an der Konferenz teilnehmen. Beginn des rund 100-minütigen fußballkulturellen Abends ist um 19.30 Uhr im Raschplatzpavillion, Lister Meile 4, 30161 Hannover.


www.dfb.de/news/detail/fantagung-in-hann...2dfbe1af705b4e52c521

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In den Farben getrennt - in der Sache vereint 22 Sep 2017 03:44 #35257

Wenn die Gefahr besteht, dass Fußballfans Spiele stören werden, sind bundesweite Stadionverbote grundsätzlich rechtmäßig. Das bekräftigte das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) mit einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil.


www.hessenschau.de/sport/fussball/bundes...e-zulaessig-100.html

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In den Farben getrennt - in der Sache vereint 04 Aug 2017 14:51 #34915

Unsere Mitglieder Supporters Karlsruhe 1896 e.V. und Pro Waldhof e.V. nahmen am Sicherheitsgespräch im Innenausschuss des Landtags von Baden-Württemberg am 17. Juli 2017, neben anderen Organisationen, teil.

Hier die Stellungnahme zu dem Gespräch:

Fanverbände sprechen im Innenausschuss des Landtags Baden-Württemberg

In den letzten Wochen und Monaten verfolgten wir Fanorganisationen sehr aufmerksam die auch in Baden-Württemberg geführte Diskussion rund um die innere Sicherheit in Fußballstadien. Dass wir ausschließlich über die Medien von dem geplanten, von Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl einberufenen „Fußballgipfel“ erfuhren und zu diesem, wie auch dem Vorbereitungstreffen, nicht eingeladen wurden, ist für uns enttäuschend. Auf beiden Veranstaltungen wurde – rückblickend – über uns Fußballfans, aber leider nicht mit uns gesprochen. Um Verständnis für und im Besten Falle eine Zustimmung in einer Sache zu erhalten, ist es aus unserer Sicht unabdingbar, mit allen Akteuren zu diskutieren. Man kann nicht erwarten, dass gerade diejenigen, die zu dem Gipfel nicht eingeladen wurden, Ergebnisse und Maßnahmen akzeptieren, die ohne sie besprochen wurden.

Daher nahmen wir gerne die Einladung des Innenausschusses des Landtags Baden-Württemberg zu einem „Sicherheitsgespräch mit Fußballverbänden, den Fußballvereinen, der Polizei, den Städten und Gemeinden sowie der Generalstaatsanwaltschaft“ am 17 Juli 2017 an und konnten unsere Positionen entsprechend platzieren.

Fanprojekte
Durch einen stetig und dauerhaften Prozess der Vertrauensbildung der dortigen Mitarbeiter, stellt die Sozialarbeit mit jungen und älteren Fußballfans für uns einen wesentlichen Baustein für ein sicheres Stadionerlebnis dar. Ein Fanprojekt bietet allen Fans einen Anlaufpunkt und die Möglichkeit sich als Fan zu entfalten und Beratungen in Anspruch zu nehmen. Es ist wichtig, dass auch die Politik aktiv Träger für solche Einrichtungen an Standorten ohne Fanprojekt sucht und bestehende entsprechend weiter und intensiver fördert.
Die in den Fanprojekten geschaffene Vertrauensbasis darf unter keinen Umständen durch Politik, Verbände und Polizei untergraben werden. Wenn, wie in Leipzig geschehen, Fanprojektmitarbeiter über Jahre hinweg als Beschuldigte in einem Ermittlungsverfahren geführt und diese hierbei observiert, Bewegungsprofile angelegt und deren Kommunikation überwacht werden, wird zu zwangsläufig zum Vertrauensverlust innerhalb der betroffenen Fanszene zu ihrem Fanprojekt kommen. Dies ist nicht zu akzeptieren! Eine unserer Kernforderungen lautet daher auch, dass die dortigen Mitarbeiter, im Rahmen der Ausführung ihrer Aufgaben, durch die Politik vor solchen Maßnahmen seitens der Polizei und Staatsanwaltschaft, besonders zu schützen sind.
Fanbetreuung durch die Vereine
Den Fanbetreuungen sind durch die Vereine Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen, die diese für ihre erfolgreiche Arbeit benötigen. Vereine mit vergleichbaren Fanaufkommen brauchen gleiche Voraussetzungen für ihre Arbeit. Vorbildliche Modelle, wie bspw. das 3-Säulen-Modell aus Karlsruhe, in denen die Fanarbeit auf mehreren Schultern liegt, müssen etabliert werden und dürfen nicht mit Füßen getreten werden. Die Verbände müssen im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens noch genauer auf die Einhaltung der Vorgaben bei der Fanbetreuung achten.
Sportgerichtsbarkeit versus ordentliche Justiz
Der Verband und als Ausführungsorgan die Vereine, strafen einzelne Fans, meist ganze Gruppen mit Stadionverboten und immer öfter auch ganze Stadionbereiche in Form von Teil- oder Ganzen Zuschauerauschlüssen, basierend auf einer zu hinterfragenden Sportgerichtsbarkeit fern des Rechtsstaates. Wir sind der Meinung, dass durch die aktuell gelebte Praxis, eine Entmündigung der ordentlichen Justiz erfolgt. Nur ordentliche Gerichte können und dürfen über Bürger dieses Landes urteilen. Schuldig ist, wem eine Schuld durch den Rechtsstaat nachgewiesen wurde. Dies, ebenso wie Pauschalverurteilungen und Kollektivstrafen führen zu keiner wesentlichen Entspannung der Situation bei, im Gegenteil eher zu einer stetig steigenden, negativen Stimmung gegen den Verband.
Stadionallianzen & Dialog
Wir begrüßen die Erkenntnis aus dem „Fußballgipfel“, Stadionallianzen mit klaren Kommunikationsstrukturen und einem intensiven Austausch mit uns Fans, in der Vor- und Nachbetrachtung zu besetzen. Ebenso die Erkenntnis, Einsatztaktiken der Polizei zu analysieren und durch eine passivere Rolle ebendieser bei den meisten Spielen zu einer Deeskalation im Vorfeld beizutragen.

Werden die besprochenen Maßnahmen ein Erfolg? Bewerten werden wir dies erst in den nächsten Monaten können. Der Grundstein ist augenscheinlich gelegt. Wir können die Vereine und vor allem den Verband nur auffordern, den Graben der in den letzten Monaten entstanden ist, nicht weiter aufzureißen, sondern Brücken zu bauen um diese langsam aber stetig zu überwinden.

Gerade in der heutigen Debatte mit Politik, Öffentlichkeit, Vereinen und Verbänden gilt für uns mehr denn je: Getrennt in unseren Farben, vereint in der Sache, stehen wir für nachhaltige, transparente und faire Gespräche auf Augenhöhe zur Verfügung.

Die zum Sicherheitsgespräch im Innenausschuss des Landtags Baden-Württemberg eingeladenen Fanorganisationen:
FANVERBAND „SUPPORTERS HOFFENHEIM“
SC FREIBURG FANGEMEINSCHAFT e.V.
SUPPORTERS KARLSRUHE 1986 e.V.
PRO WALDHOF e.V.


www.unserekurve.de/blog/gemeinsame-stell...uhe-und-pro-waldhof/

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In den Farben getrennt - in der Sache vereint 08 Jun 2017 21:30 #34551

Gude Eintracht-Familie,


auch eine Woche nach dem Pokalfinale sind die Wunden noch lange nicht geheilt und viele von uns tragen das Gefühl der Leere sicherlich noch eine Weile mit sich herum. Trotzdem ist es an der Zeit, zunächst einmal Danke zu sagen: Danke an alle Eintrachtler aus allen Bereichen für Eure Unterstützung bei der Realisierung unseres imposanten Kurvenbildes und für Eure unglaubliche Spendenbereitschaft!

Es ist überwältigend zu sehen, was alles möglich ist, wenn wir an einem Strang ziehen. Nehmt diese Energie in Euch auf und lasst uns in der nächsten Saison daran anknüpfen, denn wie heißt es in einem uns so bekannten Lied:

„Flieg junger Adler hinaus in die Freiheit;

schau nur nach vorn, nie zurück;

hör auf dein Herz und folg‘ nur den Gefühlen;

ich wünsche dir viel Glück.“

Dieses Pokalfinale hat aber noch etwas eindrucksvoll gezeigt: Der DFB hat sich mittlerweile um Lichtjahre von unserer Fußballkultur entfernt. Und auch das haben wir in Berlin mehr als deutlich gemacht. Die beleidigten Aussagen von DFB-Präsident Grindel im Nachgang beweisen, dass dieser Samstag dort Spuren hinterlassen hat.

Die Reaktion darauf ist allerdings so jämmerlich wie erwartbar. Während Spieler, Verantwortliche und sogar die – uns selten wohlgesonnenen – Medien voll des Lobes sind, kündigt der DFB-Präsident Maßnahmen und Strafen gegen die beteiligten Vereine an, sogar von erneuten Zuschauerausschlüssen bei unserer Eintracht ist die Rede. Völlig kritikunfähig demaskiert sich der DFB damit wieder selbst.

Denn wenn Funktionäre eines Verbandes, der bis zum Hals in einem Sumpf von Bestechungs- und Steuerhinterziehungsskandalen steckt, sich tatsächlich erdreisten, von „krimineller Energie“ zu sprechen, weil Fußballfans Anti-DFB-Gesänge anstimmen, Pyrotechnik zünden und den Showauftritt eines Schlagerstars in der Halbzeitpause gründlich versauen, sollte nun wirklich auch dem Letzten klar sein, woher der Wind eigentlich weht. Die hohen Herren möchten sich halt ihr einträgliches Geschäft nicht kaputt machen lassen. Welch Doppelmoral von einem Verband, der sich jeglicher Transparenz verschließt.

Bloß: Da haben sie halt nicht mit uns gerechnet. Wenn wir so zusammenstehen, wie wir es in Berlin getan haben, können uns auch die korrupten Gesellen aus der Otto-Fleck-Schneise nichts anhaben. Um es mit den Worten von Eintrachtlegende Ansgar Brinkmann zu sagen: Irgendwann holt sich die Straße den Fußball zurück!

Gemeinschaft Eintracht Frankfurt – stärker als je zuvor.


ultras-frankfurt.de/#/aktuell

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