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| Sachsen - Lok: Große Kulisse, unterhaltsames Remis und eine Spielunterbrechung |
| Magazin - Sport |
| Geschrieben von: Marco Bertram |
| Sonntag, den 23. August 2009 um 22:33 Uhr |
|
9:25 Uhr, auf dem Bahnsteig des Bahnhofs Berlin-Südkreuz. Es war unschwer zu erkennen, wer sich auf den Weg zum Leipziger Derby machte. Bereits im Vorfeld des brisanten Oberligaspiels war zu vernehmen, dass Leute aus ganz Deutschland anreisen werden. Groundhopper, Fußballverrückte, Hooligans und erlebnisorientierte Jugendliche. Im Fahrradteil saß eine Gruppe Groundhopper, die das Spiel 1. FC Union Berlin - Hansa Rostock auswerteten. In Bitterfeld verzögerte sich die Weiterfahrt der Regionalbahn. Immer mehr Lok-Fans stiegen zu. Um 11:50 Uhr war Ankunft am Leipzig Hautbahnhof. Die Polizei war bereits vor Ort und hielt sämtliche Fußball-Fans auf. Auch ich war betroffen, doch nach dem Zeigen des Presseausweises ging es für mich dann doch weiter.
Rings um den Hauptbahnhof waren nur gelb-blau gekleidete Lok-Fans auszumachen. Grün-weiß war in der Innenstadt kaum zu sehen. Mit der Tram Nummer 4 ging es bis zur Station Feuerbachstraße. Am dortigen Mückenschlösschen h
Am Leipziger Zentralstadion war das Terrain aufgeteilt. Absperrungen und zahlreiche Ordner sollten ein Aufeinandertreffen der verfeindeten Fangruppen verhindern. Die meisten Lok-Anhänger kamen auf den Straßen zum Stadion, die Mehrzahl der Sachsen-Fans wählte den Weg über die große Wiese vor dem Stadion.
Um 13:15 Uhr machten sich auf dem Rasen im Stadion die beiden Teams warm. Über dem Stadion schwebte ein Polizeihubschrauber. Mit dem Fahrstuhl ging es für mich in die 7. Etage. Endstation Pressetribüne. Bei Spielbeginn war zu sehen, dass beide Fanlager hinter den Toren ähnlich groß waren. Insgesamt waren etwas mehr Lok-Fans im Stadion als Sachsen-Fans. Akustisch waren beide Seiten genauso lautstark. Mit Gänsehaut konnte man feststellen, wie laut es in diesem Stadion werden kann, wenn zwei große Fanblöcke ordentlich Dampf machen.
Die ersten Minuten gehörten dem FC Sachsen. Sachsen drückte. In der 14. Minute ging nach einer Ecke der Schuss rechts am Tor vorbei. In der 23. Minute gab es eine richtige dicke Chance für die Grün-Weißen. Zwei Minuten später sorgte ein überraschender Fernschuss von Lok für Torgefahr, doch der Sachsen-Torhüter war auf dem Posten.
Lok kam jetzt besser ins Spiel. In der 27. Minute gab es die bisher beste Chance für die Blau-Gelben. Unfassbar war, was in der 34. Minute passierte. Nach einem tollen Spielzug des FC Sachsen wurde der Ball über das bereits leere Tor gehämmert. Definitiv hätte das der Führungstreffer für den FC Sachsen sein müssen!
Nur eine Minute darauf lagen zwei Sachsen-Spieler am gegnerischen Strafraum auf dem Boden, doch der Schiedsrichter ließ zunächst weiter laufen. In der 40. Minute musste sich der Lok-Torhüter mächtig bei einem 25-Meter-Freistoß strecken. Nur eine Minute später versuchte es Lok wieder einmal mit einem Fernschuss. Zwei Minuten darauf wieder ein Fernschuss von Lok, der Ball streifte knapp über die Latte. Insgesamt betrachtet gab es ein überaus flottes Spiel mit großem Körpereinsatz zu sehen.
Auch in der 2. Halbzeit hatte der FC Sachsen die erste Torchance. Die erste richtig gute Situation hatte der 1. FC Lok in der 54. Minute.
Mittlerweile wurde im Fanblock von Lok der "Scheiß Red Bull!"-Gesang angestimmt. Überraschenderweise stimmte die Fankurve des FC Sachsen nicht mit ein. Dort rief man lieber "Chemie, Chemie, nur noch Chemie!"
In der 60. Minute wurde es nach einer Ecke von Lok vor dem Sachsen-Tor gefährlich. Gleich im Gegenzug kam der FC Sachsen wieder viel versprechend vor das gegnerische Gehäuse.
In der 71. Minute musste der Sachsen-Torhüter bei einem Freistoß von Lok Kopf und Kragen riskieren. Er verletzte sich leicht, konnte jedoch nach kurzer Behandlungspause weiterspielen. Bei der anschließenden Ecke für Lok flogen die ersten Bierbecher auf den Rasen.
Die Situation kühlte sich wieder etwas ab und die letzten 15 Minuten konnten ohne weitere Unterbrechungen weiter gespielt werden. Zunächst hatten beide Teams noch Torchancen, die allerletzten Minuten gehörten dann dem FC Sachsen. Letztendlich blieb es beim 0:0, das auf Seiten des FC Sachsen recht ausgelassen von Fans und Spielern gefeiert wurde. Auf Lok-Seite zeigte man sich eher enttäuscht. Nur zögerlich machten dann doch auch die Lok-Spieler eine kleine Welle vor dem blau-gelben Fanblock.
Später am Leipziger Hauptbahnhof waren wieder fast nur Fans des 1. FC Lok zu sehen. Jugendliche Fans drehten lautstark ein paar Runden. Die Polizei war sehr präsent und erteilte dem einen oder anderen Platzverweis. 19:40 Uhr. Berlin-Südkreuz. Aus dem Regionalexpress stiegen 15 bekannte Berliner Gesichter aus. Allesamt sahen recht zufrieden aus. Sprich: Der Tag in Leipzig war sehr unterhaltsam gewesen. Was allein fehlte, waren ein paar Tore...
(M. Bertram)
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| Loksche dampft |
Sachsen - Lok: Große Kulisse, unterhaltsames Remis und eine Spielunterbrechung
Mar 28 2010 12:34:43 In Leipzig gibt es nur einen Verein - und das ist LOK!!!
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#13965 |
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