Und nun das. Fidel is back. Der fast 84-jährige Revolutionsführer Fidel Castro zeigte sich am Montag bei einem TV-Interview - und das erstaunlich mobil und gut gelaunt. Etwa 30 Minuten sprach Fidel Castro über die wichtigen weltpolitischen Dinge. So attackierte er verbal die Regierung der Vereinigen Staaten und warnte vor einem Krieg zwischen Nord- und Südkorea sowie einer kriegerischen Auseinandersetzung mit dem Iran.
Die meisten deutschsprachigen Zeitungen verhalten sich jedoch neutral. "Fidel Castro zeigt sich im TV?" (Welt), "Castros Auftritt" (Frankfurter Neue Presse), "Kuba: Fidel Castro gibt Fernsehinterview?" (FAZ).
"Comandantes Comeback", titelte der Berliner Kurier, der relativ wohlwollend ("Die quietschfidele Castro-Show") über den TV-Auftritt berichtete.
Fakt ist, die Politiker kommen und gehen - Fidel bleibt. Mit Barack Obama erlebt Castro nun seit 1959 bereits "seinen elften US-Präsidenten". Castro hat einen Überlebenswillen, der kaum zu überbieten ist. Sage und schreibe über 600 Attentatsversuche hatte es während seiner Amtszeit gegeben - so berichtete der ehemalige kubanische Geheimdienstchef.
Auch eine zertrümmerte Kniescheibe, gebrochene Arme, umfangreiche Darmoperationen sowie eine vermutete Parkinson-Erkrankung ließen Castros Überlebenswillen nicht schmälern. Man darf gespannt sein, mit welchen TV-Auftritten der einstige Comandante in Zukunft noch die Weltöffentlichkeit überraschen wird...
