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Viktoria Köln vs. Sportfreunde Siegen: Die lange Suche nach dem passenden Stadion

Autor: Marco Bertram   veröffentlicht am 08 Mai 2012    
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koelner domNach der Pflicht kommt nun die Kür. Der Aufstieg in die Regionalliga West konnte bereits in trockene Tücher gebracht werden. Nach dem 2:1-Erfolg beim TuS Erndtebrück durften die Spieler und die rund 150 mitgereisten Fans von Viktoria Köln 1904 ausgelassen feiern. Am morgigen Mittwoch geht es für die Kölner beim Nachholspiel gegen Sportfreunde Siegen allein darum, den ersten Platz zu festigen. Ursprünglich angesetzt war dieses Duell bereits für den 11. März 2012, doch kam es auf Grund der Sicherheitsdebatte und diversen Stadionbelegungen zu einer Spielverschiebung.

Bereits am Ende des vergangenen Jahres wurde diese Begegnung von den Kölner Polizeibehörden als Risikospiel eingestuft. Die Konsequenz daraus: Eine Austragung im Sportpark Höhenberg kam aufgrund der Infrastruktur und der Größe des Stadions (nur eine Sitzplatztribüne mit 3.000 Plätzen) für die Behörden nicht infrage. Als alternative Austragungsorte kamen das RheinEnergieStadion in Köln-Müngersdorf, das Franz-Kremer-Stadion, das Städtische Stadion in Bergisch-Gladbach und der Bonner Sportpark auf den Prüfstand. Das Südstadion des SC Fortuna Köln stand indes nicht zur Debatte.
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Geplante Veranstaltungen und Absagen brachten am Ende zum gewünschten Termin nur noch einen Kandidaten hervor: Das Städtische Stadion in Bergisch-Gladbach. Die Stadt erteilte die Genehmigung, doch ein Veto wurde nach eingehender Prüfung von der örtlichen Polizei eingelegt. Der schlimmstmögliche Fall war nun eingetreten. Ein Spitzenspiel, auf das alle entgegenfieberten. Aber kein Stadion, das zur Verfügung stand. Viktoria Köln blieb nichts anderes übrig, als die Sportfreunde Siegen zu bitten, einer Spielverlegung zuzustimmen. Faires Entgegenkommen aus Siegen. Einer erneuten Suche nach einem passenden Spielort für das Nachholspiel stand nichts mehr im Wege.

police nrwMit der Terminverlegung auf den 9. Mai 2012 keimte die Hoffnung auf, womöglich das Franz-Kremer-Stadion nutzen zu können. Diese Hoffnung zerplatzte wie eine Seifenblase. Der Stadioneigentümer ließ mitteilen, dass dieses zum gewünschten Termin nicht zur Verfügung stünde. Da man keinesfalls zum ungeliebten Rivalen ins Südstadion umziehen wollte, blieb nichts anderes übrig, als beim Bonner SC anzufragen. Der Sportpark Nord würde genügend Platz für das Spitzenspiel der NRW-Liga bieten. Zudem könnten die polizeilichen Einsatzkräfte jegliche Vorsichtsmaßnahmen wie Pufferblöcke, Absperrungen, etc. treffen.
Das sahen auch die Stadt Bonn und die Bonner Polizeidienststelle so, denn Viktoria Köln erhielt die Zusage. Wer nun dachte, man sei am Ziel, der hatte die Rechnung ohne die ZIS (Zentrale Informationsstelle der Polizei beim Innenministerium in Düsseldorf) gemacht. Diese legte kurzerhand Veto ein – und schon wieder begann die Suche nach einer geeigneten Spielstätte.

Allerdings kam die ZIS in Zusammenarbeit mit der Kölner Polizei zu dem Entschluss, dass sich auf Grund der Terminverschiebung die sportliche Brisanz auf ein überschaubares Minimum reduziert hatte. Einer Austragung im Sportpark Höhenberg stand nun überraschenderweise nichts mehr im Wege. Die Verantwortlichen und die Anhänger von Viktoria Köln sind überaus erfreut darüber, endlich die optimale Lösung gefunden zu haben, und sehen einem hoffentlich friedlichen Fußballfest vor heimischer Kulisse positiv entgegen.
Foto oben: Rotes Licht in Kölle
Foto unten: Polizei in NRW


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