RW Essen gegen FC Kray: Vom Ascheplatz bis in die volle Bude

Autor: Red.     veröffentlicht am 29 September 2012    
 
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Das hätten die Verantwortlichen des FC Kray vor gut 1 1/2 Jahren wohl selber nicht geglaubt, dass sie in so kurzer Zeit in einer Liga mit dem Traditionsverein Rot Weiss Essen spielen würden. 2011 in der Landesliga noch auf Ascheplätzen unterwegs, katapultierte ein Aufstieg, der direkte Meistertitel in der Niederrheinliga 2012 und die Regionalligareform sowie die erfolgreiche Relegation gegen den KFC Uerdingen, den FC Kray in die Regionalliga West. So kam es heute im Stadion Essen zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Essener Vereine in einem Punktspiel, dass sich 11.037 Zuschauer (rund 300 Fans aus Kray) im Stadion Essen (neue Bude) nicht entgehen lassen wollten.

Freundschaftlich war die Atmosphäre zwischen den Klubs, sind doch sowohl unter den Anhänger als auch unter den Spielern des FC Kray viele RWE-Fans. So hissten die FCK-Fans ein Banner mit dem Wortlaut (Zitat) "Ein Herz - Eine Stadt - Zwei Vereine". Alles andere als in Freundschaft sehen sich indes die Essener Ultras (und bundesweit gesehen nicht nur die) mit dem Deutschen Fußball Bund (DFB). Vor allem durch das derzeitige Agieren des Verbandes fühlen sich viele Fans benachteiligt und teilten dies in den vergangenen Wochen neben intensiven Sprechchören vor allem durch auffällige Banner mit. So starteten die Essener Ultras ihre Banner-Aktion im Spiel gegen den FC Kray mit dem in deutschen Stadion schon fast in Mode gekommenen Bannerspruch (Zitat) "Fick Dich DFB", gefolgt von einem etwas sanfter klingenen Banner mit dem Wortlaut (Zitat) "DFB, wach doch endlich auf, Ein Kodex wäre Freiheitsmissbrauch!" und (Zitat) "Pro Stehplätze von der Bundesliga bis zur Kreisliga C! Wer schützt die Fans vor dem DFB?" sowie abschließend "Ihr geht zu weit - wir gehen weiter! Lang leben die Ultras". Wie und in welcher Form der DFB auf diese neue Art der Fankultur reagieren wird bleibt abzuwarten: Entweder er versteht dies als Warnsignal bzw. Gesprächssignal oder er bittet wie bereits geschehen (Union Berlin und Fortuna Düsseldorf) die Vereine einfach weiter zur Kasse.

Zum Spiel: Beherzt ging es von Beginn an zur Sache. Schon in der ersten Minute hätte sowohl RWE als auch der FCK in Führung gehen können. Nach dem spektakulären Beginn verflachte das Spiel und wurde zu einem Derby ohne Biss, das geprägt war von Fehlpässen. Erst in der 42. Spielminute erlöste Benedikt Koep die RWE-Fans mit seinem Treffer zum 1:0. Nach der Pause drängte RWE auf das Krayer Tor und Vincent Wangner versenkte den Ball in der 49. Spielminute aus spitzem Winkel im Tor. RWE kam nun zu einigen Großchancen. Kerim Avci präsentierte den Zuschauern in der 68. Spielminute einen gefühlvollen Heber über den FCK-Torwart Omar Allouche zum 3:0. Was folgte, waren zahlreiche ungenutzten Chancen für die Rot-Weissen. Den 3:1 Entstand besorgte Kevin Barra vom FC Kray nach einem simplen Freistoßtrick, den RWE komplett verschlief.

3:1 bzw. 1:3, so das war auch das Ergebnis im letzten Aufeinertreffen der beiden Teams im Niederrheinpokal vor einem halben Jahr. Durch den heutigen Sieg rückt RWE auf Platz zwei mit 22 Punkten in der Tabelle vor. Auf Platz 1 rangiert mit 25 Punkten die zuletzt schwächelnde Viktoria aus Köln. Der FC Kray steht mit 9 Punkten auf Platz 16 der Tabelle der Regionalliga West. Der FC Kray spielt in der kommenden Woche gegen SSVg Velbert und Rot Weiss Essen reist zur zweiten Mannschaft von Schalke 04 nach Herne (Wanne-Süd).

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