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| Schwarzwaldhochstraße feiert Jubiläum |
| Deutschland |
| Freitag, 06. April 2007 um 13:05 |
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Sie ist der schönste deutsche Highway für Autowanderer, die älteste
Ferienstraße in Deutschland und wurde vor mehr als 75 Jahren auf
schmalen Holzabfuhr- und Wanderwegen angelegt: die
„Schwarzwaldhochstraße“.
Als B 500 führt sie heute gut ausgebaut von Baden-Baden kurvenreich über die Bühlerhöhe auf den Kamm des Nordschwarzwaldes und meist zwischen 900 Meter und 1000 Meter Höhe an Hornisgrinde und Mummelsee vorbei nach Freudenstadt. Zwar bekam sie ihren Namen schon 1930, doch erst mit der zwei Jahre später begonnenen Verbreiterung des Abschnittes zwischen Unterstmatt und Ruhestein wurde sie zum Rückgrat des Straßenverkehrs im Norden. 2007 feiert man deshalb an der 65 Kilometer langen Strecke 75-jähriges Jubiläum. Mit der Schwarzwaldhochstraße verbinden sich seit Anfang klangvolle Namen viel besuchter Kurhäuser und Sommerfrischen: Schlosshotel Bühlerhöhe, Plättig Hotel, Kurhaus Sand, Kurhaus Hundseck, Kurhaus Unterstmatt, Mummelsee, Ruhestein, Schliffkopf-Hotel, Zuflucht. Nur dass diese ursprünglich nicht gut erreichbar an der Höhenstraße, sondern an den Passhöhen der alten Querverbindungen über den Schwarzwald lagen. Heute können die jährlich gut eine Million „Autowanderer“ bequem auf der kurvenreichen Strecke dahinrollen, an zahlreichen Parkplätzen aussteigen und grandiose Ausblicke nach Westen über die Rheinebene in die Vogesen oder nach Osten auf ausgedehnte Wälder, Täler und breite Bergrücken genießen. Zum Stopp verlocken zahlreiche Naturschauspiele. Unterhalb des Klosters Allerheiligen stürzen Wasserfälle in sieben Kaskaden 83 Meter in eine tief eingeschnittene Schlucht. Auf Treppen und Brücken bieten sich immer neue Einblicke. Einsam und karg wirkt dagegen der Hochmoorerlebnisweg auf der Hornisgrinde, mit 1164 Metern höchster Berg des Nordschwarzwalds. Lebhafter geht es am Mummelsee zu, der zu einer Kaffee-Pause mit Boot fahren einlädt. Für Kinder ist das Freizeitzentrum am „Mehliskopf“ mit Rodelbahn und Klettergarten ein Hit. Und einen „Spaziergang“ der ganz besonderen Art kann man auf dem „Lotharpfad“ erleben. Hier steigen, klettern und laufen Besucher über Stege, Treppen und Leitern ein oder zwei Stunden lang durch eine Waldbruchfläche, die nach dem Orkan Lothar von Weihnachten 1999 absichtlich nicht geräumt wurde. Hier kann nun jeder mit eigenen Augen sehen, wie sich die Natur behauptet und aus dem Chaos wieder ein neuer Wald wächst. Gefeiert wird das Jubiläum entlang der Ferienstraße mit verschiedenen Events und Festen, erklärte die Schwarzwald-Tourismuszentrale. Am 27. und 28. Mai zum Beispiel mit einem großen Pfingstfest am Mehliskopf. Am 23./24. Juni steigt am „Hundseck“ ein Jubiläumsfest, am 1. Juli auf der Hornisgrinde das Turmfest. „Geschichte(n) der Schwarzwaldhochstraße“ ist der Titel einer Ausstellung mit zwanzig Tafeln, einigen Exponaten und einem Kurzfilm. Sie ist vom 26. März bis 21. April in der Mediathek in Bühl, vom 14. Mai bis 8. Juni in der Kreissparkasse Baiersbronn und vom 23. Juni bis 31. Juli im Bühlertal zu sehen. Weitere Ausstellungstermine sind in Sasbachwachwalden (1. bis 31. 8.), in Horb (3. bis 21. 9.) und im Naturschutzzentrum auf dem Ruhestein (23. 9. bis 31. 10) zu sehen. |
