Donnerstag, 24 Mai 2012

BFC gegen FCK: Klares Versagen der Ordner, Polizei, Fans und Medien

altEs gibt nichts schönzureden. Samstag 17:15 Uhr. Die Ereignisse im Berliner Jahn-Sportpark waren kein Glanzpunkt deutscher Fußballgeschichte, nicht für die Fans, nicht für die Ordner und schon gar nicht für die Polizei und die Medien. Die Wogen sind längst noch nicht geglättet. Die hässlichen Ereignisse nach dem DFB-Pokalspiel werden in zahlreichen Foren heiß diskutiert. Dabei geht es äußerst emotional zu, zahlreiche Threads mussten gar zwischenzeitlich geschlossen werden. Hinzu kamen eine merkwürdige Pressemitteilung der Berliner Polizei und eine kuriose Berichterstattung zahlreicher Medien. Als Verein konnte der BFC Dynamo mehr oder weniger nur hilflos zuschauen und ein Entschuldigungsschreiben verbreiten. Was sollte er auch anderes tun?

Manch ein Medienvertreter sprach dem BFC Dynamo sogar die Daseinsberechtigung ab. Mit welchem Recht? Hätte man stets mit diesen Maßstäben angesetzt, würde es beispielsweise längst keinen 1. FC Köln geben. Der Grund? Am 6. Dezember 1992 schnitten Kölner Hooligans (mit Nikolausmützen behelmt) im Parkstadion in Gelsenkirchen den Zaun des Gästebereichs auf und stürmten auf das Schalker Publikum der Haupttribüne. Abscheulich! Gewiss! Die Folgen? Stadionverbote. Geldstrafen für den Verein. Ein besseres Sicherheitskonzept beim nächsten Spiel zwischen Schalke 04 und den Geißöcken. Die SG Dynamo Dresden, der FC Hansa Rostock, der FC Energie Cottbus, der Hallesche FC, aber auch Eintracht Frankfurt und Hertha BSC sowieso wären längst von der Fußballlandkarte verschwunden.

Ein Aufschrei? Weinrote Brille? Zu dicht am BFC Dynamo? Damit man sich versteht. Wer in der ersten Reihe im Gästeblock die Fäuste schwingen ließ, hat in keinem Stadion der Welt etwas verloren. Anzeige! Stadionverbot! Eine hohe Geldstrafe für den Verein? BFC Spieler nach dem SchlusspfiffJa, denn letztendlich ist er für das Sicherheitskonzept und den Ordnerdienst verantwortlich. Womit wir beim nächsten Punkt wären. Nach der allgemeinen Schlammschlacht nimmt auch die Presse mehr und mehr den Ordnerdienst ins Visier. Was war dort schief gelaufen? Wie konnte das Tor geöffnet werden? Eigentlich müsste die Frage ganz fix von der Polizei beantwortet werden, denn nicht weit entfernt stand rechts von der Anzeigetafel ein weißer Kleinbus mit der nötigen Technik. Solche, wie sie bei Fußballspielen und Demonstrationen stets eingesetzt werden. Die Nahtstelle nicht im Blick gehabt? Die Einsatzkräfte bereits zurückgezogen?

Ein Pufferblock ist dafür da, dass er seine Funktion erfüllt. Spätestens, als es an den Zäunen von beiden Seiten zu Verbalattacken kam, hätte die Polizei diesen Block abriegeln müssen. Bei jedem sonstigen Spiel passiert dies, bei jeder Demonstration kann bewundert werden, wie rasant schnell die Einsatzkräfte agieren und reagieren können. Nach dem Spiel BFC – FCK passierte erst mal gar nichts – von Seiten der Polizei.  

Was genau ist überhaupt geschehen? Kurz vor Abpfiff wurden im Lauterer Fanblock weiße Taschentücher gewedelt. Dieses Ritual hat ihren Ursprung in Spanien, wo jedoch meist nicht der Gegner mit der so genannten „Pañolada“ verhöhnt wird, sondern die eigene Mannschaft, wenn sie schlecht gespielt hat. Für die FCK-Fans gehört das Winken mit den Taschentüchern inzwischen zu ihrem aktiven Support und sollte respektiert werden. Als echte Provokation kann dies mit Sicherheit nicht gesehen werden. Die „Auf die Fresse!“-Rufe von Seiten der BFC-Kurve waren nicht nett, gehören allerdings zum festen Repertoire zahlreicher Fanblöcke in ganz Deutschland. Bei Fouls, Rangeleien auf dem Rasen, Spruchbändern auf der Gegenseite – immer wieder hallt dieses „Auf die Fresse“ durch die Stadien und meistens noch weit schlimmere Flüche – also eine akzeptierte Normalität und kein Grund zur Erschütterung.

Unmittelbar nach Abpfiff liefen die FCK-Spieler zum Abklatschen zur Gästekurve, in der sich rund 2.000 Fans und Ultras befanden. Etwas verzögert gingen auch die erschöpften Spieler des BFC zu ihrem Anhang. Indes tat sich am Pufferblock einiges. Verbalattacken von beiden Seiten. Randale auf den RängenGerangel an den Toren zum Innenraum (auf BFC-Seite). Als sich plötzlich oben das gelbe Sicherheitstor öffnete, gelangte der erste Schub Krawallmacher in den Pufferblock. Während ein Großteil der Lauterer Zuschauer bereits in Richtung Ausgang lief, warteten die Ultras des FCK noch einen Moment ab. Transparente mussten verstaut werden. In ihren Händen noch die grauen Fahnenstangen aus Plastik. Das in den Medien verbreitete Faktum, dass die BFC-Hooligans mit Stangen in den Block stürmten, ist deshalb eindeutig falsch und als Erfindung der jeweiligen Journalisten zu werten, die ihre Artikel noch ein wenig martialisch aufpeppen wollten.

Noch warteten die FCK-Ultras an der unteren Ecke ab, die Fahnenstangen immer noch in den Händen. Manch einer hing am Zaun und gestikulierte wild, einer zog sich gar eine dunkle Sturmhaube über. Mehrere Fans – unter ihnen auch Kinder und Frauen – wurden über Tor 7 in den Innenraum gelassen, eine gute Entscheidung der Ordner. Nach kurzem Abwarten drängten schließlich auch die restlichen Fans und Ultras des 1. FC Kaiserslautern in die obere Ecke des Gästebereichs. Die Lage wurde ernst. Oberhalb von Tor 6 fanden sich erste behelmte Polizisten ein, doch diese konnten die folgenden Ereignisse nicht verhindern. Auf dem Gang auf Höhe von Tor 6 kam es zu ersten Faustattacken. In erster Reihe: Typen mit schwarzen Sweatshirts und schwarzen Jacken. Zeitgleich öffnete eine Ordnerin das Tor 5 und zog einen verängstigten FCK-Fans in den Innenraum.

Eine Minute später kam es zu den Bildern, die besonders medienwirksam wurden. Gedränge am äußeren Zaun. Auf dem Boden liegende Fahnenstangen wurden nun von beiden Seiten benutzt. Gezielte Faustschläge erfolgten von Randalierern, die aus der BFC-Kurve kamen. Manche mit weinrotem Shirt, manche komplett in zivil. BFC Fans stürmen den GästebereichTritte gegen am Boden liegende Fans. Bilder, die kein Mensch in einem Fußballstadion sehen möchte. Einem Fan mit weinrotem Shirt war dies zu viel, er schubste einen Schläger von seinem Opfer weg. Den Rest erledigte die Polizei. Während am oberen Rand des Blocks wie in einem polnischen Provinzstadion mit den Plastikstöcken gedroschen wurde, setzte die nachrückende Polizei im unteren Bereich nun gezielt Pfefferspray ein. Zwei Männer in grauer und olivegrüner Jacke, die quer über die Sitze nach oben gelangen wollten, bekamen eine volle Ladung mitten hinein ins Gesicht.

Dieses ganze Chaos hätte verhindert werden können, wenn das Zwischentor geschlossen geblieben wäre und die polizeilichen Einsatzkräfte bereits direkt nach Spielschluss eine Polizeikette im Pufferblock gebildet hätte. Ja, es hätte auch so zu Bierbecherwürfen und Angriffen auf die Polizei kommen können, doch zumindest hätte der FCK-Anhang friedlich abziehen können.

Es ist einfach unbegreiflich. Beim Oberligaspiel zwischen Germania Schöneiche und dem BFC sorgten sage und schreibe zwanzig Mannschaftswagen dafür, dass die 150 angereisten Berliner keinen Ärger machen. Beim Auswärtsspiel bei Brandenburg Süd waren sogar Einsatzkräfte aus Sachsen im Einsatz. Schöneiche gegen BFC DynamoEine verbale Provokation hatte damals genügt, um Reizgas in den bereitgestellten Sonderbus zu sprühen. Und beim Risikospiel BFC – FCK glänzt die Polizei durch Abwesenheit im Pufferblock. Man kann und will es einfach nicht verstehen. Die Berliner Polizei ist in Übung, sicherte stets perfekt die Risikospiele zwischen dem 1. FC Union und Dynamo Dresden ab. Im Jahn-Sportpark war es dagegen nicht möglich, die hundert, ja vielleicht auch zweihundert, krawallsuchenden Typen aufzuhalten, die nun das Image des BFC Dynamo endgültig ramponierten.

Immer wieder wird die Frage gestellt: Waren die Randalierer echte BFC-Anhänger oder doch nur erlebnisorientierte Krawallmacher im Kielwasser der Anhängerschaft? Letztendlich spielt es keine Rolle, und trotzdem darf und muss diese Frage gestellt werden. Der feste Stamm, der die Mannschaft in der Oberliga seit Jahren begleitet, tauscht sich aus. Im Vereinsheim, in den Foren, bei Auswärtsspielen. Der Verein kann Einfluss auf die Fans nehmen, mit den Ultras der Fraktion H reden. Keinen Einfluss hat man auf Leute, die einmal im Jahr oder gar alle paar Jahre ein weinrotes Shirt überstreifen, um zum „Match of the year“ zu gehen, in der Hoffnung, dass es richtig knackig werde.

8.000 Leute unterstützten den BFC beim DFB-Pokalspiel am Samstag. Zuletzt waren ähnlich große Zahlen beim Relegationsspiel gegen den 1. FC Magdeburg zu verzeichnen. Und das ist über zehn Jahre her. Selbst 2006 waren es nicht so viele – und das beim Derby gegen Union Berlin. Rauchbombe im BFC BlockOb Hallenser, Leipziger, Polen, Berliner – Fakt ist natürlich, dass solch ein Spiel des BFC ungeheure Anziehungskraft hat. Die hat ein Spiel von Dynamo Dresden auch, doch dort verläuft der Ticketverkauf regulierter – nicht ohne weiteres können dort eben mal so hunderte Hooligans, Krawallmacher, Erlebnisorientierte, Krawalltouristen (wie immer man sie nennen möchte) einsickern.

Fakt ist auch: Der Verein und auch der harte Kern der Anhängerschaft werden die Sache auswerten. Werden Personen identifiziert, wird es Anzeigen geben. Sind altbekannte Gesichter dabei, werden sie so schnell kein Spiel des BFC mehr besuchen. Vor die Augen des Fanbetreuers Rainer Lüdtke und all den Haudegen der 79er brauchen diese nämlich nicht mehr zu treten.

Wie es weitergeht beim Verein, ist schwer zu sagen. Sollte der BFC wirklich in die Regionalliga aufsteigen, wird es brisante Partien gegen den HFC und den FCM geben.

Manch ein Medienvertreter wird mit Argusaugen die Dinge beobachten. Und wer die Texte und Fotos für die großen Presseagenturen schreibt, sitzt an einem ganz, ganz langen Hebel und trägt viel Verantwortung, denn leider Gottes nutzen viele Magazine und Zeitungen nur diese gekauften Berichte von dpa und Co. Manch eine deftige Überschrift ist publiziert worden, ohne dass auch nur ein Vertreter dieses Mediums vor Ort, geschweige hautnah an den Geschehnissen war. Alleine am Samstagabend waren über Google News 300 Meldungen von Spiegel, Focus, Bild, Morgenpost, Stern und regionalen Medien zu finden, die sich alle auf einen dpa-Bericht (gutes Geschäft für Deutschlands größte Nachrichtenagentur) stützten und auch deren Fotos verwendeten. Einige Medien erwähnten die Quelle, manche ließen sie im Text weg. Der Eindruck ist nicht wegzuwischen: Mit den Schlagworten Hooligans, Ausschreitungen oder Randale lassen sich Quote, Auflage, Klicks und Page-Impressions machen, da werden dann auch mal Kleinigkeiten von den Medien umgedreht und Sachen hinzugedichtet, nur um das Geschehene noch gewalttätiger aufzupeppen.

Deshalb: Versagt haben alle am Samstag, keiner ist von Schuld frei.

> zum ersten turus-Bericht über das Pokalspiel

> zur turus-Fotostrecke: BFC Dynamo

> zur turus-Fotostrecke: 1. FC Kaiserslautern

Gesendet: 23 Aug 2011 13:20 von Lauterer Rüpel #16992
Ach wie schlimm war der BFC. Schaut mal selber auf Eure eigenen Taten, am besten vom letzten Wochenende: "Am Sonntag um 02.00 Uhr bewarfen Fans des 1. FC Kaiserslautern am Hauptbahnhof in Bingen Bundespolizisten mit Steinen und Flaschen. Beim Halt des anlässlich der Fußballbegegnung zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FC Kaiserslautern eingesetzten Sonderzuges stürmten plötzlich 250 bis 300 Lauterer Fans aus dem Zug auf den Bahnsteig. Wie sich herausstellte hatten sie eine Gruppe von etwa 30 Mainzer Fans am Bahnhof in Bingen entdeckt."
www.presseportal.de/polizeipresse/pm/701...r-rueckfahrt-mit-dem
Gesendet: 05 Aug 2011 03:28 von Schütze #16900
Erstmal zur Försterin vieleicht solltest Du Dich weg scheren aus solchen Foren.
Ansonsten kann ich nur sagen es war eine gute Stimmung vor dem Spiel und wärend des Spiels ( auch wenn 6 Böller und 2 Rauchbomben gezündet wurden. Was natürlich nur beim bösen BFC passieren kann und sonst nirgens in der Liga vorkommt ) auch außerhalb des Stadions mit einigen FCK Fans. Wenn sich aber 200 FCK Fans vor dem Spiel im Internet im Internet als gewaltbereite H. ankündigen, Zieht es ebend auch den Mopp an, der wahrscheinlich nichts mit dem BFC zu tun hat an. Wir sind eigentlich solangsamm zu einem Familienverein geworden und achten selbest in unseren Reihen das nichts passiert. Aber bei 8000 im BFC Block kann man ebend nicht 50 bis 100 Idioten erkennen die nur auf den Schlußpfiff gewartet haben um zu sehen ob er FCK wirklich H. mit gebracht hat.
Will mich für den Mist nicht entschuldigen habe aber dass Gefühl, dass man uns um jeden Preis los werden will und dass wollen wir nicht.
Gesendet: 05 Aug 2011 01:00 von Dankender Mitanwesender #16899
Ein Bericht der den journalistischen Pflichten- nicht zuletzt wegen der persönlichen Anwesenheit vor Ort, der Beobachtungsgabe und dem Hinterfragen kausaler Abläufe- entspricht!

Der verlogene Randale-Literatur-Voyeurismus vieler Gutmenschen sichert in einem aufgeklärten, pressefreien und demokratischen Medienumfeld interessierten Konsumentenzulauf sobald die Journalie mit abgeschriebenen Bösigartigkeiten das über Jahre gewonnene Meinungsbild zu bestätigen scheint.
Gesendet: 03 Aug 2011 20:23 von Pfälzer #16890
Ich finde den Bericht bon Herrn Bertram sehr gut und ausgewogen. Es ist nicht fair, einen ganzen Verein (BFC) zu verdammen, nur weil leider einige gewaltbereite "Fans" die große Fußballbühne für ihre Aktionen nutzen. Dies geschieht wie auch richtig geschrieben, nicht nur beim BFC Dynamo. Am Sonntag gab es beim DFB-Pokalspiel zwischen SVN Zweibrücken und FSV Mainz 05, das im Homburger Waldstadion ausgetragen worden war, auch Prügelszenen zwischen "Anhängern" aus Mainz und der Polizei. Ich wünsche dem BFC ruhigere Zeiten und den Aufstieg in die Regionalliga.
Gesendet: 03 Aug 2011 19:07 von Ralf Schmahld (turus) #16889
Nachtrag zum letzten Kommentar. Das wir nicht das Presseorgan des BFC sind kann man auch hier sehen:
www.turus.net/sport/6378-dfb-pokal-nicht...ner-hexenkessel.html

www.turus.net/sport/6387-fussballerlebni...ot-weiss-erfurt.html

www.turus.net/sport/6367-brennende-ostku...hum-fotos-video.html

Wir würden uns freuen, wenn manch einer bevor er über uns urteilt, sich auf der Webseite umschaut. Danke
Gesendet: 03 Aug 2011 19:02 von Ralf Schmahld (turus) #16888
@Anno
Vielen Dank für die Kritik und danke das Sie / Du sich solange damit beschäftig hast. Kritik nehmen wir auf, lassen uns aber nicht vorwerfen parteiisch zu sein. Unsere Kritik an den Medien ist denke ich berechtigt, denn was hat es mit Journalismus zu tun, wenn man einfach eine Meldung von dpa kauft und diese mit nicht wahren Tatsachen sowie einer fetzigen Überschrift unterfüttert? So ausführlich wie hier und auch in der Vergangenheit Marco berichtet, das macht heute keiner mehr freiweilig. Deine Sicht, das der Artikel "eindimensional" sei kann ich nicht nachvollziehen. Er ist sogar fünfdimensional, wenn man es so ausdrücken will: Er blickt, auf die Fangruppen, die Ordner, die Polizei und die Medien und Ihr Argument wir würden pro BFC schreiben ist nicht haltbar. Wenn dem so wäre, hätten wir mit Sicherheit längst die vielen Beiträge hier, die sich gegen uns wenden, gelöscht, sowie es andere Medien bei konstruktiver Kritik tun.

Das fänden wir nicht fair und das ist auch nicht unser Ziel: Wir bleiben bei unserem Schreibstil und bei unserer Richtung, wenn jemand meint wir schreiben Pro BFC ist das seine Meinung nicht unsere.

Gruß Ralf (aus Köln und nicht Berlin)
Gesendet: 03 Aug 2011 18:32 von Anno #16887
Dass in diesem Artikel die "Verantwortung der Medien" angesprochen wird ist blanker Hohn und ein Schlag ins Gesicht für diejenigen, die bei dieser Partie Angst um ihr Leben oder das Leben von Angehörigen hatten. Ja, lieber Autor, Menschen hatten bei dieser Begegnung Todesangst, auch wenn sich nach ihrer Darstellungsweise alles halb so schlimm abgespielt hat. Dass während dieser feigen Attacke auf den Gästeblock hunderte, wenn nicht gar tausende von Heim"fans" johlen und gröhlen, um ihre Begeisterung zum Ausdruck zu bringen, ist erschreckend. Dieser Artikel, der so unheimlich eindimensional berichtet wie es kein anderer Schrieb der sich auf die ihrer Meinung nach minderwertige dpa-Quelle bezieht, versucht einzig und allein alles was möglich ist, zugunsten des BFC und seinen Fans auszulegen. Dem Schreiber hätte ich es gegönnt, mit FCK-Schal zum Spiel anzureisen, dann hätte er weit vor Anpfiff bereits die Gastfreundschaft der BFC-Fans erleben können. Beleidigungen, Drohungen, fremdenfeindliches Gedankengut – es wurde auf fast schon groteske Art und Weise alle Klischees bedient, die man dem BFC zuordnen kann. Aber dem Verfasser dieses Berichts ist es wichtiger, es mit der gesamten (deutschen) Medienlandschaft aufzunehmen und Aufklärung zu betreiben über die mangelhafte Berichterstattung der Konkurrenz. Ich kann mit diesem Ansatz nicht anfangen und finde ihn, genau wie diesen Artikel, auf gut Deutsch, zum Kotzen.

PS: "Deshalb: Versagt haben alle am Samstag, keiner ist von Schuld frei." – Nichts für ungut, Herr Bertram, aber haben Sie das im Journalismus-Fernstudium gelernt, einen Artikel mit einem solch überaus gelungenen Nachsatz zu versehen? Da Sie so herrlich pauschal formulieren, haben also auch die Familien Schuld, die einen schönen Tag bei einem gesellschaftlichen Großereginis verbringen wollten, richtig? Inklusive der Kinder, die vielleicht nicht so oft die Möglichkeit haben, die Spieler ihres Vereins zu sehen? Ein lächerliches Geschreibsel. Und was Sie an der Pressemitteilung der der Berliner Polizei "merkwürdig" finden, will ich gar nicht wissen. Zugegeben: Wenn Sie sich ihres prätentiösen Schreibstils entledigen würde, könnte man den Artikel auf ein paar Zeilen zusammenfassen. Näher möchte ich mich mit diesem Machwerk auch nicht befassen.
Gesendet: 03 Aug 2011 16:28 von Sabine #16885
Ihr so tollen Bürger..Ihr doch so friedlichen Fans des FCK. Eine Frage. Warum stehen in einem wie von euch immer beschriebenen Familienblock des FCK, Hools von diesem..? Die wollten nur mal Berliner Luft schnuppern oder wie..? Stellt euch doch hier jetzt nicht hin, als wäre der FCK die Unschuld vom Lande. Wer war den von euch hinter dem Auswärtsblock..? Familienväter und Muttis, die nur zum Fußballschauen in Berlin waren..? Hört auf..!! Der FCK hat auch eigenen Dreck in seinen Reihen. Doch Zeitungen wie Bild und Co. schreiben lieber das was am besten bei Leuten wie euch, die alles glauben, was ihnen erzählt wird, zieht. Es gehören immer zwei zu solchen Vorkommnissen. Tut jetzt nicht so als wäre der gesamte FCK Anhang auf Kaffeefahrt gewesen. Ihr seit leider zum Teil selbst Schuld. Eure selbst mitgebrachten "Fans" haben euch zum Teil selbst keinen Gefallen getan.

Das soll nn aber nicht als Entschuldigung verstanden werden, für diese Schandtaten von angeblichen BFC Fans, die in Wahrheit nur Pack sind und den Verein mißbrauchen.

IHR MAULHELDEN HIER,IHR ASSI HOOLS VOM SAMSTAG, MACHT EUCH ENDLICH WEG und lasst den Verein,die wahren Fans des BFC und am ende auch den Redakteur langsam in Ruhe.

Dieser macht eine tolle Arbeit. Genau wie viele treue Anhänger des BFC. Was man von anderen Berliner- Vereinen nicht behaupten kann. Diese waschen ihre Hände immer in der Unschuld, obwohl sie genug Leichen im Keller haben.

Der Redakteur macht seit Jahren eine gute Arbeit und auch wenn es um Vereine wie Union oder sonst wen geht. Ihr, die jetzt gegen alles wettert und den Hals jetzt nicht voll bekommt, wünschtet dem BFC auch schon vorher die Pest an den Hals und fühlt euch jetzt nur bestätigt. Obwohl ihr keine blase Ahnung vom Verein an sich habt. Euer Bild beruht nur auf Tatsachen die euch die Medien weiß machen. Und ihr schluckt was ihr bekommt und denkt das ist Gottes Wort in euren Ohren. Das ist das Schlimme daran. Ihr lest zu viel Zeitung, als sich mal lieber mit euch selbst zu beschäftigen. Oder kündigt euer Abo bei der Bild. Das wäre ein Anfang.

Also was wollt ihr..? Kümmert euch um euch und kehrt vor eurer eigenen Tür. Immer mit dem Finger auf andere zeigen aber selbst stapelt sich der Dreck bei euch zur Decke. Ist ja auch so einfacher. Stimmts..?

Der BFC wird jetzt hoffentlich endlich durchgreifen, um den Dreck aus seinen Reihen zu bekommen und um auch solchen Leuten wie euch endlich das Mundwerk zu stopfen.

Viel Glück dabei...
Gesendet: 03 Aug 2011 02:23 von Muff #16873
Es kann aber nicht sein das es jetzt alles die Polizei schuld ist!!! der ganze Verein redet es schön!! der Pressesprecher spricht von 99% friedlicher Fans !! NEIN!!! 10000 - 2500 Teufel = 7500 .. Wenn dann 400 stürmen und noch 200 dahinter stehen und 3000 sich freuen dann sind das nicht 1% !!!!! Verein 5 Jahre aus dem Pokal ausschließen und hoffen das sie nicht aufsteigen!!!
Gesendet: 02 Aug 2011 21:27 von Uli #16872
Wie lange müssen wir uns dieses gewalttätige Nazi-Pack in den Stadien noch gefallen lassen. Die meisten Fans sind ohne Frage friedlich. Aber einige Vereine, wie z.B. auch Eintracht Frankfurt, sollten sich mal was einfallen lassen, daß ihre Stadien kein Sammelbecken für die braune Pest wird.
Gesendet: 02 Aug 2011 15:41 von Mitleser #16869
Der Bericht bringt es auf den Punkt.
War ebenfalls im Stadion, die Stöcke sind von den unzähligen Bannern.
Dann wurden die Banner kurzer Hand umfunktioniert.
Klar das sowas von Unionern kommt. Hilfreicher Beitrag! Top!
Gesendet: 02 Aug 2011 11:26 von Marco (turus-Redaktion) #16868
Noch einmal ein Statement von mir. Uns war klar, dass nach diesem Bericht reichlich Diskussionen aufkommen. Hier im Magazin und in all den anderen Foren.
Dieses "zu nah dran" kann ich einfach nicht nachvollziehen! Ich hätte exakt genauso geschrieben, wäre das Ganze beim Spiel Dresden - Jena, Union - Rostock oder Gladbach - Köln passiert. Vorausgesetzt, ich hätte genauso dicht vor Brennpunkt gestanden. Beim Spiel FCK - BFC war ich nach dem Spiel direkt vor dem Gästeblock, konnte somit alles genau beobachten, was IM Block passiert ist. Über das Geschehen hinter dem Stadion und im oberen Gang in der BFC-Fankurve kann ich hingegen nicht urteilen, weil ich es nicht sehen konnte. Ich habe vom Geschehen einige Fotos und auch Videomaterial, das jedoch nicht online ging. In Ruhe wertete ich immer wieder mein eigenes Material und das anderer Personen, das online verfügbar ist, aus.
Gleich zu Beginn steht deshalb ganz klip und klar: Es gibt nichts schönzureden!
Der Ordnerdienst hatte massive Fehler begangen. Wäre das Tor geschlossen geblieben und hätten Ordner von Beginn konsequent gehandelt, wäre das Ganze erst gar nicht soweit gekommen. Das zögerliche Handeln der Polizei ist für mich auch völlig fragwürdig. Bei wie vielen Spielen war ich? Um die 500 seit 1990? Wie viele Polizeieinsätze habe ich bei Demos und beim Fußball gesehen? Zahlreiche! Häufig interessiert es die Polizei herzlich wenig "was die Vereine wünschen". Da wird gehandelt, und einige Male weitaus zu derb. Wegen Kleinigkeiten wird in die Fanbereiche gestürmt, werden ganze Stadtteile abgeriegelt. Beim Spiel am Samstag war dies nicht möglich, nein? Nur weil Rainer Lüdtke eine defensivere Polizei wünschte??
Das was im Block passierte, ist abscheulich, widerlich. Wie oft soll ich das noch erwähnen? Mit Fäusten auf Fans einzuprügeln ist unter aller Sau! Ja, und es ist bitter, dass Menschen verletzt wurden. Die große Frage bleibt trotzdem: Wie konnte es erst soweit kommen??
Ich muss mich doch nicht fragen, weshalb manche Leute zu wenig Hirn im Kopf haben. Dass es genügend Schläger gibt, ist keine Frage. Die Frage beim Fußball is nur, wie sorge ich auf den Rängen für Sicherheit. Sind Absperrungen erst einmal gefallen und haben Krawallmacher freie Bahn - dann gute Nacht. Nicht ohne Grund werden brisante Derbies / Duelle manchmal von bis zu 1.500 Polizisten abgesichert...
Der Text mag unbequem sein, doch ich lasse mir nicht vorwerfen, hier irgendetwas falsch dazustellen. Seit Jahren schreiben wir von turus mit Verantwortung. Manchmal standen wir sogar mit unserer Meinung alleine da, weil es zu ungemütlich war, die Wahrheit auszusprechen.
Wenn andere Magazine eine dpa-Meldung abpinseln, umschreiben und eine reißerische Überschrift drüber packen - welchen Wert hat das??
Zurück zur Nähe zum BFC. Mag sein, dass bei einem Heimspiel in der Oberliga bei 500 Zuschauern eine gewisse Vertrautheit herrscht, weil man die Leute und zahlreiche Fans bereits kennt. Bei solch einem Spiel wie am Samstag nutzt solch eine "Nähe" rein gar nichts. Die Arbeit im Innenraum kann schon mal ungemütlich werden. Gezielte Bierbecherwürfe, Böllerwürfe. Ganz zu schweigen, wenn es zu einem Platzsturm gekommen wäre. Aber ich möchte nicht klagen, es ist mein Job. Bevor ich über etwas berichte, möchte ich es mit eigenen Augen gesehen haben. Sei es bei einer Demo, bei einem Fußballspiel oder einem anderen Ereignis.
So hatte ich es immer gehandhabt, und so werde ich das auch in Zukunft handhaben. So auch heute Abend beim Drittligaspiel Babelsberg 03 - Rot-Weiß Erfurt...
Beste Grüße
Marco
Gesendet: 02 Aug 2011 09:56 von Schreiber #16867
Wieviele der Schreiberlinge waren (holly Vogel) wirklich am Samstag dabei und wieviele stützen ihre Aussagen nur auf Bilder, Videos aus den medien? Klar es haben einige "auf die Fresse" gerufen, was echt nicht schlimm ist, aber es waren nicht 8.000. Das ist echt Schwachsinn
Gesendet: 02 Aug 2011 03:06 von Ostberliner #16866
Verantwortlich für die Sicherheit ist der gastgebende Verein. Der BFC hat immer wieder um weniger Polzeipräsenz gebeten (Rainer Lüdtke).
Ja, zu nah dran ist der Autor offenbar, das geht so nicht, wenn man einen Bericht schreibt, wo bleibt die Sicht der Opfer? Wo ist Kritik am sich totstellenden BFC?
Videos zeigen die Freude vieler Fans an den sich abspielenden Szenen - und wenig Entsetzen.
Gesendet: 02 Aug 2011 01:59 von Mitleser #16865
Ich war im Stadion und kann die Darstellung von Marco Bertram bestätigen:
-Unfassbar, dass der Pufferblock nicht gesichert war. Die Polizei spielt eine ominöse Rolle. Die Verantwortung auf einen Fünftligsten zu schieben, ist zu billig! Der HAT KEINE ERFAHRUNG mit 10.000-Mann-Spielen.
-Der BFC sollte sich vom Ordnungsdienst "JWD" trennen.
-Bei den merkwürdigen Stangen muss es sich um im Lautern-Block vorhandene Stangen gehandelt haben. Andere Möglichkeit, von Randalierern eingeschleuste ausziehbare Teleskopstangen. Jedenfalls sah ich keine Randalierer mit Stangen da rüber laufen.

-In der Haut von Bonan& den BFC-Spielern möchte ich jetzt nicht stecken.
Gesendet: 02 Aug 2011 01:18 von Vogel #16863
Versagt haben alle am Samstag, keiner ist von Schuld frei.

Das gilt auch für den Autor der hier leider einiges verzerrt darstellt!

"Auf die Fresse"- Rufe, welche während eines Spiels gerufen werden mit solchen zu vergleichen, die erhebliche Teile des BFC "Fanblock" brüllten, in Anschauung des Blocksturms ist schlicht und ergreifend gewaltverherrlichend. Auch kann ein Unrecht nicht mit einem anderen gerechtfertigt werden.

In der Beurteilung der Geschehnisse spielt es doch keine Rolle was vor knapp 20 Jahren in Köln passierte. Wir leben im Jetzt und da kann es doch nicht ernsthaft angehen, dass ein solches Verhalten durch so ein Artikel bagatellisert wird, indem man versucht die Schuld auf möglichst viele Schultern zu verteilen.

Dem BFC war doch klar, dass zu einem solchen Spiel eine bunte Schar von verrückten angelockt wird. Und welche Vorkehrungen wurden getroffen, um das was passierte zu verhindern?

Ich selbst musste schon miterleben, wie in deutschen Stadien der Zutritt verboten wurde, nur weil ein "Scheiß-XXX" Schal getragen wurde. Und auf einigen Fotos kann man Zuschauer mit Glatze und schwarzen Pullovern mit riesigen Hooligan-Schriftzügen wiederfinden. Da frage ich mich, kommt es wirklich überraschend, wenn genau diese Leute später bei den Schlägereien mitmischen?

Wenn hier von Verantwortungsbewusstsein von Journalisten gesprochen wird sollte sich der Autor dieses Artikels mal an die eigene Nase fassen!
Gesendet: 01 Aug 2011 23:03 von holly #16860
Also ich als objektiver Beobachter muß leider feststellen, dass der Bericht doch scheinbar nur ein sehr subjektives Bild eines Verfassers hier darstellt. Ob er gut ist, sei mal dahin gestellt. Ich habe eins beim Spiel festgestellt, Fans, Krawallmacher, Hooligans wie auch immer des BFC Dynamo haben sich in Richtung Lauternblock bewegt und dort mit Stangen auf teilweise wehrlose eingeprügelt. Ich habe auch im Internet recherchiert und habe dort Bilder gesehen, auf denen Frauen direkt durch die Brutalität einiger Schläger der Dynamo Anhängerschaft betroffen waren. Ich habe keine Fans des FCK gesehen, die in den Block des BFC Dynamo eingedrungen sind und dort auf Personen losgegangen sind. Ich habe keine Fans des FCK gesehen, die versucht haben den Platz zu stürmen und Tore zu durchbrechen und ich habe auf Seiten des BFC Dynamo keine Familien mit Kindern gesehen, die vor Angst wegrennen mußten. Einmal mehr hat die häßliche Fratze der Gewalt gezeigt, dass der BFC Dynamo im professionellen Bereich noch lange nichts verloren hat und das es ein gewissen Sozialisierungseffekt zwischen Fans und Verein scheinbar nie wirklich gegeben hat.

"Auf die Fresse" ist ein tolles Argument für friedlichen Fußball. Ich sehe es etwas anders als der Verfasser des Berichtes. Ich denke nicht, dass solche Gewaltgesänge in ein Stadion gehören und schon gar nicht zur Normalität im Fußball geworden sind. Was will man denn mit diesem Ausruf bezwecken lieber Verfasser. Dem sportlichen Ehrgeiz auf dem Platz wecken, oder dem Spieler Anerkennung für seine Leistung auf dem Platz geben??? Ich denke nicht, dass bei den Fans des BFC Dynamo der sportliche Gedanke im Vordergrund steht. Leider!!! Es waren gut 8000 Fans des BFC Dynamo im Stadion und es wurde nicht nur von ein paar vereinzelten gerufen, sondern von der gesamten Masse. Traurig das viele darauf auch noch stolz sind!!!

"Ordner" sollten in der Regel da sein, um bei Veranstaltungen wie dieser, den Schutz der Teilnehmer zu gewährleisten. Darunter zähle ich in diesem Fall die Spieler und auch alle Gäste die sich in diesem Veranstaltungsbereich aufhalten. Ich konnte erkennen, dass die Sicherheitsfirma "JWD Security" dafür scheinbar zuständig war. Erstmal nichts außergewöhnliches. Doch betrachtet man sich das Ganze mal etwas genauer, so kann man feststellen, dass gerade diese Sicherheitsfirma bestückt ist, mit zahlreichen Anhängern und Mitgliedern des BFC Dynamo. Also stelle ich mir schon die Frage, bei Betrachtung der Videos und Bilder, wie es sein kann, dass alle in dem oberen Bereich eingesetzten Ordner tatenlos zuschauen können, als die Krawallmacher gemütlich an denen vorbei stolzieren. Von Zuverlässigkeit und Vertrauen gegenüber dem Ordnerdienst, kann nun bei Betrachtung dieser Bilder wirklich keine Rede sein. Ich muß ganz ehrlich zugeben, dass es dem objektiven Beobachter dort schon sehr in den Sinn kommt, ob Ordnerdienst und Krawallmacher da nicht zusammen gearbeitet haben. Ich lass es einfach mal so stehen und denke mir bei diesem Ordnerdienst meinen Teil.

"Polizei" sollte ebenso wie der Ordnerdienst als Schutz für solche Veranstaltungen eingesetzt werden. Traurigerweise! So gibt es ja leider auch hunderte Spiele jedes Wochenende, die ohne polizeiliches Großaufgebot durchgeführt werden können. Aber leider bei einigen wenigen Ausnahmen scheinbar nicht. Ich rede hier bewußt von einem Großaufgebot und nicht der üblichen Polizeipräsenz im Profifußball. Ein Großaufgebot behelmter Polizisten zum Schutz einer eigentlich doch so friedlichen und volksnahen Sportveranstaltung. Allein das ist absurd!!! Aber auch hier hat der Verfasser ja scheinbar ein ganz eigenes Bild. Für ihn scheint es schon zur Normalität geworden zu sein, dass der Fußball nur so zu betreuen sein kann. Ich sehe das leider etwas anders. Egal ob Köllner, Rostocker, Halenser, Magdeburger oder Dresdner, solche Bilder wie diese gehören nicht ins Stadion und haben erst nichts mit Fußball zu tun. Ob die Polizei immer richtig reagiert hat, kann ich nicht sagen. Aber eins fällt mir auf, ist die Polizei zurückhaltend und hält sich im Hintergrund, schimpfen und tadeln einige (auch der Verfasser des Textes) über fehlende Präsenz, ist sie jedoch massiv wahrzunehmen, schimpfen die gleichen über die Provokation der polizeilichen Präsenz. Ich verweise hierbei lediglich auf Texte und Berichte nach vergangen aber vergleichbaren Veranstaltungen, bei denen eben diese Berichtserstatter die Präsenz lautstark bemängelt haben. Fakt ist jedenfalls eins, Bilanz laut RBB, 18 Verletzte Polizisten, 2 davon schwer. Auch das kann und darf nicht Normalität im Sport sein.

Es sollte sich einfach mal jeder Fragen, ob der Sport weiterhin dazu dienen sollte eine Plattform von Gewalt für bestimmt Personengruppen zu sein, oder ob am Ende nicht die Freude auf eine gemeinsame Feier mit FAMILIE, KINDERN und FREUNDEN im Vordergrund stehen sollte. Auf diesen Sport hab ich keine Lust mehr und ich werde ihn auch nicht weiter finanziell unterstützen. Und ich will nicht, dass meine Kinder einmal mit Angst und Tränen vor mir stehen und gar nicht verstehen was passiert und ich ihnen darauf auch nicht antworten kann!!!

In diesem Sinne...Euer Holly
Gesendet: 01 Aug 2011 22:30 von Lautrer #16859
Typisch deutscher Bericht.
Ein guter Versuch die Geschehnisse zu objektivieren, neutral zu berichten was passiert ist, Verantwortlichkeiten darzulegen und Versäumnisse aufzuzeigen.

Aber: Kein Wort über die Opfer, keine Zeile wie es den Verletzten geht, keine Zeile, ob jemand schlimmer verletzt wurde.
Ein reiner Bericht, der sich mit den Tätern beschäftigt, die Opfer werden unterschlagen und das Geschehen sogar ansatzweise heruntergespielt. Ein weiterer Schlag ins Gesicht der Opfer und ein weiteres PAradebeispiel für versagende, und im Endeffekt dann doch polemisierende Presse.
Schämt Euch!
Gesendet: 01 Aug 2011 22:29 von icke #16858
Ich erinnere mich an ein Derby zwischen FC Sachsen gegen VfB Leipzig im Jahr 2002, bei dem Dutzende Lok-Anhänger auf dem Dammsitz im Kunze-Sportpark Platz nahmen und zu Beginn der zweiten Halbzeit anfingen, die Anhänger des FC Sachsen vor sich herzuprügeln, die daraufhin (mit Unterstützung der Ultras aus dem Stehplatzbereich) wieder zurückgedrängt wurden. Die Einsatzkräfte der Polizei rannten quer übers Spielfeld und standen minutenlang vor einem verschlossenen Tor, während auf der anderen Seite des Zauns die Schlägereien im Gang waren. Irgendwann kam dann doch jemand mit einem Schlüssel und die Lager wurden getrennt.
Ja, so etwas passiert im Stadion und es ist zum Kotzen. Der Aufschrei damals war allerdings lange nicht so laut, die Auflösung der Vereine hat bestimmt niemand gefordert. Danke an turus, dass Ihr diese Sache abkühlt und dabei dennoch kritisch bleibt. Weiter so.
Gesendet: 01 Aug 2011 20:03 von BFC-Fan #16857
Sehr guter Bericht Marco, du hast wenigstens einen Arsch in der Hose!

Ansonsten verweist der Chef der Sicherheitsfirma laut aktuellem Tagesspiegel auf den Pressesprecher, der ist jedoch nicht zu erreichen - und das BFC-Forum ist geschlossen. Nur eine gleichlautende Erklärung auf mehreren Seiten. Ganz schwach, ihr großen Vorsitzenden! Zum Glück habe ich mir noch keine Dauerkarte geholt.
Gesendet: 01 Aug 2011 18:16 von Hand drauf #16855
Abgemacht liebe Försterin, aber nur im Gegenseitigen Einvernehmen. Ganz im Sinne Auge um Auge - Zahn um Zahn: Denn wenn Ihr am 12. August über die Stränge schlagt, dann bitte mit gleicher Konsequenz ...
Lächerlich diese ganze scheinheilige Fanbrut. Jetzt alle verdammen, aber selber mit Bock auf Gewalt und Pyro für Aktionen sorgen
Gesendet: 01 Aug 2011 16:22 von Nordlicht #16854
Aufgrund der Vorkommnisse beim Endspiel Lübeck - Kiel wird der Storchenklub Holstein aufgelöst. Seine Daseinsberechtigung ist einfach nicht mehr vorhanden. Wie spülen ihn zwar nicht im Klo hinunter, wie es die Försterin mit Dynamo Berlin macht, versenken ihn jedoch in der Ostsee. Alles locker und klar soweit? Ja? Dann ist doch alles prima!
Gesendet: 01 Aug 2011 15:53 von Försterin #16853
Man was haben wir gelacht! Der Scheißhaufen wird die Fliegen wohl nicht los? Was kann man da nur tun?? Runterspülen wäre vielleicht eine Lösung. Weg mit dem ganzen BFC.

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