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Slavie ole oleoleole! Slavia Praha siegt im Schongang gegen Vysočina Jihlava

Autor: Red.Sport     veröffentlicht am 12 August 2017    
 
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Gästefans vor Ort bei Slavia Praha
Foto: Felix

Nach einer langen Dürrephase und wenig inspirierendem Mittelmaß in einer sehr unruhigen Zeit konnte Slavia Prag in der letzten Saison nach 1995/96, 2007/08 und 2008/09 seinen vierten tschechischen Meistertitel gewinnen. Damit meldete sich der vormals "ewige Zweite" spektakulär zurück und durchbrach die Phalanx von Viktoria Pilsen und Sparta Prag, die sich in den letzten Jahren regelmäßig ein einsames Duell an der Spitze lieferten. Nun haben alle drei Vereine kräftig aufgerüstet im Kampf um Meisterschaft und zwei Champions League Qualifikationsplätze. Bei Sparta heuerte der Österreicher Marc Janko an, zudem spielt dort seit einem Jahr Tomáš Rosický. In Pilsen tummeln sich Spieler wie Roman Hubnik oder Andreas Ivanschitz und auch bei Slavia heuerte jetzt mit Halil Altintop ein alter Bekannter aus der Bundesliga an.

Slavia

In der letzten Saison spülte der sportliche Erfolg im Schnitt 11.625 Besucher in Slavias Eden Aréna. Dort passen zwar knapp doppelt so viele hinein, aber in den letzten Jahren lag der Schnitt auch schon mal bei nur 5.000-6.000 was auch zeigt, wie volatil es im tschechischen Fußball zugehen kann.

Zu Beginn dieser Saison konnte Slavia den Schnitt der letzten Saison bestätigen - 11.097 sahen den 1:0 Auftaktsieg gegen Teplice. Bei Aufsteiger Banik Ostrava kam der Meister dann nicht über ein torloses Remis hinaus und stand damit schon jetzt im dritten Spiel gegen Jihlava ein wenig unter Druck.

CZ

Die Gäste aus Jihlava müssen deutlich kleinere Brötchen backen. Nach dem Abstieg 2005/06 sind sie jetzt wieder seit 5 Jahren regelmäßig im Oberhaus dabei und konnten zunächst Plätze im unteren Mittelfeld sichern. In der letzten Saison retteten sie sich nur durch ein um ein Tor besseres Torverhältnis vor dem Abstieg. In dieser Saison haben sie erst einen Punkt auf der Habenseite.

Kurz vor Anpfiff war die Eden Aréna noch spärlich gefüllt, erst langsam trafen am frühen Freitagabend Zuschauer ein - angesagt wurden schließlich 10.112, aber es fühlte sich ein wenig leerer an. Aus dem anderthalb Stunden entfernten Jihlava machte es sich eine Reisegruppe von genau 12 Fans im geräumigen Gästeblock gemütlich.

Slavia

Das Spiel begann mit einer Schweigeminute für den am Donnerstag verstorbenen Rudolf Bata, ehemaliger Eishockey-Schiedsrichter und späterer Funktionär beim tschechischen Fußballverband und bei Sparta Prag. Doch ab dann wurde es laut im heimischen Block: "Slavieeee!" und "Slavie ole oleoleole!" ertönten und das rot-weiße Team auf dem Rasen legte los wie die Feuerwehr. Nach einer dominanten Anfangsphase gab es erst Ecke und dann Elfer. In Abwesenheit des für das Champions League Qualifikationsspiel am Dienstag geschonten Halil Altintop trat Josef Hušbauer an und verwandelte sicher unten links. Das Tor wurde kräftig auf den Rängen gefeiert und dabei auch eine Fackel im Block gezündet.

Slavia

Slavia erarbeitete sich weiter gute Chancen und konnte in der 18. Minute seine Führung ausbauen: nach Ecke Jihlava konterten die Hausherren geschickt und erzielte der Portugiese Danny den ersten Treffer für seinen neuen Verein. Auf den Rängen wurde das Team gefeiert mit kräftigem Wechselgesang und munterem Hüpfen und Klatschen. Mit beruhigender Führung ging es in die Pause. 

Slavia

In der zweiten Hälfte erarbeitete sich zunächst Jihlava gute Chancen - Slavia verwaltete nur noch und machte nicht mehr so viel Druck. Es gab zwar nach einer Stunde noch ein Abseitstor und wirbelte vor allem Danny über das Mittelfeld immer mal die gegnerische Abwehr durcheinander, ansonsten schalteten die Hausherren aber in den Schongang. Nicht so die heimischen Fans - die sorgten durchgehend für ein melodisches und rhythmisches Grundrauschen während das wackere Gäste-Duzend in nicht unverständliche gelangweilte Apathie verfiel.

Slavia

Durch den Sieg katapultiert sich Slavia fürs Erste auf Platz eins, aber die Konkurrenz kann natürlich noch nachlegen. Am Dienstag reist der rot-weiße Tross nach Zypern und ringt mit APOEL Nikosia um den Einzug in die Champions League ehe dann das Derby bei 1905 Bohemians Praha auf dem Programm steht. Jihlava hat am Mittwoch ein Pokalspiel in Vyškov und kann sich dort vielleicht etwas Mut für die danach folgende schwere Aufgabe gegen Viktoria Pilsen holen.

Bilder und Text wurden produziert für turus.net von https://football-wildlife-media.com/

> zur turus-Fotostrecke: Slavia Praha

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