Borussia Dortmund vs. RB Leipzig: Spießrutenlauf vor der Roten Erde und Spruchbandmeer auf der Süd Hot

Autor: Marco Bertram     veröffentlicht am 06 Februar 2017    
 
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Dortmunder Spruchband auf der Südtribüne
Foto: Marco Bertram

Spießrutenlauf vor dem Stadion Rote Erde. Auf der einen Seite der Strobelallee ein Zaun und einzeln stehende Dortmunder, auf der anderen Seite ein wütender Dortmunder Mob. Ein Szenario wie man es sich als Fußballfan in gruseligen, angstschweißerfüllten Träumen in der Nacht vor einem brisanten Auswärtsspiel vorstellt. Hass, der von den Heimfans ohne Hemmung zum Ausdruck gebracht wird. Blanker Hass, wie es ihn in den 90ern beispielsweise bei Aufeinandertreffen zwischen deutschen und niederländischen Vereinen gab. Bilder, die sich einprägten. Eindhoven im Herbst 1994 beispielsweise. Stürzende Polizeipferde. Leuchtkugeln. Böller. Völlig enthemmte Fanmassen, die scheinbar zu allem bereit waren. Faszinierend zum einen, weil man im Pulk emotional komplett mitgerissen wurde. Zutiefst beängstigend aus zweierlei Gründen: Zum einen, weil man ernsthafte Sorgen hatte, nicht heil aus dem Ganzen rauszukommen. Zum anderen erschütterte einen der Fakt, dass man in solchen Situationen mental dermaßen mit reingesogen wurde. Ein Gefühl wie bei einem Gladiatorenkampf. Ganz gleich, ob auf den Rängen oder im Innenraum.

Zurück zum konkreten Ort des Geschehens. 16:30 Uhr vor dem Stadion Rote Erde. Auf dem Bürgersteig hatten sich bereits hunderte Dortmunder eingefunden. Die Ruhe vor dem Sturm. Die Angespanntheit war jedem ins Gesicht geschrieben. Gleich würde etwas passieren, das war völlig klar. Zu groß war die Masse der Schwarzbejackten, die mit ernster Mine auf das Kommende warteten. Viele Kohlen wurde im Vorfeld aufgelegt. RasenBallsport Leipzig zu Gast bei Borussia Dortmund. Auch wenn der BVB 09 als Aktiengesellschaft schlichtweg nur noch ein gewinnorientiertes Unternehmen ist, so trafen in fantechnischer Sicht zwei Welten aufeinander.

BVB

Es war klar, dass dieses Duell überaus hitzig werden würde. Die Fußballfreunde, die in der jüngeren Vergangenheit RB Leipzig auswärts begleiteten, hatten es meist nicht einfach gehabt. Hass schlug ihnen vielerorts entgegen. Im Pokal bei Dynamo Dresden, in der zweiten Liga beim VfL Bochum, zuletzt in der ersten Liga beim 1. FC Köln. Es scheint, als stünde Red Bull bzw. RasenBallsport Leipzig für all das Übel in der Fußballwelt. Für alles, was in den vergangenen 20 Jahren aus dem Ruder lief, müssen die Leipziger herhalten. Der Einstieg von Red Bull in der Messestadt brachte das Fass zum Überlaufen. Es ist ja nicht so, dass es immer eine hübsche heile Fußballwelt gab. Die voranschreitende Kommerzialisierung in all den letzten Jahren führte durchaus zum Sieden und Brodeln an der Fanbasis. Unvergessen das brachiale „Scheiß Millionäre!“ in Dortmund vor einigen Jahren. Die Proteste bei Hannover 96 und beim Hamburger SV. Ausgliederungen, das Aushebeln der 50+1-Regel, das Einschränken der Fanrechte. 

BVB

Es scheint, als sei der Kampf gegen RB Leipzig / Red Bull wie ein Öffnen des Ventils. Endlich kann sich der ganze Hass auf das Kapital / die Kommerzialisierung / die Auswüchse des weltweiten Profifußballs punktuell entladen. Dass es in Leipzig gelang, tausende Anhänger zu gewinnen - die sogar auch noch zu tausenden auswärts mitfahren -, macht es aus Sicht der etablierten Vereine noch schlimmer. Das „sich ins gemachte Nest setzen und Profifußball konsumieren“ lässt die Zornesadern der aktiven Fanszenen von Freiburg bis Rostock anschwellen. Während andere Fanszenen all die Jahre durch dick und dick gehen mussten (mal sportlich, mal fantechnisch / sicherheitstechnisch), wird in Leipzig scheinbar locker flockig ohne groß nachzudenken konsumiert. 

RBL

Nun stellte sich aus Dortmunder Fansicht auch die große Frage: Wer zum Teufel ist das eigentlich, der RB Leipzig ins Ruhrgebiet begleitet? 8.000 Fans?! Selbst für Erstligaverhältnisse eine echte Hausnummer. Alles Konsumenten? „Blinde, dumme Ossis“, die einfach nur dem plötzlichen Erfolg hinterher trotten? Oder befinden sich unter den 8.000 auch bereits 500 stabile Sachsen, die auch auf der Straße für Leipzig geradestehen? So war auf der Strobelallee vor dem Stadion Rote Erde anfangs eine Mischung aus Neugier, Anspannung und Hass zu spüren. Es hatte sich rumgesprochen, dass zahlreiche Busse auf den Parkplätzen ankommen würden. Den restlichen Weg zum Gästeblock mussten die RB-Anhänger zu Fuß zurücklegen. Und dafür gibt es nur diesen einen Weg. Keine Möglichkeiten der kompletten Abschirmung wie bei den neuen auf dem Acker errichteten Arenen in Mönchengladbach oder Augsburg. In Dortmund geht es - begleitet von der Polizei - stets an einer stattlichen Zahl Heimfans vorbei. 

BVB

Während am vergangenen Samstag einzelne RB-Fans meist unbehelligt durch die Massen in Richtung Signal-Iduna-Park (Westfalenstadion) pilgern konnten, konzentrierte sich das Interesse der Wartenden vor allem auf größere Gruppen, die auf der anderen Straßenseite entlanggeführt wurden. Und so kam es, wie es kommen musste. Als die ersten RB-Fans als lange Schlange entlangliefen, entlud sich beim Dortmunder Mob, in dem sich auch zahlreiche befreundete Kölner befanden, all der Hass und die Wut. „Bullenschweine!“, ertönte es. Ein erster gelber Farbbeutel wechselte die Seite. Bierbecher flogen. Es wurde auch scheinbar die Gunst der Stunde genutzt, um aus der Masse heraus einzelne Zivilpolizisten zu bewerfen. Das „Spiel“ war doch klar. Im Dortmunder Mob waren auch etliche Personen dabei, die im Fall der Fälle auch einem Scharmützel mit der Polizei nicht abgeneigt wären. Nach dem Motto: „Einfach mal schauen, was der Abend noch mit sich bringen wird.“

Aus Leipziger Sicht wurde es ein Grauen. Ein echter Alptraum. Das gibt es auch nichts schönzureden. Was soll man sagen? Die Leute - ja unter ihnen waren auch etliche Frauen und Kinder - konnten einem leid tun. Stand man nur zwei Meter daneben und schaute in die Gesichter der verängstigten, erschütterten RB-Fans, wurde einem einiges klar. Ganz gleich, was man prinzipiell von RasenBallsport Leipzig hält. Immer wieder liefen schubweise RB Fans auf der einen Straßenseite entlang, auf der anderen Seite der Strobelallee kam die wartende Meute immer mehr in Wallung. Etwas weiter sollen Pyrotechnik und sogar Steine zum Einsatz gekommen sein, an der Ecke gegenüber des „Strobels“ wurden vornehmlich Bierbecher, Farbbeutel und Eier, aber auch mitunter eine volle Bierbüchse geworfen. Es dauerte nicht lange, bis es zu ersten Rangeleien auf Seiten der Westfalenhalle kam. Mal war ein gezogener Schal, mal ein hitziges Wortgefecht der Grund dafür. Insbesondere RB-Fans im mittleren oder gar höheren Alter wollten sich die Schimpftiraden nicht gefallen lassen. So wollten es einzelne Männer gleich mit dem ganzen schwarzen Mob vor dem „Strobels“ aufnehmen. 

BVB

Ein surreales Szenario. Ein wütender Sachse um die 50 wollte auf die hochgradig aggressive Meute losgehen. So wie einst Helmut Kohl, der im tiefen Osten mit Eiern beworfen wurde. Seine Kumpels versuchten ihn zurückzuziehen. Mit einem Mal wurde es unübersichtlich. Die Dortmunder Meute versuchte durch die Polizeikette durchzubrechen. Pfefferspray kam zum Einsatz. Manch ein Polizist schien überfordert. Kein Wunder, genügten nur noch winzige Tröpfchen Öl im lodernden Feuer, um eine Megaexplosion zu verursachen. Die Polizei verhielt sich erstaunlich defensiv. Das mag von manchen Seiten hart kritisiert werden, doch unter dem Strich tat es allerhöchste Not, nicht durch zu derbe Schlagstockeinsätze das Fass komplett zum Überlaufen zu bringen. Vom Aggressionspotential schienen auch die Beamten überrascht gewesen zu sein. Die Köpfe reckten sich, als einige aktive RB-Fans als geschlossene Truppe vorbeikamen. Unschwer zu erkennen am Outfit. Nun war der Augenblick, bei dem das Ganze komplett aus dem Ruder zu laufen schien. Anfeindungen von allen Seiten. Einzelne Leipziger winkten der Dortmunder Meute zu, andere legten einen provozierenden Gesichtsausdruck auf. Aus Kreisen einer aktiven RB-Gruppierung kam es dann sogar auf Seiten der Westfalenhalle zum Anspucken von Passanten, die das Ganze filmten oder fotografierten. Es blieb an dieser Stelle jedoch bei einzelnen Fußtritten und Rangeleien. 

Keine Frage, für die aktiven RB-Fans war das Ganze sicherlich nicht DER Schock des Lebens. Sie nahmen es recht gelassen hin. Zur Not wüsste der eine oder andere sich auch zu verteidigen. Für aktive Fußballfans verspricht solch ein Auftritt auf großer Bühne auch einen gewissen Adrenalinkick. Was ist schöner, als dermaßen gehasst zu werden?! Bleiben wir jedoch dabei: Für die „Nomalo-Fans“ von RB Leipzig war diese Auswärtssause ein Desaster. Manch einer, der seinen frisch gekauften / erhaltenen RB-Schal wie eine Schärpe locker über die Schultern legte, dachte sich im Vorfeld: Dufte Tour nach Dortmund. Gelbe Wand bestaunen. Fußball gucken. Und noch ein bisschen Ruhrpott sehen. Allerdings ist Fußball nicht nur der Fußball, wie er bei Sky-Konferenzen auf dem Flatscreen zu sehen ist. Noch immer hat auch der Erstligafußball vor dem Stadion raue Seiten. Vor allem im Ruhrgebiet. Und ja, Borussia Dortmund ist nicht nur Ringelsöckchen, eine Hummel aus Plüsch oder das gesungene / gewippte Pipi-Langstrumpf-Lied. Fährt man auswärts nach Dortmund, bekommt man mitunter auch ein anderes Antlitz zu sehen. 0231 Riot, Desperados, Jubos und all die anderen. Die befreundeten Boyz aus Köln. Und auch hunderte bierseelige Proleten. Pöbler. Richtige Mufftiere, die einen derbe frei nach Schnauze ansülzen. Bei einer Zuschauerzahl von über 81.000 Zuschauern ist jede Fraktion überdimensional vertreten. 

RBL

Traurigerweise schien es, als würden tausende Leipziger ins kalte Wasser geworfen zu sein. Eine Busreise nach NRW. Gemeinsam Fußball gucken in der Kathedrale, die einst Westfalenstadion hieß. Weltstars auf dem makellosen grünen Rasen bestaunen. Alles in Butter. Dort kann man gewiss mit einem locker umgelegten RB-Schal spazieren gehen. Die Mama mit dabei. Das Kleinkind an der Hand. Abstrus! Natürlich ist es die Freiheit unseres Landes, eben auch mit Frau und Kind durch das Land zu ziehen, um ein Fußballspiel zu schauen. Andererseits: Weshalb wurde die Leipziger Reisegesellschaft nicht vorbereitet? Hey, brisanter konnte ein Spiel kaum sein! Man sah doch all die Ankündigungen im realen und virtuellen Raum! Man hätte die mit den Bussen anreisenden RB-Fans besser vorbereiten müssen. Klingt wie Kindergarten. Aber ein Auswärtsspiel ist eben auch kein Ponyhof. Eine solche Reise birgt nun mal Gefahren. Schal unter den Kragen. Jegliches Winken sein lassen. Und wenn man sein Kind mit dabei hat: Vielleicht doch lieber individuell und zivil anreisen. Es mag nun Kritik geben. Zum Thema Fußball schauen mit seinem Kind hatte ich kürzlich einen ausführlichen Bericht verfasst. Fußball ist nicht Basketball oder Eishockey. Und schon gar nicht der Besuch in einem Konzerthaus. Sprich: Wenn ich mit erkennbarer Fankluft auswärts reise bzw. in Kontakt gerate mit aktiven Anhängerschaften.

So aber schienen hunderte, ja tausende RB-Fans auf einer Butterfahrt zu sein. Eine Kaffeetour nach Dortmund. Manch einer mag sich wünschen, dass es eines Tages so sein wird. In der Gegenwart ist es jedoch nicht so. Vor allem, wenn man / frau die Farben von Red Bull trägt. Wie man die Angereisten so dermaßen ins offene Messer laufen lassen konnte, müsste ebenfalls geklärt werden. Wer organisiert eigentlich diese ganzen Busse? Wer arbeitet das Sicherheitskonzept aus? Es wäre zu einfach, nun allein dem Verein Borussia Dortmund die Schuld zu geben. Genauso wäre es falsch, allein der anwesenden Polizei die Schuld in die Schuhe zu schieben. Was hätten die Einsatzkräfte vor Ort tun sollen? Brachial reinknüppeln? Noch mehr Pfefferspray einsetzen? Es riskieren, dass alles noch mehr aus dem Ruder läuft? Wer der Meinung ist, das Geschehene wäre das Äußerste, was hätte passieren können, dem sei gesagt: Im schlimmsten Fall hätte es noch weitaus fataler enden können! Was nicht heißen soll, dass Büchsen- und Farbbeutelwürfe nicht schlimm genug wären.

RBL

Was wären eigentlich die Alternativen gewesen? Der gestrige Tag bot genügend Zeit, um über das Ganze nachzudenken. Ein ständiges geistiges Hin und Her. Shuttlebusse vorfahren lassen bis vor den abgesperrten Vorplatz es Einlassbereichs zum Gästeblock? Wie viele Busse hätte man jedoch benötigt? Stein- und Flaschenwürfe aus der Distanz / aus dem Hinterhalt wären immer möglich. Fatal für die Insassen. Die RB-Fans noch geschlossener, kompakter vorbeizuführen, wäre auch keine gute Alternative gewesen. Je geschlossener die Gästefans, desto heftiger wären die Angriffe bzw. Anfeindungen gewesen. Das Konzept, die RB-Fans nach und nach in loser Folge zum Stadion gehen zu lassen, war im Grund nicht so verkehrt. Allerdings bliebe es so oder so nicht aus, dass es am Rand zu Scharmützeln käme. Auch nach anderthalb Tagen hätte ich persönlich kein passendes Konzept parat, und somit blieb mir nichts anderes übrig, als das Geschehen zu analysieren.

RBL

Um es gleich vorweg zu nehmen: Auf den Rängen blieb es ruhig. Auseinandersetzungen oder Angriffe auf die Gästefans waren vom Innenraum aus nicht erkennbar. An der Nahtstelle zwischen dem unteren Bereich des Gästeblocks und der Nordtribüne gab es keine Probleme - und das, obwohl es keinerlei Pufferzonen gab. Das Stadion war gerammelt voll bis auf den letzten Platz. Ob es ganz oben unter dem Dach zu etwaigen Verbalgefechten kam, entzieht sich meiner Kenntnis. 

Es war klar, dass die Südtribüne zu Beginn der mit Spannung erwarteten Partie etwas präsentieren wird. Und es lag nahe, dass es keine Choreo zu sehen gibt. Ein Ultrà-Element bei einem Spiel gegen einen Gegner, deren Fans man bezüglich der Fankultur nicht ernst nimmt? Nein! Stattdessen gab es auf der mächtigen Südtribüne  - ähnlich wie zuvor beim Pokalspiel Dynamo Dresden vs. RB Leipzig - einen Teppich aus Spruchbändern zu sehen. Wie die Vorbereitungen dazu in Dortmund ausgesehen haben, ist eine gute Frage. Im Fall des Dresdener K-Blocks wurden damals vor dem Spiel gegen die Leipziger noch gemeinsam Spruchbänder angefertigt. Material und Stifte wurden bereitgelegt. Im Fall solch einer gigantischen Stehplatztribüne lässt sich nichts mehr gemeinsam koordinieren. Auf die Süd passt quasi ein ganzes Rostocker oder Magdeburger Stadion. Eine unfassbar große Anzahl an BVB-Fans, die sich auf den Stehplätzen tummeln. Oder besser gesagt drängen. Was oben rechts oder links vor sich geht, entzieht sich fast komplett der Kenntnis der aktiven Szene, die in den unteren Blöcken 12 und 13 ansässig ist. 

BVB

Bezüglich der geplanten Spruchband-Aktion gab es nun zwei Möglichkeiten: Entweder der Verein würde sämtliches Hereinbringen von Material konsequent verbieten - was wiederum (berechtigte) massive Proteste hervorrufen würde -, oder man lässt den Fans einfach freie Hand. Was im zweiten Fall bei herauskommt, durfte am Samstagabend bestaunt werden. Ähnlich wie in Dresden gab es die ganze Bandbreite an Botschaften zu sehen. Mal witzig, mal so la la, mal einfach unter die Gürtellinie. Die Grenzen muss jeder für sich selbst ziehen. Wer soll bestimmen, was noch erlaubt oder witzig sei? Im Nachfeld sollte zudem nicht beides in einen Topf geworfen. Tätliche Angriffe vor dem Stadion gehören in eine völlig andere Kategorie als das komplette Ausleben der Meinungsfreiheit. Gibt es gezeigte Botschaften, die ein klarer Tatbestand sind, ist es Aufgabe der Sicherheitsbehörden mit Hilfe der hochauflösenden Kameras diejenigen ausfindig zu machen. Wiederum dem Verein nun die Schuld für alles zu geben, ist ebenso irrsinnig. Wie man es nun als Verein macht, es ist immer falsch. Kritisieren lässt sich immer alles ganz leicht. Wie sollen 25.000 Fans auf einer Tribüne komplett überprüft werden? Völlig klar, dass auf solch einer Tribüne die gesamte Bandbreite der Gesellschaft vertreten ist. Die einen üben Kritik mit Humor, die anderen holen nur den verbalen Hammer raus. 

BVB

Es wäre müßig, an dieser Stelle sämtliche Spruchbänder auszuwerten, doch sollen ein paar Botschaften als Beispiele dieser gezeigten Bandbreite dienen. So war unter anderen auf der Südtribüne zu lesen: „Bei RB kriegen wir das Kotzen!“, „Burnout Ralle: Häng dich auf!“, „Verpisst euch, Kommerzschweine!“, „Nein zu RB!“ „Bullenschweine!“, „Ganz DO hasst RB!“, „Den Bullen ins Döschen wi**en!“, „Bullen schlachten!“, „Wünsch mir Spiele ohne Dosen!“, „Bier gegen Bullen!“,  „Lieber Herne West als eure Bullenpest!“, „Fi** dich Mateschitz!“, Totengräber des Fußballs“. In zentraler Position unten war zudem zu lesen: „Pflastersteine auf Bullen!“ Im späteren Verlauf der Partie kamen in den Blöcken 12 und 13 noch weitere Spruchbänder zum Vorschein. So hieß es: „Beer is a pashion, RB is fashion“, „Des Dietrichs liebster Sport: Base-Jumping, Air Race, Fußballmord!“. Aus der Ecke der Desperados kamen später noch ein „All cops are bastards!“ sowie die Botschaft: „Für Euch nur Marketing - für uns ein Lebenssinn.“ Gleich darunter hieß es in anderer Schriftart: „Red Bull - Feind des Fußballs!“ In der Folge hieß es dann noch auf der Süd: „Mateschitz, Mateschitz: Wie kann das sein - nur 17 Mitglieder in deinem Verein?!“ Und auch die Jubos hatten noch ein Spruchband parat: „Bullen und Bullen Hand in Hand - Euch hasst das ganze Land!“ Direkt hinter dem Tor hieß es ebenso Schwarz auf Weiß: „Ich würde mich schämen!“

BVB

Und im Gästeblock? Im unteren Bereich wurde wie erwartet permanent durchgesungen. Inzwischen können auswärts ohne Probleme phasenweise schätzungsweise bis zu 1.000 RB-Fans in den aktiven Support / Gesang eingebunden werden. Legte das Dortmunder jedoch phasenweise komplett los, ging der Gästebereich völlig unter. Beflügelt wurde die schwarz-gelbe Anhängerschaft, als Aubameyang in der 35. Minute per Kopf den Führungstreffer erzielte. Was für ein Jubel! Was für eine Wucht in diesem Stadion, das wahrlich wie eine Kathedrale des Fußballs daherkommt. Steht man ganz unten auf dem Platz / im Innenraum, wirkt es vor allem bei einem Abendspiel surreal, wenn man zu den in den ganz oberen abgedunkelten Ecken sitzenden Zuschauern blickt. Was für eine Entfernung!

BVB

Auf dem Rasen entwickelte sich eine offene Partie, bei der klar erkennbar war, dass die Leipziger arg ersatzgeschwächt antraten. Hätte RasenBallsport in der Form gespielt wie beispielsweise daheim gegen Hertha BSC, wäre sicherlich was drin gewesen. So aber konnte der BVB den Sieg einfahren. Da es im Laufe der zweiten Halbzeit noch weitere Möglichkeiten zum Ausbau der Führung gab, war dieser Sieg nicht unverdient. Eine Schrecksekunde gab es trotzdem für die Heimfans. In der Nachspielzeit bejubelte RB Leipzig bereits frenetisch den Ausgleich, einige Sekunden später wurde erst bemerkt, dass dieser Treffer nicht gegeben wurde. Tiefes Aufatmen bei den BVB-Fans, große Enttäuschung bei den Gästen. 

RBL

Bereits in der 77. Minute wurde durchgesagt, dass die Gästefans nach Abpfiff bitte noch 15 Minuten in den Blöcken bleiben mögen. Als schließlich nach dem Spiel die ersten RB-Fans das Stadion verließen und von der Polizei zu den Parkplätzen gebracht wurden, blieb es weitgehend ruhig. Nicht auszudenken, was nach der Partie passiert wäre, hätte RasenBallsport gewonnen. Geschweige, hätten die RB-Fans im Gästeblock provoziert oder gar bösartige Spruchbänder gezeigt. So aber hatte sich die schwarz-gelbe Volksseele beruhigt. Bei einem Bierchen an all den Ständen im Umfeld des Stadions wurde das Geschehen Revue passieren gelassen. Das mediale Erdbeben erfolgte dann am gestrigen Tag. Zunehmend wurden der Verein und seine Fans an den Pranger gestellt. Wie es diesbezüglich weiter gehen wird, zeigt sich in den kommenden Tagen. Und was RB Leipzig betrifft: Für kommende Auswärtsfahrten sollten bessere Vorbereitungen getroffen werden. Vor allem, wenn es nach Frankfurt am Main geht. Auch diese Sause wird alles andere als eine Kaffeefahrt werden …

Fotos: Marco Bertram

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Vernünftigste Lösung

Die vernünftigste Lösung des Problems wäre ein geordneter Rückzug des Österreichers mit seinem Plörreclub und am Besten auch der anderen Plastikprojekte aus der Fußball Bundesliga!

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Tiptop, Marko!!

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Idioten gegen Naive

Ich sehe das genauso...
Nicht nur der BVB und die Polizei hat bei den Vorkommnissen allein schuld, nein auch die Naivität der Gästezuschauer und die Führungsriege von Leipzig. Im nachhinein Fehler aufzuzeigen und sich als Opfer darzustellen macht das ganze nicht besser und kommt keiner Lösung näher. Das die Medien vorallem in Leipzig (BILD mit verkaufsfördernden Schlagzeile "..... jagten Kinder",LVZ und MDR) jetzt versuchen mit ihrer Berichterstattung ein komplett einseitiges Bild zu kreieren und damit auch gleich jede kleinste Kritik an diesem "Verein" zu stigmatisieren erinnert mich an alte DDR Zeiten.

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überdenke Deine Formulierungen

Na, die heile Welt der guten ist zerstört. Kurios, als die DD-Fans bürgerkriegsähnliche Zustände verursacht haben, da waren alle BVBler soooo lieb. Jetzt zeigen sie ihre hässliche Fratze. Und bitte schreib nicht so verharmlosend "gezogener" Schal. Das passende Wort lautet Raub. All diese hirnlosen Hauptschulabbrecher sind Straftäter. Zum Kotzen. Aber der DFB wird wieder kuschen. Und die Dortmunder werden wieder nicht verstehen, wie sie gebauchpinselt werden. Andere Vereine haben da längst Geisterspiele und Punktabzug. Na. heute ist ja Gelegenheit, wieder die geilste Süd der Welt zu werden.

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Historisch betrachtet ist Fußball kein Familiensport. Das Klima beim Fußball in Deutschland war abgesehen von regionalen Unterschieden und vielleicht mal einer zwischenzeitlichen ruhigen Unterbrechung immer rau. So wie es im Nachkriegsdeutschland auf den Dörfern "auf die Nuss gab", so sah es auch später in den höheren Ligen in den 80ern, 90ern usw. aus.
Gewalt ist ein von der Gesellschaft akzeptiertes Phänomen, was merkwürdigerweise im Fußball besonders verteufelt wird, während das TV-Programm voll von Gewalt ist.

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Es darf nicht sein, dass Familien nicht mehr ins Stadion kommen können. Wo kommen wir denn da hin? Egal ob Abendspiel oder nicht, klar muss man Abstriche machen gegen wen es geht, aber gegen so ein Verein wie Dortmund, ist das nun mal eigentlich ein Highlight. Fussball ist auch ein Familiensport!!

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gefährlicher Zeitgeist

Gegen RB zu Hetzen gehört zum guten Ton. Die verbale Lawine, die auch von höchsten Fußball-Interessenvertretern losgetreten wurde, kommt jetzt beim Proll an. Offensichtlich ist der Neid dort groß und es fehlt an Selbstsicherheit und Einfallsreichtum um seine Anliegen mit Witz und Charme in die Welt zu tragen. Was für grenzenlose Dummheit friedliche Anhänger zu attackieren!

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Ich geb 4*, find den Artikel gut und auch nochmal den entschärfenden Kommentar vom Autor unten. Zu den Spruchbändern: Klar einige gingen überhaupt nicht, nun aber sollte man auch nicht so zartbesaitet sein wie scheinbar manche Zeitungen die sonst auch mal harte Bandagen auffahren. Hätte es nur die Spruchband Aktion und nix vorher gegeben würde heute danach niemand mehr krähen, aber so müssen nun die Dortmunder durch den medialen Spießrutenlauf.
Meine Meinung

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Fußall ist ein Familiensport!

So, Artikel geht eigentlich, kann man lesen.
Aber der Meinung, dass Fußball kein Basketball und kein Hockey sei und hier Kinder und Frauen im Grunde nix zu suchen haben (sei es vor allen Dingen bei Auswärtsspielen), kann man einfach nicht sein.

Fußball ist und bleibt ein Familiensport. So fängt es von klein auf an, dass Eltern zu den Spielen ihrer Kinder gehen und fleißig in der Jugend gekickt wird.

Wer schreibt mit vor, nicht mit meinem Kind ins Stadion gehen zu dürfen?
Benehmt euch mal ein bisschen, man kann auch unter Alkohol und in Gruppen Manieren haben und sein Team anfeuern. Gern kann man da auch verbal den Gegner attackieren, aber Gewalt sollte NNNIEEE zum Sport gehören.
Und wer das dennoch so sieht, hat einfach nicht alle Latten am Zaun und sollte am Wochenende lieber in den Steinbruch gehen, um seine Aggressionen los zu werden.

Nur weil es immer häufiger zu Gewalt im Sport kommt, denken noch einige, dass die grundsätzlich dazu gehöre...

Bitte denkt mal etwas mehr nach...

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Nachgefragt bei ...

@Marco Bertram,
... sorry, aber selten solchen Stuß gelesen "Davon ganz abgesehen, finde ich es persönlich erstaunlich, zu einem Abendspiel (Anpfiff 18:30 Uhr) als Gästefan sein kleines Kind mitzunehmen."
Die Pänze können und werden auch auf der Heimat pennen. Gerade denen macht es bekanntlich wenig aus, wo sie schlafen (können). Ich nehm meine Tochter auch zu Abendspiele mit ... das sind meist sogar ihre Highlights der Saison.
Ich stimme dir aber zu, das man sich selbst fragen sollte "Welches Spiel geht, welches nicht?" (ich als Düsseldorfer würde mein Kind auch nicht, zum Gastspiel in *öln oder bei den Ost-Holländern, mitnehmen). ABER !!! ...

War dies wirklich bedingt, so in Dortmund, zu erwarten???

Egal, was im Voraus (z.B. Medial) durch das Netz ging ... nix - Rechtfertigt, Erklärt oder gar Entschuldigt - das Verhalten von dem Dortmunder Pöbel (gegenüber den Pänzen und Frauen).

Im Großen und Ganzen trotzdem ein Objektiv geschriebener Beitrag, deinerseits.

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Sehr guter Kommentar

Marco.
Bisher gingen die Sicherheitskonzepte meistens gut auf (Rostock, Dresden, Köln). Jetzt leider eben nicht. Auch ich finde es befremdlich kleine Kinder zu einem Abendspiel mit anschließender Busfahrt mitzunehmen. Auch sind viele nur interessiert möglichst schnell ins Stadion zu kommen (Handtuchmentalität für die Plätze) und schauen da kaum nach links und rechts. Hier sollten wir RBL-Fans auch unsere Blicke schärfen und nicht zu viel Vertrauen in Sicherheitskonzepte stecken. Bin mal gespannt, wie es bei der Hertha am Olympiastadion wird.

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Bester Artikel, den ich bislang zum Thema gelesen habe.

Als Blauer kommt einen das Geschilderte bekannt vor. In DO ist - kommt man mit der kompletten Kapelle - keine Fantrennung möglich, da sich spätestens vor der Nordtribüne an der Strobel alles wieder trifft. Uns sind spätestens seit 2007 auch jährlich die Flaschen, Dosen, Spaten etc. um die Ohren geflogen, immer wieder an den gleichen Stellen... geändert hat sich wenig.

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Hi.

Thema: Verhalten Auswärts!
Denkt Ihr wirklich die Dortmunder hätten die Leipziger nicht angegriffen wenn Sie auf Ihre Schals oder Trikots verzichtet hätten?
Bin gegen Pfefferspray aber dort wurde es eindeutig zu wenig eingesetzt.

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Hallo,

jetzt doch noch ein paar Worte von mir.
Wenn ich einige kritische Kommentare durchlese, bezweifle ich, dass der Bericht wirklich komplett gelesen bzw. verstanden wurde.
Eine Schuld weise ich niemanden zu. Davon ganz abgesehen von den Leuten, die handgreiflich wurden oder Gegenstände warfen. Vielmehr wurde im Artikel die Gesamtsituation analysiert. Wer seit 25 Jahren beim Fußball auf Achse ist, hat ein gewisses geschärftes Auge für solche kritischen Situationen wie am vergangenen Samstag. Was nicht heißen soll, dass ich ein passendes Sicherheitskonzept hätte. Wie beschrieben: Jedes Konzept hätte seinen Nachteil mit sich gebracht.
Zu den Frauen und Kindern: Im Text steht nicht, dass man keine Frauen und Kinder mit zum Fußball nehmen soll. Es ist halt nur wichtig, abzuwägen. Ich überlege mir dreimal, wann und wohin ich meinen 7-jährigen Sohn nehme. Das Gleiche würde auch für jede andere Großveranstaltung gelten. Risiken gibt es immer. Gefährliches Gedränge. Ein aggressiver Ordnungsdienst. Steckenbleiben in einem Shuttlebus. What ever.
Davon ganz abgesehen, finde ich es persönlich erstaunlich, zu einem Abendspiel (Anpfiff 18:30 Uhr) als Gästefan sein kleines Kind mitzunehmen. Soll jeder handhaben wie er möchte, jedoch gibt es immer einiges zu bedenken. Völlig gleich, ob ich mit dem Kind zum Fußball oder zu einem Konzert, etc. gehe.
"Schuld" hat kein Gästefan. Dieses Wort ist nicht passend. Auf jeden Fall hätten die mitgereisten RB-Fans besser informiert werden sollen. Gleiches würde gelten, wenn ich als Tourist an die Copacanana reise. Renne ich dort quasi ins offene Messer, ist der Schuldige immer noch der Täter, der den Überfall begeht, doch würde man mir als Opfer im Nachhinein sagen: Aber mehr Vorsicht hätte Not getan.
Ein Fußballspiel - und das gilt für ganz Europa oder halt für die ganze Welt - ist kein Kirchenkonzert. Es gab, es gibt und es wird immer gewisse Risiken geben.
Um es noch einmal auszudrücken: Angriffe und Würfe von Gegenständen sind nicht zu entschuldigen. Ob beim Fußball, bei Demos oder sonstwo. Das muss im Text - glaube ich - nicht hundertmal erwähnt werden.

Mit besten Grüßen
Marco Bertram (turus.net)

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Schade ein nicht wirklich guter Objektiver Artikel :(
Sollen Frauen und Kinder zu hause bleiben, da sowas jetzt immer passieren kann? -> Schwachsinn, wo kommen wir denn da hin ? wenn man als Frau Angst haben muss ... Das nächste wenn es für dich so absehbar war, dann sollten deine Fragen an den Verein/Polizei/Ordnungsamt gestellt werden und nicht den Leipzigern eine Mitschuld geben. Diese 3 Gruppen arbeiten im Vorfeld ein Sicherheitskonzept aus, was hier anscheinend versagt hat.
Das nächste, wofür gibt es denn Ordner und Sicherheitspersonal im und vorm Stadion, jaaa RICHTIG diese sollen die Leute kontrollieren, auch die 25000 von der Südtribühne!!!!

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Guten Abend !1 Selten so einen schlechten Artikel gelesen !! Nach dieser Argumentation die ich hier lesen musste wird einem suggeriert wenn man eine Person am Bankautomaten Geld abheben sieht und man der Ansicht ist das ist genug Geld oder es lohnt sich das Geld zu rauben oder die Person ist einem unterlegen dann kann man Sie ausrauben weil Sie hat ja Geld abgehoben und man hat es gesehen (Sie hat ja nicht aufgepasst) !!

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So ist es. Bei der Bild hört man schon bei der Stelle mit den 500 Ultras auf zu lesen.

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Da muss man auch mal fair bleiben: Verstehe manche Kritik an dem Artikel nicht. Hier werden in keinster Weise wir Leipziger zu Tätern gemacht oder die Aktion der BVBler schön geredet.

Auch findet eine tiefgehende Kritik zu allem und zu den Organisatoren statt. Für mich der beste Artikel zum Thema.

Leute lest richtig bevor ihr urteilt. Gruß aus L

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dordmund huuligäns

Leipzig freut sich jetzt erstmal auf die Kölner!

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1.0

schade

habe deine artikel immer mit viel vergnügen gelesen
aber der aktuellen is dir gründlich misslungen.
warum wurde dieses spiel nicht als "hochsicherheitsspiel" eingestuft?
solidarität mit den rbl fans!
an die fitten bvb ultras: räumt in eurem laden auf!

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5.0

Alle sprechen von den armen Leipziger Fans, aber wer spricht denn von den Fans die von den Leipzigern angegriffen wurden ?

Niemand!

Herr Rangnick bitte entschuldigen Sie sich!

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4.0

RB aber auch Fans unverantwortliches verhalten

http://www.blick.ch/news/schweiz/nach-basejumper-tod-hagelt-es-kritik-geht-red-bull-ueber-leichen-id36291.html
Red Bull geht für Werbung über leichen. Rechtfertigt natürlich nicht das die Fans tuen, denn sie sind auch nicht besser, wenn man Menschen bedroht die einfach ein Fußballspiel live sehen wollen.

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5.0

Das Titelbild ruft bei mir eine Erinnerung hervor. Vor ein paar Jahren 2009 als RB Leipzig noch nicht existierte, da verunglückte ein Red Bull Basejumper tödlich, bei einem Sprung für RedBull aber den Brausehersteller interessierte es nicht. Er machte einfach weiter um die besten Marketing-Bilder für sein Produkt zu bekommen.

Ähnlich ist es doch jetzt auch. Wie feierte RB seine Gästefansschar von 8.000 auf der eigenen Webseite ab. 8.000 die dem Produkt folgen. Damit macht man Werbung. Das es auch als Gästefan Regeln gibt, das hat der Konzern seinem Gefolge vergessen mitzuteilen. Scheiß drauf, wenn jemand verletzt wird, hautpsache der Produktname wird 8.000fach in die Welt getragen.

Und das Schlimmste ist, eine bessere PR Kampagne hätte sich RedBull gar nicht wünschen können. Denn nun ist RB Salonfähig und die bösen, bösen BVB Fans bzw. gegen RBL protestierenden Fans sind die Tiere. Denn Dank übertriebenen reißerischen Geschreibsel von Focus, BILD und Konsorten mit Halbwahrheiten und geklautem Material hat die Brause auf den Rücken der Klubfans kostenlose unbezahlbare Werbung für das Produkt erhalten.

Unglaublich wie die Medien inzwischen völlig unkritisch mit dem Produkt umgehen ... leider nicht nur der Boulevard

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4.0

Artikel auf BILD Niveau? Wer meint denn sowas? Schonmal die Bild angeschaut, länger als ein paar zeilen ist da kein Artikel und dazu reißerische Fotos. Klar hat der Artikel hier ein paar Diskussionswürdige Ansätze, aber das ist immer noch turus sowie ich es kenne.

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Klar man sollte die Opfer nicht zum Täter machen, aber wer auswärts fährt sollte auch wissen wie man sich verhält und den, muss man ja schon sagen, aggressiven Mob durch Fingergesten nicht provozieren. Klar werfen von Eiern, oder büchsen geht gar nicht. Verbale Äußerungen hätten sicherlich gereicht

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Die Armen RBL Fans? Von wegen. Wir waren zu dritt auf dem Weg zum Stadion und wurden von einer Gruppe junger und älterer angepöbelt und angespuckt.

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3.0

In Bochum ging es doch auch

...diese Gedanken bzw. diese Gespräche hatten wir mit Polizeibeamten vorm Gästeeingang.
In Bochum war ähnliches asoziales und zahlenmäßig starkes Klientel unterwegs - aber dort hatte die Polizei alles im Griff.
Polizeikette und Ordnerkette, sowie eine halbwegs sichere An- und Abreise...aber hier ein Sicherheitskonzept? Selbst 15 Minuten nach dem Spiel - NICHTS!
Im Stadion gab es vereinzelte Reibereien...aber nichts im Vergleich zum Stadionvorplatz.

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3.0

Schade, dass den RB-Fans hier in diesem Artikel auch mit die Schuld auch mit zugewiesen wird bzw wie in dem unten stehenden Kommentar schön geschrieben wurde "Aber Sie müssen aufpassen Herr Bertram, hier nicht Opfer mit Tätern zu vertauschen. "
Hier hat ganz klar das Sicherheitskonzept versagt und das arbeitet der Verein, die Polizei und das Ordnungsamt aus.
Zu dem schreiben Sie selbst, dass es genügend Ankündigungen real und virtuell gab, warum wurde dann nicht mehr gemacht dafür?

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1.0

...es ist Zeit zu gehen....

Nach vielen guten Berichten ist nun leider Bildzeitung - Niveau erreicht und für mich Zeit diese Seite einfach mal links liegen zu lassen.

Antwort des Verfassers

Hallo Talijan,
vielen Dank für dein Feedback.
Zeit zu gehen? Denke nicht. Tausende Leser sehen das auch ganz anders. Aber es ist völlig in Ordnung, wenn nicht jedem die Berichterstattung schmeckt.
Ob hier etwas BILD-Niveau hat, sollen auch die Leser dieses Magazins und meiner Bücher urteilen.
Beste Grüße
Marco

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Schöner Bericht Herr Bertram. Vielen Dank dafür. Ja im Fussball gab es und gibt es immer auch Gewalt. Und ja die RB Fans waren vielleicht etwas naiv. Aber Sie müssen aufpassen Herr Bertram, hier nicht Opfer mit Tätern zu vertauschen. Die Täter sind hier immer noch die BVB Hools. Nicht die RB Fans. Und das spannende wird für mich sein, welche Konsequenzen sich ergeben werden. Wird der BVB bestraft? Und wenn ja, genauso hart wie manch anderer Ostverein wie z.B. Dynamo Dresden? Oder lassen am Ende die bestens vernetzten Herren Watzke und Rauball ihre Beziehungen spielen und es gibt lediglich ein paar warme Worte der Entschuldigung.

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FFM

Denke nicht, dass allzu viel in FFM passieren wird. Denn dort hat sich die Fanszene noch halbwegs unter Kontrolle und bei dem medialen Sturm (+ potenzielle Strafe für DO) wird man sich eher zusammenreißen, gerade wo es für die Eintracht nach Jahren mal gut läuft.

Davon ab, dass Dortmund im Vergleich zu FFM auch bestimmte politische Gruppierungen hat, bei denen das mit dem Nachdenken eher schwierig ist und im Zweifel dann lieber im Suff durchdrehen angesagt ist.

Man kann natürlich leicht die Schuld auf die Medien schieben, aber ich kenne einige reflektierte Fans, die nicht so eben auf die Medien hören, aber trotzdem ganz anders über Dortmund denken. Wenn ich die Kommentare so lese hat da der BVB einiges an positivem Image verloren. Und RB erhielt dadurch sogar Sympathien...

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Endlich mal ein sinnvoller wertfreier Artikel, nicht wie der Rest der Medienlandschaft, die wie immer nicht dabei waren, aber alles besser wissen indem sie die Polizeipresse abschreiben und Fotos klauen.

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Guter Artikel, aber dies Argument BVB ist eine Aktiengesellschaft und damit ein gleichwertiges Produkt wie RB lasse ich nicht gelten, denn darum geht es nicht. Es geht um die lang erkämpfte Leidenschaft, um da zu stehen wo Dortmund jetzt steht. Davor liegen erfolgreiche und nicht so erfolgreiche Jahre durch die sich Klub und Fans gekämpft haben. Das ist bei RB nicht der Fall. Hier ist das gemachte mit Geld aufgepumpte Nest. Auch wenn der BVB (und auch andere Klus) eines Tages absteigen sollte und Evonik und die anderen Sponsoren weg sind, der BVB und seine Fans sind immer noch da. Ist RedBull auch noch, wenn es mal wieder runter geht?

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