BAK siegt bei Markus Zschiesches Heimpremiere gegen Luckenwalde

Autor: Red.Sport     veröffentlicht am 03 August 2017    
 
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Luckenwalder Fans im Poststadion
Foto: Felix

Markus Zschiesche hatte heute Heimpremiere als BAK-Trainer im Poststadion. Als Spieler war er unter anderem zwei Jahre in der Regionalliga bei Union Berlin aktiv, seine Karriere ließ er schließlich beim Torgelower SV Greif ausklingen. Als Trainer begann sein Weg bei den Füchsen Berlin, führte von dort in den Jugendbereich zuerst nach Cottbus, zuletzt zu Tennis Borussia Berlin. Seit dieser Saison schwingt er das Zepter beim BAK.

BAK

Der Verein ist nicht für seine Geduld bekannt, Zschiesche ist der 11. Trainer im Poststadion seit 2009, die Zusammenarbeit mit Vorgänger Jörg Goslar wurde nach 18 Spielen beendet, trotz durchschnittlich 2,06 Punkten pro Spiel, da der Aufstieg verpasst wurde. Unterboten wurde er unter anderem von Dietmar Demuth, der 2014 schon nach 15 Spielen ging, aber auch nur mit 0,87 Punkten pro Spiel auf der Habenseite.

BAK

Zschiesche muss also aufpassen – auswärts holte der BAK im ersten Ligaspiel nur einen Punkt, bei einer Niederlage wären es also schon nur noch kritische 0,5 pro Spiel, bei einem Sieg immerhin bei 2! Das ist aber auch keine Garantie für den Verbleib, wie ein weiterer Kollege mit Union-Vergangenheit zu spüren bekam: Steffen Baumgart holte im Schnitt 2,13 Punkte, überlebte ganze 39 Spiele. Und wo wir schon bei Ex-Unionern sind, sollten auch der ehemalige U23 Coach der Eisernen Engin Yanova (16 Spiele, Punkteschnitt 1,69) und schließlich Jens Härtel Erwähnung finden. Letzterer durfte immerhin als ewiger bisheriger Rekordhalter des Clubs für 66 Spiele Regie führen (Punkteschnitt 1,56) und kegelte dabei sogar 2012 die TSG Hoffenheim spektakulär mit 4:0 in der ersten Hauptrunde aus dem DFB-Pokal.

Lucke

Bei Luckenwalde gab es seit 2009 genau zwei verschiedene Trainer: Ingo Nachtigall betreute die Brandenburger dabei in 91% aller Spiele, seine Regentschaft wurde nur eine knappe Saison 2015/16 von einem erfolglosen Jörg Heinrich unterbrochen. Nachtigall trat damals zurück, wegen Anfeindungen einiger FSV-Anhänger. Diese hatten Spieler, die nicht aus Luckenwalde kamen „komplett zur Sau gemacht“, darunter auch Nachtigalls Sohn. Er agierte in dieser Zeit als Nachwuchskoordinator und kehrte nach Heinrichs Entlassung auf seine vorherige Position zurück.

FSV

Hektik gegen Ruhe also, Fluktuation gegen Konstanz? Ein wenig spielte es sich auch so auf dem Rasen und an der Seitenlinie ab: der BAK war das gesamte Spiel über aggressiver, aber recht unsortiert. Die Angriffe wurden selten konsequent zu Ende gespielt, stattdessen versuchten sich Spieler eher als Solo-Künstler mit kleinen Spielereien. Dies ließ die Luckenwalder größtenteils kalt, sie spielten hinten solide und waren gefährlich bei Kontern. Bereits kurz zu Beginn wackelten nach einem Pfostentreffer das BAK-Tor und Zschiesches Punkteschnitt. Das setzte sich so fort und Luckenwalde ließ dabei beste Gelegenheiten aus,  der Berliner AK hingegen brachte erst nach 24 Minuten einen direkten Torschuss zustande. Die Geduld der Teltow-Fläminger zahlte sich aber aus – kurz vor der Pause nutzten sie endlich eine ihrer vielen 1:1 Situationen vor dem Keeper: Daniel Becker netzte ein.

BAK

Sehr zur Freude der etwa 2-3 Duzend Gäste unter den 257 Zuschauern. Etwa zehn von ihnen hatten bereits vorher kontinuierlich unverdrossen ihr Liedgut abgespult: „Wir sind alle Luckenwalder Jungs“ / „Blau-gelb ist nur der FSV“ / „Auf gehts Luckenwalder Jungs...“ – was man eben so singt. Als Begleit-Utensilien hatten sie zwei Zaunfahnen, eine Schwenkfahne, eine Trommel und ein Megafon mitgebracht. Außer ihren Stimmen hallten nur die Rufe der Spieler und der Trainer durch das Stadion.

Lucke

Wobei Markus Zschiesche deutlicher zu hören war als sein Gegenüber: Zschiesche gestikulierte das Spiel über aktiv an der Seitenlinie, rief seine Mannen stets zu mehr Ordnung auf. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff ging die Rechnung auf – nach Angriff über rechts glich der BAK durch Felix Brugmann aus. Plötzlich wurde es hektischer: ein Luckenwalder traf im direkten Gegenzug mit einem Lupfer die Latte, ein weiterer direkt danach seinen Gegenspieler hart an der Seitenlinie. Zu hart für den Schiedsrichter – Luckenwalde musste in Unterzahl weitermachen.

BAK

Und Ingo Nachtigall? Saß weitgehend ruhig auf seinem Plastikstuhl und sinnierte während Zschiesche weiter ordnende Kommandos ertönen ließ. Viel half das in dieser Phase nicht – der BAK war zwar überlegen aber weiter zu verspielt, der letzte Pass kam nicht genau genug. In der 72. Minute musste zudem auch ein Berliner frühzeitig nach gelb-rot duschen gehen, die Luckenwalder Offensive blieb aber aus. Die Passivität der Gäste rächte sich fast mit dem Schlusspfiff, als Youssef Sakran das Geschenk einer zu kurz abgewehrten Ecke annahm und den Treffer zum 2:1 Endstand erzielte.

BAK

Markus Zschiesche kann also ein paar Tage ruhiger schlafen ehe es am Samstag nach Nordhausen geht. Der FSV fordert nun Herthas zweite Mannschaft daheim – Ingo Nachtigall wird aber vermutlich trotz der zwei Auftaktniederlagen ruhig weiter arbeiten können.

> zur Fotostrecke BAK 07 vs. FSC 63 Luckenwalde

Bilder und Text wurden für produziert für turus.net von https://football-wildlife-media.com/

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