Christina Haverkamp: Jahrelanges Engagement für die Yanomami

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Von Marco Bertram     06 Februar 2010    
 
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altMittlerweile liegt der Zeitpunkt über 20 Jahre zurück. 1989 lernte Christina Haverkamp den Survival-Aktivisten Rüdiger Nehberg in Brasilien kennen. Gemeinsam mit ihm besuchte sie das erste Mal eine Siedlung der Yanomami-Indianer im brasilianischen Regenwald des Amazonas-Beckens. Das Schicksal dieses Volkes ließ sie nun nicht mehr los.
Seit den 90er Jahren engagiert sie sich für die Yanomami, errichtet vor Ort Krankenstationen in Brasilien und Venezuela und hält immer wieder Diavorträge in Deutschland. Momentan ist Christina Haverkamp im sehr abgelegenen Orinoko-Gebiet von Delgado Chalbaud unterwegs, um dort den Bau einer weiteren Krankenstation voranzubringen.
 


Die erste Krankenstation wurde 1997 im brasilianischen Ixima errichtet. Zuvor fuhr sie 1992 gemeinsam mit Rüdiger Nehberg auf einem Bambusfloß über den Atlantik, um auf das Schicksal der Urvölker Amerikas aufmerksam zu machen. Gemeinsam sammelten sie Gelder, um vor Ort im Regenwald die Projekte finanzieren zu können.


Die Umsetzung der Projekte war und ist alles andere als einfach. Anfangs gab es einen Kampf mit den Behörden, um die Erlaubnis für die Errichtung der überaus wichtigen Krankenstationen zu bekommen. 
Auch bei den Yanomami leisteten sie reichlich Überzeugungsarbeit, damit sie auch Steine als Baumaterial akzeptieren und die Notwendigkeit der Krankenstationen erkennen.

Medizinische Hilfe wurde in den 90er Jahren extrem wichtig. Goldsucher in den Stammesgebieten schleppten Seuchen und Krankheiten ein, von denen bis dahin die Yanomami komplett verschont blieben.
In den Wassertümpeln der Schürfgebiete fand die Anopheles-Mücke hervorragende Brutstätten. Malaria breitete sich in den Yanomami-Siedlungen aus. Auch Tuberkulose, Grippe, Windpocken und Masern grassierten plötzlich in den abgelegenen Dörfern.  

Im Rahmen ihrer spannenden Diavorträge macht Christina Haverkamp an deutschen Schulen auf das Schicksal der Yanomami aufmerksam. Bei den Schülern und Eltern stößt Christina meist auf offene Ohren. Mit Hilfe von Basaren, Ausstellungen, Konzerten und anderen Aktivitäten wurde und wird vielerorts Geld gesammelt.

Nach der ersten Krankenstation in Ixima wurde 2002 eine weitere Krankenstation in Papiu-Kayanaú errichtet. Eine dritte Krankenstation wurde im Orinoko-Gebiet Mavaquita (Venezuela) gebaut. Mit dieser Krankenstation werden die Yanomami-Dörfer Witohe, Sipoi, Karuana, Waichewe und Mavaquita medizinisch versorgt.
Längst ist Christinas Arbeit noch nicht abgeschlossen. Lassen es Finanzen und Kraft zu, wird sie sich noch viele Jahre für die Yanomami in Brasilien und Venezuela engagieren.
(M.B.)

Anmerkung der Redaktion:
In Kürze folgt ein Interview mit Christina Haverkamp

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