EU: Lage in Bolovien
Dienstag, 15. April 2008
Die Europäische Union ist besorgt über die angespannte Lage in Bolivien und darüber, dass nach wie vor kein Dialog zur Klärung der Lage stattfindet; sie befürchtet, dass es zu Gewaltausbrüchen kommen könnte, die das friedliche Zusammenleben im Land gefährden.


Die Europäische Union fordert alle betroffenen Parteien auf, Schritte zu unternehmen, um die derzeitigen Spannungen abzubauen und dafür zu sorgen, dass ein echter nationaler Dialog ohne Vorbedingungen geführt werden kann, der es erlaubt, konkrete Fragen konstruktiv zu behandeln. Insbesondere müssen alle Parteien die Institutionen und das Rechtsstaatsprinzip achten.

Die Europäische Union begrüßt die Bemühungen der katholischen Kirche, der Organisation Amerikanischer Staaten und der Länder der Gruppe der Freunde Boliviens um die Wiederaufnahme des politischen Dialogs in Bolivien. Die Europäische Union ist jederzeit bereit, der verfassungsmäßigen Regierung Boliviens und den oppositionellen Kräften zu helfen, eine Annäherung herbeizuführen, damit sich alle Parteien wieder an einen Tisch setzen können und das Vertrauen wiederhergestellt wird und letztendlich ein Konsens über die Verfassungsreform und die Autonomie der Regionen erzielt werden kann.

 
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