So habe die "Art und Weise des Umgangs der beiden Herren mit ihm als Kunden das Fass zum Überlaufen gebracht", heißt es im Axel-Springer Konzern. Das Unternehmen hat Macht und beweist es an dieser Stelle einmal wieder. Der ddp verliert einen großen Verlag als Kunden, aber gewinnt an Erfahrung, dass nicht die Großen die Tantieme bringen, sondern auch die Kleinen. Angepasste und nicht überteuerte Angebote sind gefragt.
Aber ob sich die beiden Chef der Agentur darauf einlassen? Die beiden Eigentümer der ddp, Martin Vorderwülbecke und Peter Löw sind in der letzten Zeit eher durch hartes mediales Vorpreschen gegen die Konkurrenz aufgefallen. So warfen sie erst vor wenigen Wochen der Deutschen Presse Agentur (dpa) "sittenwidrige Verträge" und der AFP "subventionierte Dumpingpreise" vor. Mit so einem Auftritt gewinnt man keinen Blumentopf.
Und die Leser der Springer-Medien? Für sie schließt sich ein weiteres Kapitel Qualitätsjournalismus, falls es jemals eines gefunden hätten.