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Essener 2.9.2010 19:04
| Wo darf in Europa eigentlich noch ordentlich gepafft werden? |
| Magazin - Gesellschaft |
| Geschrieben von: Marco Bertram |
| Montag, den 12. April 2010 um 15:45 Uhr |
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Satte 1.000 kroatische Kuna (umgerechnet 139 Euro) müssen abgedrückt werden, wenn man dabei erwischt wird, eine Zigarette zu schmoken, obwohl dies an jenem Ort strikt verboten ist. Der rauchende Gast muss bei Verstoß ordentlich in die Geldbörse greifen, doch noch schlimmer trifft es den Wirt. Dieser muss bis zu 15.000 (2.100 Euro) Kuna Bußgeld abdrücken. Eine interessante Regelung gibt es in Schottland. Man folgte dem irischen Beispiel und führte im März 2006 das Rauchverbot an Arbeitsplätzen, Restaurants, Cafés und Pubs ein. Auch in Wartehäuschen ist das Qualmen einer Zigarette verboten, hinzu kommt, dass es verboten ist, sich in einem firmeneigenen PKW oder LKW eine anzustecken. Die nichtrauchenden Mitarbeiter werden dem Gesetz dankbar sein. In Deutschland können die Regelungen von Bundesland zu Bundesland variieren. In Berlin zum Beispiel gibt es Einraumkneipen, die als Raucherlokal deklariert sind. Der Zutritt ist nur Personen ab 18 Jahren erlaubt. Der gleiche Punkt gilt für Brandenburg und weitere Bundesländer. Ganz konsequent für den Nichtraucherschutz setzt sich Brasilien ein. Bereits seit 1996 - also noch lange vor den meisten europäischen Ländern - gibt es ein Gesetz, welches das Rauchen in öffentlich zugänglichen Gebäuden verbietet. In Brasilien tat man sich auch nicht schwer, weitgehende Werbeverbote für Tabakprodukte einzuführen. Tja, was bleibt denn da noch dem Raucher? Entweder mit dem eigenen Segelboot auf die hohe See fahren und dort abends beim einem leckeren Sundowner genüsslich eine Zigarre schmauchen oder aber sich dem "Smirting" widmen. Der Begriff stammt aus Irland - so vermutet man. Smirting bezeichnet das Flirten beim Rauchen vor Gebäuden wie Büros oder Restaurants, in denen ein Rauchverbot gilt. Kein Wunder also, dass in Frankreich die strengen Rauchverbote so schnell akzeptiert wurden...
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Diskutieren (8 Posts)
| Simon Sieber |
Wo darf in Europa eigentlich noch ordentlich gepafft werden?
Apr 20 2010 07:32:19 Die Intoleranz schlägt zurück. Jahrzehnte wurden wir von der Intoleranz der Raucher gepiesakt und nun verlangen die Raucher von den Nichtrauchern Toleranz. Wie kann man von jemanden etwas verlangen, was man selbst nicht lebt. Selbst bei der Kindererziehung ist Vorbild das ein und alles. Also liebe Raucher, zeigt uns mal erst was Toleranz ist und verzichtet in unserer Gegenwart freiwillig auf das Rauchen. Dann werden auch wir vielleicht mal toleranter.
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#14203 |
| Gregor Weißenborn |
Wo darf in Europa eigentlich noch ordentlich gepafft werden?
Apr 14 2010 10:35:02 Wären Raucher gegenüber ihren nichtrauchenden Mitmenschen gegenüber unaufgefordert und überall rücksichtsvoll und würden sie ihre Mitmenschen nicht rücksichtslos allerorts zuqualmen und würden sie auch ihre Kippen nicht überall hinschmeißen, würde sich diese ganze Diskussion erübrigen.
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#14136 |
| Achim Kremer |
Wo darf in Europa eigentlich noch ordentlich gepafft werden?
Apr 14 2010 08:47:43 Zu dem ganzen Hin und Her nur eine einzige Bemerkung:
"Auch der militanteste Nichtraucher wird nicht ewig leben!" Darauf eine leckere COHIBA mit Cognac X.O. |
#14135 |
| Otto von Braackenssieck |
Wo darf in Europa eigentlich noch ordentlich gepafft werden?
Apr 13 2010 18:11:04 Anfangs angekündigt als "Nichtraucherschutz" haben sich diese "Gesetze" mittlerweile entfaltet als absurde und diktatorische Gesetzgebung. Mit anscheinend als Hauptmotiv nur noch: „ Ich finde, dass es stinkt“ Dabei wäre es doch so einfach. Ein Schild “Raucher” oder “Nichtraucher” würde doch reichen. So könnten Erwachsenen selber entscheiden und auch das Personal hätte die Wahl "hier arbeite ich ja oder nicht". So hätte man auch noch Abermilionen an Steuern bei der Gesetzgebung und vor allem bei der Kontrolle des Vollzugs sparen können.
Wie weit gehen die Bemühungen der Regierungen noch ? Eine neue Idee wäre ein Aufkleber auf jeder Bratwurst "Diese Wurst ist fett und kann daher Tödlich sein" Ich rate die verantwortlichen Gesetzgebern, und den hier so stark vertretenen Verbotsfanatikern, zehn Minuten in einer geschlossenen Garage zusammen mit einem laufenden Motor zu verbringen, so lernt man was, im Gegensatz zu ein bisschen harmlosen Tabakrauch, wirklich gefährliche Abgase sind.(Nicht tun natürlich denn es ist wirklich tödlich) 192, wovon 185 Nichtraucher können sich in Kopenhagen im völlig rauchfreien Kongresszentrum nicht einigen über die Weltbedrohenden CO2 Emissionen. Und trotzdem gibt es Menschen die sich aufregen über ein bisschen Rauch in Gaststätten die sie auch noch ganz einfach meiden können. Es gibt in Bayern sogar eine sich selber Ökopartei nennende Gruppe die anstatt sich mit Ökologie zu beschäftigen eine ungeheuere Menge Energie verschwendet(warum wohl) bei einem Versuch die Welt, via einem Volksbegehren, fastfoodreif zu machen, eine ganze Kultur zu vernichten und Millionen Mitbürger die Lust auf einen gemütlichen Abend zu entnehmen. . Ich erlebe fälle, wobei Menschen die ihre Kneipe, Stammtisch als zweites Zuhause betrachten, verboten wird, obwohl auch der Inhaber, sein Personal und 90% der Kundschaft raucht, zu rauchen. Ich finde es unbegreiflich das in einer Demokratie eine kleine Mehrheit eine kleine Minderheit so meint Regieren zu können, obwohl es sehr gute Alternative gibt.". Ich habe, geschäftlich, auch "grün" motiviert, viel sehr viel mit der Bahn gereist, wunderschön, gemütlich viele Menschen begegnet, vor allem im Restaurant und Bar, ich könnte darüber einen Roman schreiben. Seit dem Rauchverbot, auch hier würde es gute alternative geben, gibt es diese spezielle "Bahn"Atmosphäre nicht mehr. Mir sind eine Anzahl von Menschen bekannt die jetzt lieber fliegen oder selber fahren(oder sich fahren lassen) Was leider immer auffält ist die unglaublich aggressive Intoleranz einiger Anti-Raucher. Alles darf rauchen nur Menschen nicht. Na ja, ich wünsche die Nichtraucher, eventuell vielen Spass mit den neuen Düftchen (Körpergeruch, Mundgeruch, penetrante Parfüme) in den von Rauchern befreiten Etablissements. |
#14131 |
| Jo |
Wo darf in Europa eigentlich noch ordentlich gepafft werden?
Apr 13 2010 16:35:05 @Manfred Sturm und alle, die sich "diskriminiert" fühlen:
Was für ein Schwachsinn! Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass man seinen Gestank nicht ungefragt an alle zufällig in der Nähe weilenden Mitmenschen verteilt. Besonders dort, wo andere essen oder trinken wollen, hat so etwas einfach nichts zu suchen - egal, ob erlaubt oder nicht, das gebietet schon die allgemeine Rücksichtnahme. Aus dem gleichen Grund stelle ich auch im Restaurant nicht meinen Ghettoblaster auf den Tisch oder sprühe alle Nachbartische mit meinem Lieblingsparfum ein, weil ich mein Essen so besser "genießen" kann. Und da offensichtlich die große Mehrheit der Raucher ob ihrer Sucht die einfachten Regeln des Zusammenlebens nicht mehr wahrhaben wollen, ist so ein Gesetz nur folgerichtig. |
#14128 |
| stefan |
Wo darf in Europa eigentlich noch ordentlich gepafft werden?
Apr 12 2010 14:51:29 Ich finde es schon amüsant dass gerade die, die ein Rauchverbot verursacht und nötig gemacht haben (die Raucher) sich jetzt drüber aufregen. Mit Toleranz seitens der Raucher hätte es gar keines gebraucht, die Pfeifenraucher sollen sich deswegen bei den Hardcorerauchern bedanken.
Jeder weiß doch das in Kneipen nicht geraucht wird, man kann sich drauf einstellen: wen die Rauchfreiheit so dermaßen stört, soll halt nicht reingehen! Ich fühle mich auch massiv diskriminiert: ich darf meinen Holzkohlegrill nicht im Lokal nutzen, sowas! Ob Pinte, Bar oder Restaurant - rauchfrei? Super! Heute wird aus Rauchfreiheit ein Drama gemacht, warum nur? |
#14115 |
| Tobias |
Wo darf in Europa eigentlich noch ordentlich gepafft werden?
Apr 12 2010 14:16:48 Alles totaler Mist! Wenn ich in eine Pinte gehe, muss ich mit rechnen, daß drinnen geraucht wird. Wem das nicht passt, soll draußen bleiben. Nichtraucherschutz. Was für ein Quark?!
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#14114 |
| Manfred Sturm |
Wo darf in Europa eigentlich noch ordentlich gepafft werden?
Apr 12 2010 14:12:42 Ich als langjähriger Pfeifenraucher fühle mich komplett verarscht. Ich habe in einer Eckkneipe meist nicht mehr die Möglichkeit, genüsslich meine Pfeife zu stopfen und zu rauchen. Früher war das alles kein Problem, heute wird daraus ein Drama gemacht. Das Gesetz ist eine Farce - ich fühle mich diskriminiert.
Mit freundlichen Grüßen Manfred Sturm |
#14113 |
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