Eine Woche nach Schalke 04 und drei Tage nach Real Madrid gastierte Hansa Rostock im Dortmunder Signal Iduna Park. Die Champions League Fahnen wehten noch, aber anders als der spektakuläre Fußballabend der ersten Mannschaft des BVB 09 gegen die Königlichen vor großer Kulisse (2:1), war die Drittligapartie zwischen der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund und Hansa Rostock eher ein mauer Kick vor 76.345 leeren Steh- und Sitzplätzen.
Nur rund 4.300 Zuschauer verloren sich bei kühlen sieben Grad in Deutschlands größtes Fußballstadion, aber an den Anhängern des FC Hana Rostock lag es nicht. Im Gegenteil: Die Mannschaft wurde von 3.500 Fans unterstützt, die die über 500 Kilometer lange Fahrt nicht scheuten (davon folgten nicht wenige dem Reisemotto "Gewalttäter Cord" und kamen im entsprechenden Outfit). Da die erste Mannschaft des BVB 09 parallel in Freiburg spielte (und 2:0 gewann), verloren sich nur wenige Dortmunder Anhänger auf der Westtribüne - die wenigen boten aber auch einen passablen Support.
Spielerisch war die Partie dagegen kein sehenswerter Leckerbissen. Dortmund begann zwar einigermaßen druckvoll und hätte bereits in der fünften und 12. Minute durch Bajner in Führung gehen können, aber die Rostocker Abwehr stand. Das Spiel wurde danach nicht besser. Hansa Rostock schien wie eingeschüchert durch die Größe des Stadions und Dortmund quälte sich über den Platz. Erst zum Ende der ersten Hälfte kamen die Rostocker zu zwei Chancen in der 39. und 43. Spielminute.
Nach Wiederanpfiff plötzlich verkehrte Welt. Nun spielte Rostock und kam zu einigen Tormöglichkeiten, unter anderem durch Mendy, und auch auf den Rängen tat sich etwas. Rund um die 75. Spielminute kam Bewegung in den Rostocker Block. Mit reichlich Verspätung aufgrund von Anreiseproblemen strömten die Suptras und andere Anhänger auf die untere Nordtribüne und machten gleich ordentlich Dampf in Form von Gesang und Rauch - leider aber auch mit einem völlig überflüssigen Böllerwurf, der direkt neben dem Dortmunder Keeper Alomerovic explodierte. Schiedrichter Martin Thomsen unterbrach daraufhin die Partie für einige Minuten.
Weiter ging es und zwar mit Dortmund: Hofmann vergab in der 78. Spielminute und drei Minuten später nutzte auch Demirbay nicht die Chance zur Führung. Am Ende blieb es beim 0:0. Die Dortmunder rangieren mit elf Puntken auf dem 19. Tabellenplatz, während Hansa Rostock den Anschluss an die Spitzengruppe der 3. Liga verpasste, da Preußen Münster in Karlsruhe verlor. Die Rostocker stehen mit 25 Punkten auf Platz sechs der Tabelle. Nächste Woche reisen die Dortmunder zum SV Wehen Wiesbaden, während die Rostocker den 1. FC Saarbrücken empfangen.
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