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turus|Interview
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| turus.net Magazin: Interview mit dem Schauspieler Marc Hodapp |
| Magazin - Interview |
| Geschrieben von: Marco Bertram |
| Montag, den 18. Januar 2010 um 11:00 Uhr |
Im Film "Operation Milk" spielt Schauspieler Marc Hodapp den Besitzer einen illegalen Farm, die mit Milchpulver handelt. Zu sehen ist Marc unter anderem auch in den Filmen "Of Eyes and Lies", "a Boy´s Mind" und "He Watches". In der Serie "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" übernahm er die Rolle des Nils Berger. Geboren und aufgewachsen ist Marc Hodapp in Karlsruhe, von 2004 bis 2008 besuchte er die Freiburger Schauspielschule, anschließend zog er nach Berlin, um seine berufliche Laufbahn zu starten. Das turus-Magazin führte mit ihm ein ausführliches Interview und befragte ihn zu privaten und beruflichen Dingen.turus: Marc, wann verspürtest du das erste Mal den ernsthaften Wunsch, Schauspieler zu werden? Marc Hodapp: Bereits als Kind. Zu Hause sah ich als Kind auf Premiere eine Doku über eine Kinderschauspielschule. Ich war beeindruckt und sagte mir: Das kann ich auch. Klar, ich hatte auch andere Ideen, doch die Schauspielerei war stets im Hinterkopf. turus: Was hättest du gelernt, wenn du nicht die Möglichkeit bekommen hättest, eine Schauspielschule zu besuchen? Marc H.: Schauspieler! Es gab einfach keinen anderen Wunsch. Ich wollte nur Schauspieler werden. Wie gesagt, als Kind war ich auch auf andere Berufe neugierig, doch letztendlich hatte ich nur diesen einen Traum: Schauspieler werden! Nach der Schule gab es dann den Ruck. Für mich hieß es, den Arsch hochzukriegen. Ich ging zur Berufsberatung der Arbeitsagentur. Dort fragte man mich, was ich denn werden möchte. Als ich sagte, Schauspieler, meinte man zu mir: Okay, kein Problem, hier ist eine lange Liste mit den entsprechenden Schulen.turus: Deutschlandweit? Marc H.: Erst einmal für den Raum Baden-Württemberg. Die Liste wurde ausgedruckt und ich ging turus: Was war ausschlaggebend dafür, dass du nach der Ausbildung nach Berlin gezogen bist? Marc H.: In Köln werden viele Serien produziert, in München werden viele Fernsehfilme gedreht und Hamburg ist die Stadt der Werbung. In Berlin gibt es auch viele internationale Produktionen. Kinofilme werden häufig in Berlin gedreht. Ich möchte Kinofilme drehen, eines Tages auf der Kinoleinwand zu sehen sein. Da ich zweisprachig aufgewachsen bin, möchte ich gern international arbeiten. Da bietet sich Berlin an. Bereits im letzten Ausbildungshalbjahr war mir klar, ich ziehe nach Berlin. Es kam der letzte Tag an der Schauspielschule, ein Tag später fuhr ich bereits nach Berlin. turus: Und wie war der Start in Berlin? Sicherlich nicht einfach, oder? Marc H.: Richtig! Anfangs fand ich keinen Anschluss. Wenig Freunde. Keinen Job. Das erste halbe Jahr war schwierig. Doch langsam konnte ich mir ein Netzwerk aufbauen. Treffen. Das Berliner Filmforum. Workshops. Ich kam im März 2008 nach Berlin, im September 2008 nahm ich an einem Workshop für Schauspieler teil. Im Filmforum habe ich einige Leute wiedergetroffen. Erste feste Freundschaften haben sich entwickelt. turus: Du sagtest, du seist zweisprachig aufgewachsen? Wie kam es dazu? Marc H.: Seit ich zwei Jahre alt war, fuhren meine Großeltern mehrmals mit mir in die USA. Mit sieben, acht Jahren konnte ich bereits besser Englisch sprechen als meine Großeltern. Mit 16 habe ich dann ein Jahr lang eine Highschool in Palisade, Colorado besucht. Das war 1999/2000. Die 11. Klasse. Da ging mir Englisch in Fleisch und Blut über. In Berlin besuchte ich Kurse im American Accent Coaching. Zudem schaue ich Serien und Spielfilme immer auf Englisch. turus: Planst du, in Zukunft ins Ausland zu gehen? Marc H.: Die Auslandspläne sind offen. Wenn Angebote kommen, gern! Mein großer Traum ist Hollywood. Ich weiß, viele lachen darüber und finden das verrückt. Ich sage mir ganz einfach: Wenn´s bei anderen klappt, warum nicht bei mir? Und ich bin gut genug um es auch dort zu schaffen. turus: Wie schätzt du eigentlich die Qualität der deutschen Serien ein? Marc H.: Sie werden besser. Es gibt zwar immer noch einen großen Unterschied zu den amerikanischen Serien, doch ich muss sagen, sie geben sich Mühe. Leider kamen zuletzt einige wirklich gute deutsche Serien nicht zum Zuge. Sie werden oftmals zu schnell wieder abgesetzt... turus: Und deine Meinung zu den deutschen Kinofilmen? Marc H.: Für diese gilt das gleiche. Sie werden auch immer besser. In deutschen Filmen wird sehr viel Wert auf die Story gelegt. Das Visuelle bleibt manchmal ein wenig auf der Strecke. Aber okay. Keinohrhasen zum Beispiel hat mir richtig gut gefallen. Da wurde ich wirklich positiv überrascht! turus: Und wie fandest du den Baader Meinhof Komplex? Marc H.: Diesen Film habe ich leider nicht gesehen. Nur Ausschnitte. Diese sahen jedoch wirklich sehr vielversprechend aus. turus: Wie stießt du eigentlich zum Projekt Operation Milk hinzu? turus: Und wie war dann dein Eindruck bei den Dreharbeiten? Marc H.: Der Mitarbeiterstab war klein, aber alles war sehr angenehm. Mal was ganz anderes. Ich sah, da sind Leute am Werk, die Ahnung haben. Deshalb lief es auch rund. Ich konnte mich gut mit einbringen. Das ist natürlich der Vorteil bei solch einem Low-Budget-Projekt. Da hat man die Möglichkeit, eigene Ideen mit einzubringen. So arbeitete ich gemeinsam mit dem Darsteller Christian Linge eine Kampfchoreographie aus. turus: Man munkelt, dass Mitte 2010 Marco Bertram einen weiteren Film in Angriff nehmen wird. Wärest du wieder dabei? Marc H.: Wenn ich da bin, warum nicht? Im Sommer bin ich jedoch fünf Wochen in den USA. Schauen wir mal, was das Jahr so alles bringt... turus: Bei Operation Milk gab es viel Action. Was magst du eigentlich mehr? Lieber Action oder doch lieber sinnliche Rollen? Marc H.: Beides ist interessant! Kampfszenen sind ein Heidenspaß. Ohne Frage. Sinnliche Szenen sind jedoch auch spannend. Als Schauspieler kann man alles einmal ausprobieren. Sein Innerstes erforschen. Manchmal befindet man sich als Schauspieler auf der Gefühlsautobahn. Das war auch einer der Gründe, weshalb ich Schauspieler werden wollte. Ich kann mir keinen besseren Job vorstellen. Diese Arbeit ist meine absolute Erfüllung! turus: Auch wenn man am Set 16 Stunden in einem Wohnwagen oder Zelt warten muss? Marc H.: Ja klar, das gehört mit dazu. Während meiner Ausbildung habe ich ab und zu als Komparse gearbeitet, in Baden-Baden. Da lernte ich den Alltag am Set kennen. Ich war auch beim Tatort dabei, der dort vom SWR produziert wird. Ich bekam dort auch meinen ersten Satz. Aus dem Satz wurden drei Wörter. Der Regisseur machte daraus schließlich ein Wort. Doch ich war in Großeinstellung zu sehen und es machte unglaublich viel Spaß. turus: Hast du später in Berlin auch als Komparse gearbeitet? Marc H.: Nein, nur während der Ausbildung in Baden-Württemberg. Später in Berlin nicht. Nach der Ausbildung habe ich diese Art der Tätigkeit aufgegeben. In Berlin war ich bei vielen Kurzfilmen dabei, darunter wirklich interessante Projekte. So auch englischsprachige Projekte. Und dann kamen die vier Folgen bei GZSZ. Das Jahr ist jung. Mal schauen, was noch kommen wird. turus: Wie kommt man im Großstadtdschungel zurecht? Hast du eine Agentur an der Seite? Marc H.: Ja, ich habe eine neue Managerin. Karen Cifarelli. Mit ihr bin ich wirklich sehr zufrieden. Indirekt habe ich sie über Facebook kennengelernt. Bei ihr nahm ich Stunden im American Accent Coaching. Wir haben uns echt zum perfekten Zeitpunkt kennengelernt. Die Chemie passte einfach und sie kümmert sich um alles. turus: Gibt es für dich als Schauspieler auch ein No-Go? Marc H.: Ja, bei Kontaktlinsen. Ohne Scherz. Kontaktlinsen gehen bei mir überhaupt nicht! Allein beim Zuschauen graut es mir schon... turus: Aber du trägst doch gar keine Brille... Marc H.: Ja, schon, aber vielleicht müsste ich als Alien Kontaktlinsen tragen. Wer weiß. Doch ich müsste den Dreh absagen. Ich darf nicht mal an Kontaktlinsen denken, ich bekomme jetzt schon Gänsehaut. Brrrrr... turus: Und gibt es sonstige Dinge, die du nicht machen würdest? Marc H.: Wenn es zum Film passt und die Geschichte stimmt, würde ich so gut wie alles machen. Aber sicherlich keine Bettszenen für irgendeinen billigen schmuddelstreifen. Ansonsten bin ich für alles zu haben. Schauspieler zu sein, ist unglaublich spannend und vielseitig. Wirklich ein Traum für mich. Und vielleicht wird es ja was - vom Tellerwäscher zum Millionär. Ich habe mal wirklich als Spülhilfe gearbeitet. Das war während der Schulzeit, da war ich 17 Jahre alt. Nach dem Abi jobbte ich in einem Wirtshaus. Na, und nun bin ich hier. Es geht voran... turus: Marc, vielen Dank für das interessante Gespräch. Wir vom turus-Magazin wünschen Dir viel Glück bei deiner Laufbahn. Sicherlich wird es zu gegebener Zeit ein weiteres Interview geben! |
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| maraike |
turus.net Magazin: Interview mit dem Schauspieler Marc Hodapp
Feb 06 2010 11:33:59 hallo marc, wenn du in hollywood angekommen bist, möchte ich aber ein autogramm von dir? versprochen?
bussi und grüßchen maraike |
#13409 |
Artikel-Kommentare
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Im Film "
Marc H.: Schauspieler! Es gab einfach keinen anderen Wunsch. Ich wollte nur Schauspieler werden. Wie gesagt, als Kind war ich auch auf andere Berufe neugierig, doch letztendlich hatte ich nur diesen einen Traum: Schauspieler werden! Nach der Schule gab es dann den Ruck. Für mich hieß es, den Arsch hochzukriegen. Ich ging zur Berufsberatung der Arbeitsagentur. Dort fragte man mich, was ich denn werden möchte. Als ich sagte, Schauspieler, meinte man zu mir: Okay, kein Problem, hier ist eine lange Liste mit den entsprechenden Schulen.