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Dienstag, 29. Januar 2008 um 08:30 |
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Europäische Banken haben offiziell das erste SEPA-Zahlungsinstrument
für Überweisungen eingeführt. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die
EU-Kommission begrüßen den offiziellen Start von SEPA. Damit ist der
erste Schritt in einem Umstellungsprozess getan, in dem Verbraucher von
den bestehenden elektronischen Zahlungsinstrumenten auf die neuen
SEPA-Instrumente umstellen. SEPA ermöglicht es den Bürgern, bargeldlose
Zahlungen in der Eurozone ebenso rasch, sicher und problemlos
vorzunehmen wie in ihrem eigenen Land. Alle Euro-Zahlungen werden
fortan als Inlandszahlungen behandelt und mit den gleichen
Za
hlungsinstrumenten vorgenommen. SEPA ist eine logische Folge der
Euro-Einführung und bringt mit einem wettbewerbsfähigeren und
effizienteren Zahlungsverkehrsmarkt erhebliche Vorteile.
Aus technischen und rechtlichen Gründen wird die Einführung des SEPA-Zahlungsinstruments für Lastschriften zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen (spätestens zum 1. November 2009). Für Kartenzahlungen gilt bereits seit dem 1. Januar 2008 der SEPA-Kartenzahlungsrahmen. Wie aus zwei von der EZB und der EU-Kommission in Auftrag gegebenen Studien hervorgeht, wird SEPA große Vorteile schaffen. Danach belaufen sich die potenziellen Vorteile des SEPA allein auf den Zahlungsverkehrsmärkten in den nächsten sechs Jahren auf mehr als 123 Milliarden Euro. Weitere 238 Milliarden Euro kommen hinzu, wenn SEPA als Plattform für die elektronische Rechnungstellung („E-Invoicing“) genutzt wird.
EZB und die EU-Kommission rufen die Banken auf, ihren Rhythmus beim SEPA-Umstellungsprozess beizubehalten, so dass sich die Kunden rasch im Rahmen eines marktgesteuerten Prozesses auf die neuen Zahlungsinstrumente umstellen können und die Gebühren für doppelte Zahlungen (d.h. bestehende nationale Zahlungsinstrumente zuzüglich der neuen SEPA-Standards) so gering wie möglich gehalten werden. Dies macht auch die rasche Einführung des neuen SEPA-Zahlungsinstruments für Lastschriften und die vollständige Annahme des SEPA-Kartenzahlungsrahmens durch alle Beteiligten unabdingbar.
Als starke Nutzer der Zahlungsinstrumente dürften die Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen in hohem Maße von den Effizienzgewinnen profitieren, die SEPA ermöglicht. Deshalb dürften sie für den Erfolg von SEPA eine wichtige Rolle spielen, indem sie zu den Ersten zählen, die die SEPA-Instrumente in einem marktgesteuerten Prozess verwenden und somit eine Verschlechterung von Preis und Leistungsmerkmalen im Vergleich zu den bestehenden nationalen Zahlungsinstrumenten abwehren.
Weitere Infos:
SEPA
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