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THEMA: Ostdeutschland

Re: Ostdeutschland 29 Mai 2007 13:25 #5831

  • Hannibal Fletcher
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  • Beiträge: 586
Hey Chrono, du Populist!
Hattest du bei Anke gleich wieder jemanden gefunden, bei dem du deinen tiefen Frust abbauen konntest?
Ich gebe Anke recht, wir beide ledern hier schon ordentlich rum.
Aber hey, Chrono, da müssen wir beide auch mal Kritik von außen vertragen, gell?
Aber nein, nicht einen Hauch von Kritik kannst du vertragen. Du lebst immer noch in deinem Tal der Tränen irgendwo in Sachsen und träumst von der Deutschen Demokratischen Republik. :lol:
Das will dir ja auch keiner nehmen. Schön, wenn man sich gern und wohlig angenehm an die Vergangenheit erinnern kann.

Und Anke, dass muss ich schon sagen:
Ich denke, Chrono und ich haben nun nicht gleich einen Gehirnschuss.
Ich denke auch, dass noch einiges aufgearbeitet werden muss. Das sieht man doch hier, wie tief noch die Wunden sind.
Und denke mal dran, Anke, wie lange es noch dauert, bis die Nazi-Diktatur aufgearbeitet sein wird. Da sind wir immer noch dran als deutsches Volk.
Das mit der DDR-Diktatur wird noch lange dauern, bis da so einiges abgeklärt ist.
Zumal die Ossies so gerne schmollen und teilweise nix einsehen wollen!

H.F.

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Re: Ostdeutschland 29 Mai 2007 20:07 #5836

Eigentlich ist Deutschland schon etwas einmaliges. Wohl das einzige Land auf der Welt, dass eine 'neue Nation' eine Verfassung aufgrund 'negativer' Erinnerungen etabliert hat. Jedes Land erinnert an seine 'Helden', Deutschland an seine Vergangenheit. Ich finde das etwas grossartiges.

Wenn man nur sieht, wie schwer sich China, Japan und die Türkei mit ihrer Vergangenheit tun. Sie klammern sich lieber an ihre Helden. Doch die Rufe nach Erinnerung werden immer lauter.

Deutschland bleibt eine Ausnahme. Z.B. in der Schweiz hat die Erinnerung an Mythen einen ganz besonderen Stellenwert. Die Werte und Eigenschaften, die in diesen Mythen (Tell, Winkelried)weitergegeben werden halten das Land zusammen. Es geht hier um die Symbolik! Diese Mythen sind der einende Faktor, sie geben den Bürgern eine Identität, Wurzeln, die Berufung auf eine gemeinsame Herkunft. Ich glaube, jeder Mensch braucht sowas um sich im System einordnen zu können und vorllem um sich abgrenzen zu können. (Frankreich beruft sich auf die Revolution und De Gaulle, Italien auf Garibaldi, Türkei auf Atatürk, die UDSSR auf Lenin, Skanderbeg bei den Albanern, die Serben erinnern ans Amselfeld etc. und sogar bei der EU fällt der Name Karl des V. und sein Karolingerreich!) Also auch die EU konstruiert sich ein Bewusstsein.

Nun meine These: Als die DDR zusammenbrach und an die BRD angeschlossen wurde, wurde alles was nach DDR roch als für schlecht erklärt. Damit beraubte man den ehemaligen Bürgern der DDR ihre Identität, ihre Wurzeln. Man durfte kein DDRler mehr sein. Gleichzeitig mussten sie aber feststellen, dass sie nicht gleich sind wie Westdeutsche. Also wer sind sie denn? Ich glaube, dass genau hier ein Problem ist. Jeder Mensch braucht Identität, Mythen, etwas, dass die Menschen eint. Im Osten entstand nun aber ein leerer Raum, ein eben nichtsinnstiftendes Vakuum. In Kombination mit Arbeitslosigkeit etwas ganz gefährliches. Und zum Teil wurde dieses Loch mit rechtsradikalen Gedankengut gefüllt.

Interessant ist, wie sich hier die Meinungen an der Uni zwischen den Deutschen und Schweizern unterscheiden! Ich glaube, dass man die Wucht der Sinnsuche, welche durch eine sinnstiftende Identität aufgehoben wird, nicht unterschätzen darf!

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Re: Ostdeutschland 02 Jun 2007 13:41 #5871

Chrono schrieb:

Anke schrieb:
Ihr habt doch beide voll die Panne...


Kurzer Nachtrag noch zu deiner feingeistigen Ausdrucksweise. Klingt schön prollig,Respekt!!
Ich hoffe für alle zukünftigen Schüler,das Du nicht etwa später mal Lehrerin werden möchtest...... :roll: !!! :cry:
Bis später fRaU aNkE!!


hErr cHRonoMETer!

Ich lag wohl in der Annahme wohl nicht ganz so verkehrt. Feingeistig waren nämlich all deine Beiträge zuvor. Sie waren dermaßen niveaulos und geschmacklos (genau wie die von Hannibal), so dass der "Gehirnschuss" meiner Annahme nach gar nicht so sehr unpassend formuliert war.
Mit deiner Fettschrift betreibst du hier nur Hetze und versuchst dich rechtzufertigen und alles geradezuschieben. Du gehst auf Fragen nicht ein, du prollst nur herum. Ihr beide nehmt euch nicht ein klitzekleines bisschen!
Natürlich bin ich eine FRAU. Das brauchst du nicht betonen, denn das zeugt von deiner geistigen Unreife.
Über Leute wie Ihr muss ich nur mit dem Kopf schütteln.
Du lässt hier nur Dampf ab. Du musst ja so was von zu kurz gekommen sein im Leben, dass du hier deinen Frust bekämpfen musst.

Anke
immer fein sauber bleiben ;-) <img src="{SMILIES_PATH}/icon_wink.gif" alt=";-)" title="Wink" />;-)

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Re: Ostdeutschland 02 Jun 2007 14:50 #5875

Anke schrieb:

Chrono schrieb:

Anke schrieb:
Ihr habt doch beide voll die Panne...


Kurzer Nachtrag noch zu deiner feingeistigen Ausdrucksweise. Klingt schön prollig,Respekt!!
Ich hoffe für alle zukünftigen Schüler,das Du nicht etwa später mal Lehrerin werden möchtest...... :roll: !!! :cry:
Bis später fRaU aNkE!!


hErr cHRonoMETer!

Ich lag wohl in der Annahme wohl nicht ganz so verkehrt. Feingeistig waren nämlich all deine Beiträge zuvor. Sie waren dermaßen niveaulos und geschmacklos (genau wie die von Hannibal), so dass der "Gehirnschuss" meiner Annahme nach gar nicht so sehr unpassend formuliert war.
Mit deiner Fettschrift betreibst du hier nur Hetze und versuchst dich rechtzufertigen und alles geradezuschieben. Du gehst auf Fragen nicht ein, du prollst nur herum. Ihr beide nehmt euch nicht ein klitzekleines bisschen!
Natürlich bin ich eine FRAU. Das brauchst du nicht betonen, denn das zeugt von deiner geistigen Unreife.
Über Leute wie Ihr muss ich nur mit dem Kopf schütteln.
Du lässt hier nur Dampf ab. Du musst ja so was von zu kurz gekommen sein im Leben, dass du hier deinen Frust bekämpfen musst.

Anke



Na......hier ist aber jemand böse mit sich und der Welt. Sonst alles i.O. Frau Anke??
Wird schon noch werden in deinem Leben :lol:
Betreff Fragen: Frag mich doch was!!! Wirst ja sehen ob ich antworte :roll:
PS: Was stört dich denn an der Fettschrift???????Kannst dat nich oder was????

Bis später Tante Anke...............

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Re: Ostdeutschland 02 Jun 2007 21:38 #5878

Naja, langsam entspricht du immer mehr dem typischen Ossiklischee... :twisted: :twisted: :twisted: :twisted:

Spass beiseite. Mich würde viel mehr interessieren, wie du das ganze erlebt hast. Bist ja offenbar ein wunderbarer Zeitzeuge.

Was hattest du für Hoffnungen, Erwartungen, Ängste mit der Wiedervereinigung. Was hat sich erfüllt, was hat dich enttäuscht? Ich habe den Eindruck, dass du eher unzufrieden bist mit der gegenwärtigen Situation und dem Zusammenleben mit den Westdeutschen (auch wenn du diese Bezeichnung nicht magst, ich finde, es ist nunmal ein Faktor). Wie hast du die Wende erlebt? Und was ist daraus geworden?

Hier unten in den Bergen hat kann man sich ja keine richtigen Vorstellungen darüber machen.

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Re: Ostdeutschland 03 Jun 2007 18:13 #5882

Hier ist mal ein Ostdeutscher. Ich hab Euch erst diese Woche durch einen Hinweis aus dem www.Ossi-Forum.de entdeckt. Kallemann das was Du 2005 in Leipzig erlebt hast, erlebe ich seit 2002 im Umkreis von Stuttgart. War aber gut, daß Du es etwas verschärft ausgedrückt hast. Ich hab da nur ein paar Paralellen entdeckt, die wahrscheinlich der große Teil von Einwanderern erlebt. Egal von wo nach wo die wandern. Während meiner Arbeit, hab ich Gelegenheit, mit allen möglichen Menschen aus aller Welt zu schnattern. Dabei kam immer wieder das gleiche raus. Im übertragenen Sinne: "Die Eingeborenen sind faul, dumm usw." Also kann es erst mal kein sächsisches Problem sein. Zu deren Ehrenrettung möchte ich noch etwas hinzuzufügen. Die haben etwas erlebt was kein anderer, auch kein Schweizer erlebt hat. Und das hat sich tief eingegraben. Die, die immer was von Freiheit (Schweizer inbegriffen) erzählt haben, haben da nur eine neue Diktatur eingeführt. Die Ostdeutschen haben durch diesen gewaltigen Wandel eine Erfahrung gemacht, die einen Wissensvorsprung bereitet, von dem kein anderes Volk was ahnt. Das sich das bei manchem in Verschlossenheit äußert, ist auch für mich nachvollziehbar. Im Ossi-Forum steht schon reichlich zu diesem Thema geschrieben. Nach der Wende sind die Ostdeutschen doch durch die Nieten in Nadelstreifen "eines besseren belehrt worden". In sämtliche Eintscheidungsträgerpositionen, sind Wessis gesetzt worden. Von denen waren gerade mal, aber maximal 20% dafür geeignet. Der Rest hat soviel Scheiße gemacht, daß es ca. 1 Million Arbeitslose mehr als nötig eingebracht hat. Der Schaden und die "Bildungsysteme" der gebrauchten Bundesländer, kosten mehr als die marode DDR je kosten wird. Daher solltest Du nicht alles auf 40 Jahre Spuren aus DDRerfahrung beschränken. Ich mahse mir allerdings an zu behaupten, daß mittlerweile 60 Jahre BRD unter dem Einfluß des amerikanischen Gehirnweichspülers Spuren hinterlassen hat, daß eine Geistige Wiedervereinigung so schnell gar nicht möglich sein wird. 17 Jahre nach der Wiedervereinigung lese und höre nicht nur ich, wie groß die Maueren in den Köpfen der Medienmacher noch immer ist. Was meinst Du wieviele Fahrräder von den Wessis schon wieder neu erfunden wurden, nur damit man nicht zugeben mußte, daß das know how aus der DDR stammt?:cry: Sicherheitsvorkehrungen inbegriffen.:evil: Das zeugt doch auch von deren BILDungsniveau.:idea: Ich zähl jetzt nichts auf. IO? Gut daß Du auch noch weiter als bis Leipzig gekommen bist. Das konnte Deinen Anfangsfrust etwas abbauen. Da hast Du es wieder. Reisen bildet nicht nur ein. Nor? Sachsen ist dor herrlich.
Das war jetzt auf die Schnelle, was mir zu Deinem damaligen Beitrag einfiel. Bin noch nicht ganz durch. Der Berliner hat Dich doch auch schon aufgeheitert. :wink:
Kurz zu den Erwartungen usw.
Wir hatten in der DDR den Staatsbürgerkundeunterricht. Da wurde die Theorie über den realexistierenden Kapitalismus geliefert. Da er für die DDRler nicht greifbar war, wurde das Thema zum einen auch verdrängt und zum anderen mit einer inneren Zurücklehnung, frei nach dem Motto: was geht uns das an, wir haben Sozialismus, betrachtet. Bei mir persöhnlich kam das alles wieder ins Bewustsein nach dem ich im November 89 nach Nürnberg gefahren bin. Mich hat nichts, aber auch überhaupt nichts von dieser Freiheit und den vollen Läden beeindruckt. Heute betrachte ich die Mangelwirtschaft als etwas gesünderes, als dieses Leben im Überfluß. Was Redefreiheit angeht, hat eine Diktatur die andere abgelöst. Wie oft muß ich mir auf Fragen die Antwort: "Ich sag dazu nichts, weil ich meinen Arbeitsplatz behalten will." gefallen lassen. Da kannst Du fragen soviel wie Du willst. Da kommt einfach nichts zurück. Das war für den gemeinen DDRler nie ein Thema. Über die politische "Meinungsfreiheit" hab ich mir auch nie den Kopf zerbrochen. Da wird sicher auch das "Wie" eine Rolle gespielt haben. Denn die "Rebellen" werden heute genauso behandelt, wie damals. Als mich unser ABV nach einer Familie, die die Ausreise beantragt hatte, ausfragen wollte, hab ich ihm klar und deutlich gesagt, daß er das unterlassen sollte. Hat er dann auch .
Die DDR war marode. Das stimmt. Aber das sie untergegangen ist, stimmt so nur auf dem Papier. Es sei denn man läßt einen oberflächlich geBILDeten Wessi urteilen. Das es nur ein Vorturteil ist, beweisen die andere untergegangenen Ostblockländer. Die Tschechen und die DDR waren wirtschaftlich die stärksten des RGW. Nicht einmal Rumänien ist untergegangen. Seht mal wie arm die sind. Die Wiedervereinigung schreib ich nur der gemeinsamen Vorkriegsgeschichte zu. Alles andere ist zu oberflächlich und platt.
Soviel für den Moment
Buhli
Nehmt Euer Herz in beide Hände und macht was draus.
Spruch von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT 64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam.

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noch ein Ossi 03 Jun 2007 23:54 #5886

Achtung: Mit AnkE hab ich nur drei Buchstaben gemeinsam …

Kurze Vorstellung: Erzgebirger (somit auch Sachse), jetzt in der Schweiz bei Bern lebend.

Was Buhli schreibt, kann ich zu 90% bestätigen. Endlich schreibt hier mal einer sachlich!

Ist hier noch keiner Seele aufgefallen, dass nichts als Klischees bedient werden? Es werden sich überall auf der Welt Leute finden, mit denen man sich entweder auf Anhieb nicht oder prima versteht! Dass es bspw. auch in der Schweiz an sehr lokalem Lokalpatriotismus nicht mangelt, brauche ich Kalleman ja bestimmt nicht zu erzählen! Dass sich genausogut „typische“ Land- und Stadtbevölkerung in gewissen Aspekten unterscheidet, ist auch nichts Neues. Wahrscheinlich deswegen fühle ich mich hier in den Berner „Bergdörfern“ weitaus wohler als in der ach so tollen Großstadt Zürich, was sich im erstaunlich einfach herzustellenden Kontakt zu den „Eingeborenen“ widerspiegelt. An mir als kommunikationsunfähigem Sachsen muss es also nicht unbedingt liegen!

Zum Thema Wessis. Ich hatte das Vergnügen, einen der 20% Wessis kennzulernen, die tatsächlich für echte „Aufbauarbeit“ in den Osten gekommen sind. Mein Ex-Chef war/ist Mittelfranke. Ist direkt nach der Wende in den Osten und hat ein größeres Steuerberatungsbüro aufgemacht, von Null angefangen, mit eigenem Kapital. Er fühlt sich pudelwohl im Erzgebirge, die Ossi-Angestellten haben ihn von Anfang an respektiert, weil er statt nem großen Maul was auf dem Kasten hat, rührig ist und von Anfang an reges Interesse an der Gegend und den Leuten hatte. Interessant, dass er mit den meisten seiner „Landsleute“(den 80% Besserwessis, von denen Buhli schreibt), nichts wissen wollte und will. Ich als „Ossi“ hatte nie das Gefühl, in irgendweiner Weise nicht für voll genommen oder umerzogen zu werden.

Trotzdem bleibt das Bild von den Heuschrecken, die noch schnell die meisten eh total maroden Betriebe mitnehmen mussten, damit auch ja keine Konkurrenz ranwachsen kann und die Pfründe gesichert sind. Die unfähigen und frechen Beamten, die mit Buschzulage (sie hatten wohl noch Adenauers Vorstellung im Hirn, östlich der Elbe begännen die russischen Steppen..) rüberkamen und erstmal den Chef spielten sind noch präsent im Hirn.

Kalleman, glaub mir, viele, sehr viele Ossis dachten vor und noch nach der Wende, da drüben ist das Paradies. Das einzige was man mitbekam vom Westen, war die bunte Werbung aus dem Fernsehen. Wir hatten Westverwandtschaft. Pakete zu Weihnachten, zum Geburtstag usw. Ich sage Dir, die Pakete haben schon geduftet, da hattest du sie noch nicht mal geöffnet. Seife, Schokolade, Kaffee, wenn man Glück hatte nen Walkman!!!! Hattest Du Westfernsehen, hast Du alles für Lüge gehalten, was die in den DDR-Medien so erzählt haben vom bösen Imperialismus, den Arbeitslosen, der Korruption usw. – zumindest ging es mir so. Nach der Wende war erstmal alles schlecht, was made in GDR war. Neue Wohnungseinrichtung, neues Auto usw. Geld kein Problem, kann man ja in Raten abstottern, oder Kredit aufnehmen. Arbeitslosigkeit??? Die kam danach.... Klingt alles sehr, sehr naiv. Aber wie gesagt, im Paradies gibt es keine Probleme. Und auch Wessis gehen zum Schuldenberater.... Die Ernüchterung kam schnell und war nachhaltig. Die Erfahrung eines doch recht plötzlichen Systemwandels kann keiner nachvollziehen, ders nicht selber miterlebt hat.

Jetzt, wo es endlich spürbar bergauf geht (zumindest in Sachsen und Thüringen), werden die reichen Westverwandten auf einmal laut. Dass das Straßennetz auf einmal moderner ist als das westdeutsche, geht ja wohl nicht an!!! Ja was denn???? Sollen neue Straßen mit integrierten Schlaglöchern gebaut werden???? Dass sich Weltkonzerne ansiedeln ist auch nicht recht.... Nichts als Neid, wohin man schaut. Vor 20 Jahren hieß es, die Millarden müssen in den Osten, damit die Leute dortbleiben (soviel Ossis im Westen, Gott behüte!!) Jetzt, wo die Osthilfe Wirkung zeigt, ist der Westen auf einmal bettelarm. Entschuldigung, aber für wie blöd haltet ihr uns? Dass auch der Ossi brav seinen Solidaritätsbeitrag zahlt, kann gar nicht oft genug gesagt werden....

Mittlerweile sieht es wohl eher so aus, dass das ach so tolle Berlin erstmal sehen muss, dass es aus dem selbst verschuldeten Dreck rauskommt. Dresden als Beipiel steht nicht deswegen besser da, weil es viele viele Mrd. bekommen hat, sondern weil es das ganze Tafelsilber verhökert hat (Wohnungsgenossenschaften verkauft usw.). Es gibt genug weitere Beispiele. Also komme mir keiner mit dem guten Beispiel Berlin und Brandenburg...Auf die schaut eh kein Sachse oder Thüringer – das haben wir mit den Bayern und Ba-Wülern gemein – mal so grob gesagt.

Es gibt noch so viel zu erzählen. Davon, was die ehemaligen „Bruderländer“ im Ostblock, bzw. Deren Bewohner von den „neureichen“ Ossis hielten, man irgendwie da zwischen zwei Stühlen saß, dass die lieben Westverwandten nichts mehr mit einem zu tun haben wollten (kein Einzelfall) usw usw.... Aber ich mach hier erstmal Schluss.

Bis später vielleicht!

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