Himmelblau schlägt Königsblau: Chemnitzer FC überzeugt in der Festung Fischwiese

Autor: Red.Sport     veröffentlicht am 16 Januar 2017    
 
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CFC-Fans im heimischen Stadion
Foto: Marcus Hengst

Nach Dresden ist vor Schalke: Der Chemnitzer FC präsentiert sich in einer fabelhaften Vorstellung, sodass er – trotz weniger Ballbesitz – mittels effektiver Chancenverwertung kein Problem hat, den FC Schalke 04, seines Zeichen Europa-League-Teilnehmer, zu besiegen. Nach 90 Minuten hieß es 2:1, Fink und Mast trafen. Das Spiel stand witterungsbedingt auf der Kippe, jedoch befreiten in den Samstagmorgenstunden 40 fleißige himmelblaue Anhänger das Grün von der weißen Pracht, sodass der freundschaftliche Vergleich zwischen dem Chemnitzer FC und dem FC Schalke 04 wie geplant ausgetragen werden konnte.

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Leider kamen nur 8.504 Zuschauer in die „Festung Fischerwiese“; circa 800 davon drückten den Königsblauen die Daumen. In der „Südkurve“ hing – wie üblich bei heimischen Testspielen gegen renommierte Gegner – dir große „Chemnitzer-Fussballclub“-Fahne. Einen organisierten Support gab es aber nicht, ebenso auf der Gegenseite hielt man sich zurück, wenngleich es zu Beginn stimmungsvoll begann. Ein „steht auf, wenn Ihr Schalker seid…“ wurde mit einem „steht auf, wenn Ihr Chemnitzer seid…“ gekontert. Bei „wer nicht hüpft, der ist Borusse…“ folgte „wer nicht hüpft, der ist ein Auer…“. Bis auf einen Wechselgesang auf jeder Seite konnte nichts Nennenswertes hinsichtlich Supports verzeichnet werden. Der Versuch, eine Laola-Welle durchzuführen, scheiterte kläglich.

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Auf dem Rasen geschah hingegen wesentlich mehr: Im Vergleich zum erfolgreichen Auftritt bei der SG Dynamo Dresden veränderte Köhler sein Team auf einer Position. Für Koch begann Cincotta. Auf Seiten der Schalker wurden aufgeboten, was Rang und Namen hatte, dazu gehörten ferner die beiden Winter-Neuzugänge Badstuber und Burgstaller. Im Mittelpunkt stand aber Kapitän Fährmann, der erstmals als Spieler wieder nach Chemnitz zurückkehrte, in die Stadt und zu dem Verein also, wo er groß geworden ist. 

Zunächst gaben die Königsblauen mit viel Ballbesitz den Ton an. Die Himmelblauen wiederum standen tief und kompakt – und lauerten auf Konter. Die erste Chance dazu ergab sich nach 13 Minuten und war gleich von Erfolg gekrönt. Cincotta, Fink und Grote machen das Spiel schnell und überwinden damit die Schalker Viererkette. Fink nutzt den Platz, den ihn Badstuber bietet, und schiebt via Beinschuss zur frühen, überraschenden Führung ein. 

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Schalke hat auch nach dem Rückstand nach wie vor mehr vom Spiel, geht dabei aber in der Offensive schludrig mit seinen Chancen um, so ließen Meyer, Goretzka, Burgstaller und Naldo glasklare Chancen leichtfertig liegen. Chemnitz wiederum nutze seine, zugleich zweite erneut eiskalt aus. Conrad schickt Hansch auf die Reise, der schneller unterwegs, vor allem aber am Ball gegenüber Badstuber ist. Der Pass zum mitgelaufenen Mast ist Formsache, genau wie dieser den Ball nur noch über die Linie drücken muss. Nach 23 Minuten führt der Drittligist gegen den Europa-League-Teilnehmer mit 2:0, was gleichzeitig den Pausenstand darstellte. Mast hatte sogar das den dritten Treffer erzielen müssen, jedoch scheiterte er im direkten Duell mit Fährmann, der via Beinabwehr klären konnte.

Nach dem Seitenwechsel beruhigte sich das Geschehen auf dem Platz zusehends, was vordergründig an den Wechselspielen auf beiden Seiten lag. Bei den Himmelblauen kamen Mbende und Reinhardt in die Partie, später noch Türpitz, Baumgart, Breitfelder und Koch. Schalke wechselte ebenfalls während der zweiten Halbzeit sechsmal aus.

In der 75. Minute gelang den Schalkern noch der Anschlusstreffer, welchen Naldo, der mittlerweile verstärkt im Sturm zu finden war, erzielte. Am Ende waren die Himmelblauen dem 3:1 näher als die Königsblauen den Ausgleich. So klärte Riether einen Reinhardt-Kopfball auf der Linie.

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Die „Südkurve“ zeigte in der 77. Minute das Spruchband: „Dein nächster Anpfiff erfolgt im Himmel - R.I.P. Dieter!“. Am Vortag verstarb Dieter Meißner, der besonders im Rahmen der Schiedsrichterbetreuung sowie als ehrenamtlicher Unterstützer viele Jahre bei den Himmelblauen aktiv gewesen ist, im Alter von 77 Jahren. Kurz vor Schluss meldeten sich die Schalke-Fans mit einen überschaubaren weißen Rauchbombe.

Einen Tag vor seinem 51. Geburtstag hat der Chemnitzer FC mit dem Sieg gegen den FC Schalke 04 erneut für Aufsehen gesorgt. Am kommenden Mittwoch steht bereits mit Wacker Nordhausen das nächste Testspiel auf der Agenda. 

Text & Fotos: Marcus Hengst 

> zur turus-Fotostrecke: Chemnitzer FC

> zur turus-Fotostrecke: FC Schalke 04

Inhalt über
Testspiel
Spielergebnis:
2:1
Zuschauerzahl:
8.504
Gästefans
800
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