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Gesellschaft
von Marco Bertram     22 Juni 2009    
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5.0

Krummin

Sehr schöner Artikel! Ich war selber als Kind auch viele Sommer im Ferienlager in Krummin auf Usedom und in der CSSR. Aus dem verschlafenen Örtchen ging es an die wirklich ferne Ostsee, gemeinsam mit Berliner Großstadtkindern. Das hat mich auch geprägt (und stärker gemacht).
Was nicht vergessen werden darf: Es gab damals keine (Mobil)Telefone! Anrufen zum Plaudern war nicht möglich! Man musste mehrere Tage auf Post von der Mutti warten. Und des Öftern, als nach dem Kaffeetrinken die Post an alle ausgeteilt wurde, ging man leer aus. Dafür war die Freude umso größer, wenn ein Briefumschlag dabei war!
Um mir das Ferienlager-Gefühl noch zu erhalten, habe ich nach der Wende noch einige Sommer als Betreuer in Kinderferienlagern gearbeitet. Das waren auch sehr schöne Zeiten. Das änderte sich von einem Jahr aufs andere, als plötzlich die meisten Kinder Mobiltelefone hatten und wegen jeder Kleinigkeit zu Hause anriefen. Ständig hatte man aufgelöste Eltern am Telefon, die nicht verstanden was gerade mit dem behüteten Kind passiert und vereinzelt mit dem Anwalt drohten. Dilemma: Die hier kritisierte Elterngeneration war vermutlich selber als Kind im Ferienlager. Die Zeiten ändern uns ;-

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