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Jakobspilgern durch Köln
Deutschland
Dienstag, 04. September 2007 um 18:56
Der Jakobspilgerweg ist ein europäisches Wegenetz, das auch durch Köln führt. In Köln-Deutz steht jetzt vor dem Landeshaus des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) eine Säule, die darauf hinweist.

Der LVR hat, seit er dem Aufruf des Europarats von 1987 zur Wiederbelebung dieser europäischen Kulturstraßen folgt, für wichtige Stationen der Wege Stelen an

fertigen lassen. Am historischen Rheinübergang in Deutz bündelten sich im Hochmittelalter die Pilgerrouten, die von Nord-, Ost- und Süddeutschland nach Köln und weiter Richtung Santiago de Compostela führten. Hundert Meter nördlich lag das ursprünglich zur Abtei St. Heribert gehörige Hospital St. Laurentius. Pilger, die das Grab des heiligen Heribert besuchten oder abends nicht mehr nach Köln übersetzen konnten, fanden hier eine Möglichkeit zur Übernachtung.

Mit dem Projekt „Wege der Jakobspilger im Rheinland" haben der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und die Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft ein Projekt begonnen, das dem Aufruf des Europarates folgt: die Wege der Jakobspilger zu erforschen, zu sichern, zu pflegen und zu kennzeichnen. So sollen diese als eine der bedeutenden Kulturstraßen Europas ins Bewusstsein gerückt werden.

Der LVR hat mit dem Bachem-Verlag eine Reihe von Publikationen zu den Jakobspilger-Wegen im Rheinland, in Westfalen und im Grenzgebiet herausgegeben. Darin werden die Wege zwischen Wuppertal und Aachen, von Köln und Bonn quer durch die Eifel und das Dreiländereck von Deutschland, Luxemburg und Frankreich sowie am Niederrhein entlang und durch das niederländische und belgische Grenzgebiet beschrieben. Die Ausschilderung und Beschreibung weiterer Wege ist in Arbeit.

Quelle:  www.jakobspilger.lvr.de