Wer entschädigt die S-Bahn-Fahrer für all die Strapazen?
- Dienstag, den 08. September 2009 um 22:20 Uhr
- Marco Bertram
- Bereich: Magazin -
- Gesellschaft
Bereits mittags hatte das turus Magazin über das S-Bahn-Desaster berichtet:
Das turus Magazin war vor Ort.
Oben auf dem Regionalbahnsteig drängten sich die Leute. Willkommen im Berufsverkehr! Keine Überraschung: Natürlich waren die Waggons des RE1 überfüllt. Hitze, Enge - eine echte Zumutung! Berlin ist momentan ein echtes Erlebnis. Wenn man auf den Nahverkehr angewiesen ist und keinen Dienstwagen zur Verfügung hat...
"Hey, schreib nicht so viel! Wer schreibt, bleibt! Aber der Regionalexpress endet irgendwann ...", rief mir ein Typ mit Bierpulle zu, als ich fleißig ins Notizbuch pinselte. Manch einer nahm und nimmt das ganze Desaster mit Humor.
Am Bahnhof Zoo wurde neu durchgemischt. Etliche Leute raus, etliche Leute rein. Gestresste Gesichter. Genervte Gesichter. Die Freude über das ganze Szenario stand ihnen regelrecht ins Gesicht geschrieben.
21 Uhr. Bundesplatz. Von der U9 hastete ich hoch zum S-Bahnsteig der Ringbahn. Als Berliner hört man selbst aus großer Entfernung geübt das S-Bahngeräusch. In letzter Sekunde sprang ich in den Waggon.
Glück gehabt. Die nächste Ringbahn in Richtung Ostkreuz kam erst in 22 Minuten. Komischerweise fuhr die S-Bahn in der Gegenrichtung fast im 5-Minutentakt.Â
Morgen beginnt dann wieder ein flotter Tag. Eines ist sicher. Um gegen sechs Uhr in der Früh zu meiner morgigen Arbeit nahe der Oranienburger Straße zu kommen, greife ich lieber auf die U-Bahn zurück. Sicher ist sicher!
Und vielleicht gibt ja morgen die S-Bahn auf ihrer Seite einen aktuellen Notfahrplan heraus. Bis dahin gilt: Hoffen und Beten!
Die große Frage bleibt: Wer entschädigt eigentlich all die S-Bahn-Fahrer, die diese Strapazen erleiden müssen?!
(M. Bertram)
Weiterer Bericht zum Thema S-Bahn in Berlin:
Wut im Bauch: Wieder S-Bahn-Chaos in BerlinÂ
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Weiterer Bericht zum Thema S-Bahn in Berlin:
Wut im Bauch: Wieder S-Bahn-Chaos in BerlinÂ
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