So gehen die Daten an ein Unternehmen für Zahlungsdienstleistungen sowie zwei Wirtschaftsauskunfteien, darunter die Schufa und die Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co.KG. Datenschützer gehen davon aus, dass "die Kundendaten über längere Zeit gespeichert und eventuell sogar Profile erstellt werden". Für Verbraucherschützer ein massiver Verstoß gegen Datenschutzauflagen und eine offensive Täuschung der Kunden. Denn diese werden über die Weitergabe der Daten nicht aufgeklärt. So erhalten sie keine Durchschrift und auch ein Aushang fehlt in den Geschäften. Die Rewe-Gruppe verweist nach Angaben von NDR Info auf den Umweltschutz: "Aufgrund der hohen Zahl von Kundenkontakten halte das Unternehmen die Aushändigung eines Doppels der Erklärung 'auch unter Kriterien der Nachhaltigkeit (...) nicht für angemessen'".
Fazit: Ein großes Unternehmen, versucht unter dem Deckmäntelchen des Umweltschutzes, sein Vergehen zu beschönigen. Lächerlich. Nun wird der Bundesverband der Verbraucherzentralen aktiv: Man prüfe, wie man gegen die Rewe Group nun vorgehen könne, sagte eine Sprecherin. Die Verbraucherschützer hatten jüngst in einem ähnlichen Fall Klage gegen die Handelskette Famila Nordost eingereicht.
