Zwar nicht aus Eigeninitiative aber immerhin wird die Reform der bisherigen Regionalliga auf dem DFB-Bundestag am 21./22. Oktober 2010 in Essen auf der Tagesordnung stehen. Diskutiert werden sollen drei Anträge zur künftigen Gestaltung der Spielklasse unterhalb der 3. Liga ab der Saison 2012/2013. So spricht sich der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband für eine Beibehaltung der bisherigen Grundstruktur aus. Allerdings sollen zwei Staffeln nur aus ersten Mannschaften der Vereine zusammengesetzt und eine eigene Staffel mit den zweiten Mannschaften der Lizenzklubs gebildet werden. Diesen Ansatz unterstützen insgesamt 28 (nicht zweite) Mannschaften der Regionalliga, außer Red Bull Leipzig, die schon für die Profi-Spielklasse und somit auch für ihre zweite Mannschaft planen.
Der Bayerische Fußball-Verband plädiert dagegen für einen Wegfall der jetzigen dreigeteilten Regionalliga. Dieser Antrag sieht im Kern unterhalb der 3. Liga die Einführung einer achtgeteilten Oberliga unter Führung der Regional- und Landesverbände als neue vierte Spielklassenebene vor. Der dritte und für die Vereine wohl unattraktivste Plan kommt vom Ligaverband und sieht eine Beibehaltung der Regionalliga in ihrer bisherigen Anordnung vor, wobei die wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Kriterien für die Zulassung sowohl der ersten Mannschaften als auch zweiten Mannschaften der Lizenzvereine neu definiert und überprüft werden sollen.
Bleibt nun abzuwarten, ob es eine ehrliche Diskussion gibt oder wirtschaftliche und Profilierungssüchtige Entscheidungen im Vordergrund stehen werden.
