Fandemo in Berlin: Deutschlands Kurven auf der Strasse

Autor: Ralf Schmahld      veröffentlicht am 06 Oktober 2010    
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Die massiven Repressionen der mit Schlagstock und Pfefferspray gerüsteten Staatsmacht, aber auch kurzfristige Spielansetzungen und erhöhte Ticketpreise gehen den Fußballfans gehörig gegen den Strich. Gewehrt wird sich meist nur in kleinem Rahmen auf Vereinsebene – gemeinsame Klubübergreifende Aktionen sind aufgrund der entsprechenden Rivalitäten eher die Ausnahme. Grund genug auf eine besondere Fanaktion am kommenden Samstag (9. Oktober - 14 Uhr - Berlin Alexanderplatz) aufmerksam zu machen: "Getrennt bei den Farben - Vereint in der Sache".

Fandemo

Zahlreiche Fanbündnisse rufen wie schon 2002 und 2005 zur gemeinsamen Demo für mehr Fankultur auf und hoffen auf einen ähnlichen Erfolg wie vor fünf Jahren. Damals kamen rund 2.000 Fans nach Frankfurt um friedlich gegen die andauernden Repressalien zu demonstrieren. In Berlin werden nun am 9. Oktober rund 3.500 Fans erwartet. Anreisen werden unter anderem Supporters der Klubs von Dynamo Dresden, St. Pauli, Hannover 96, VfL Wolfsburg, FC Kaiserlautern und natürlich auch von den Berliner Vereinen Hertha BSC, Union Berlin sowie BFC Dynamo.

Schon seit Wochen bewerben die Fans in ihren Kurven mit entsprechenden Spruchbannern die Demo und die entsprechenden Webseite "erhalt-der-fankultur.de" und das nicht nur Vereins- sondern auch Ligenübergreifend. Wir vom turus.net Magazin werden ebenfalls dabei sein und ausführlich mit Fotos berichten.

Hier der Ablauf der Demonstration für mehr Fankultur:

Treffen: 13 Uhr Alexanderplatz.
Auftaktkundgebung 14 Uhr.
Der Weg führt über die Torstraße, Friedrichstraße und Unter den Linden wieder zum Alexanderplatz.
Dort ist gegen 17 Uhr die Abschlusskundgebung geplant.
Es wird wie 2005 wieder in Blöcken nach Vereinen gelaufen, passend dazu gibt es ebenso wieder T-Shirts mit dem Demomotto in den jeweiligen Vereinsfarben. Die Organisatoren hoffen wie vor fünf Jahrehn auf ein friedliches Miteinander: "Rivalitäten sollen weder auf der Demo noch auf Hin- und Rückreise eine Rolle spielen. Wer sich nicht leiden kann, der geht sich aus dem Weg!"

zum Artikel zur Fandemo

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