Samstag, 04 Februar 2012

Rückblick: Ferienlager und Klassenfahrten in der DDR

altFragt man die Leute, die in der DDR ihre Kindheit verbracht haben, was denn die schönsten Erinnerungen aus dieser Zeit sind, werden viele antworten: Schulklassenfahrten und Betriebsferienlager. Blicke ich - Jahrgang 1973 - auf Kindheit und Schulzeit zurück, muss auch ich sagen, die Aufenthalte in den Ferienlagern waren mit die intensivsten und schönsten Erlebnisse. Die Erfahrungen, die ich dort gemacht hatte, prägten meine gesamte Kindheit. Grund genug, im turus Magazin mal diese Zeit etwas genauer zu beleuchten und zu hinterfragen, was denn eigentlich so schön an dieser Zeit war.

Fahrten mit der Schulklasse waren prima und immer lustig. Mit den Kumpels und Freunden der Schulklasse der Polytechnischen Oberschule ging es fast jährlich für ein paar Tage irgendwo hin. Gemeinsam mit dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin und ein paar Elternteilen fuhren wir nach Dresden, Bad Doberan, zum Kloster Chorin oder nach Thale in den Harz.
Ein Besuch eines Konzentrationslagers oder einer sozialistischen Gedenkstätte als Pflichtprogramm sowie wirklich spannende Freizeitgestaltung wie eine Nachtwanderung oder eine Heuschlacht standen auf dem Programm. Klassenfahrten damals waren mit Sicherheit den heutigen Klassenfahrten ähnlich. Freundschaften wurden gefestigt, Dummheiten wurden angestellt und so ab der 7. Klasse warf man erste ernsthafte Blicke auf die Mädels...

Jedoch völlig einmalig und nicht vergleichbar mit heutigen Jugendfahrten oder Jugendcamps waren die Betriebsferienlager in der DDR. Ohne verblümt in (N)-Ostalgie zu verfallen, bin ich mir sicher, dass diese Ferienlager etwas wirklich einmaliges waren. Fast jeder Volkseigene Betrieb (VEB) in der DDR hatte irgendwo im Land ein Betriebsferienlager, in dem während der achtwöchigen Sommerferien die Kinder der Mitarbeiter für wenig Geld zwei Wochen verbringen konnten.

In der Regel durfte man ab der 2. Klasse in solch ein Ferienlager fahren. Die Altersobergrenze lag bei zirka 14 Jahren.
altIch weiß noch genau, als ich das erste Mal in das Betriebsferienlager der Fotochemischen Werke Berlin (ORWO) fuhr. Das Ferienlager Julius Just befand sich nicht weit weg von Berlin in Eggersdorf nahe Strausberg. Die Entfernung spielte als Kind überhaupt keine Rolle. Weg fahren war weg fahren. Egal, ob mit dem D-Zug neun Stunden bis nach Eisenach oder eine halbe Stunde mit der S-Bahn ins Berliner Umland.
Bereits in der S-Bahn nach Strausberg flennten die ersten Kinder und bekamen Heimweh. Die anderen freuten sich auf zwei Wochen elternfreie Zeit.
Ich gehörte der zweiten Gruppe an. Zu Fuß ging es vom S-Bahnhof Strausberg eine halbe Stunde lang bis zum Gelände des Betriebsferienlagers in Eggersdorf. Das Ferienlager war überschaubar. Etwa 120 Kinder waren pro Fahrt vor Ort. Viermal reisten Kinder der Werksangehörigen während der Sommerferien an und ab.

Auf dem Gelände in Eggersdorf gab es ein älteres Hauptgebäude mit Küche und Speisesaal, ein Anbau für die Mädchen und mehrere Holzbaracken für die Jungen. Die Kinder wurden je nach Alter in Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe hatte einen Gruppenleiter, die meist jüngere Mitarbeiter des Betriebs waren.
alt
Die Tage waren straff durchstrukturiert, doch als Kind empfand man dies überhaupt nicht schlimm. Ein wenig ärgerlich war die Mittagsruhe zwischen 13 und 15 Uhr, doch auch in den Doppelstockbetten der Holzbaracken konnte man genug Unfug treiben. Man erzählte sich Geschichten oder stiftete eine Kissenschlacht an.
Wer über die Stränge schlug, musste sich draußen an einen Baum stellen. Das galt auch nachts. Völlig ungezogene Kinder mussten auch schon mal von ihren Eltern abgeholt werden, doch das passierte in der Regel ziemlich selten. Fast jeder wusste, wie weit man gehen konnte. Die zwei Wochen im Ferienlager fühlten sich an wie eine Ewigkeit. Positiv betrachtet. Besonders die erste Woche war so spannend und gespickt mit so vielen Eindrücken. Gegessen wurde in Gruppen in einer langen hölzernen Veranda. Der eigentliche mit dem alten Parkettfußboden Speisesaal wurde für das Bergfest und andere Veranstaltungen genutzt.

Vormittags gab es meist Programm auf dem Gelände. Sport und Spiel oder Zeit zur freien Verfügung. Wer Durst hatte füllte sich Pfefferminztee mit Zitrone ab. Nachmittags ging es häufig an den nah gelegenen Bötzsee. Im nahen Bach durfte man auch schon mal Flusskrebse fangen und den Küchenfrauen schenken.
Wichtiger Bestandteil war selbstverständlich das Neptunfest, bei dem Kinder ausgesucht und eingefangen und anschließend "getauft" wurden. Es gab eine widerliche Brühe zu trinken und feuchten Sand in die Badehose.

Für Kinder waren diese Ferienlageraufenthalte wirklich gut und lehrreich. Man lernte, sich in anfangs völlig fremden Gruppen einzuordnen und schaute während der zwei Wochen über den heimischen Tellerrand hinaus. Nicht immer war das Ferienlager Zuckerschlecken.
Mitten in der Nacht gab es öfters Probe-Feueralarm. Barfuß und im Schlafanzug hatte man so schnell wie es ging draußen auf dem kalten Asphalt vor dem Hauptgebäude anzutreten. In Gruppen und nicht als wilde Horde. Die langsamste Gruppe bekam vom Lagerleiter mächtig was zu hören. Um halb drei in der Nacht. Die Sirene erinnerte ganz scheußlich an einen Fliegeralarm und der körnige Asphalt schmerzte auf den zarten Kinderfußsohlen. Bibbernd standen die Gruppen vor dem Gebäude und warteten sehnsüchtig auf die warmen Betten.

Wie gesagt, wer es nachts mit dem Unfug übertrieb, musste auch draußen antreten. Doch dann allein. Im Dunklen. An einem Baum. Eine halbe Stunde lang. Wer dort als Kind zwischen Gebüsch und finsteren Eichen verharren musste, bekam es natürlich mit der Angst zu tun. Zumal gerade zuvor in den Baracken die fürchterlichsten Horror-Geschichten von Hochbett zu Hochbett geflüstert wurden. Es kursierten die Gerüchte, dass ein Kindermörder sein Unwesen trieb und dass bissige Hunde des Nachts nach Beute suchten. Beliebt war auch immer wieder die Anekdote, dass ein Jugendlicher einen Draht über eine Landstraße gespannt hatte und somit ein Motorradfahrer geköpft wurde. Ohne Kopf soll er noch hunderte Meter gefahren sein. Fürchterlich. Die Jüngeren in der Baracke hielten sich die Ohren zu und verkrochen sich ins Bettzeug.

Vor dem Hauptgebäude wurde nicht nur beim nächtlichen Probealarm angetreten, sondern auch zum Fahnenappell, der ab und zu stattfand. Ohne Frage, ging es ziemlich stramm zu. Einen wichtigen Stellenwert hatten die sportlichen Aktivitäten. Kaum ein Kind konnte sich beklagen, dass es nicht genügend ausgelastet war.
Sportfeste, Nachtwanderungen und Radtouren standen an der Tagesordnung. Und das war durchaus gut so. Manch ein Kind lernte Aspekte kennen, die es von zu Hause überhaupt noch nicht kannte. Im Betriebsferienlager lernte man schnell, was es hieß, in der Gemeinschaft Spaß zu haben, und was es hieß, sich unterzuordnen und anzupassen.

Dreimal fuhr ich in den Sommerferien ins Ferienlager nach Eggersdorf. Manche Kinder traf man im nächsten Jahr wieder. 1985 erhielt ich die Möglichkeit, in ein Ferienlager in den Thüringer Wald zu fahren. ORWO Wolfen unterhielt dort ein kleines Betriebsferienlager. Kurioserweise habe ich keine einzige Erinnerung an diesen Aufenthalt. Nichts. Wirklich nichts. Kurios.
Um so fester hat sich mein Aufenthalt in Breege auf Rügen ein Jahr darauf eingeprägt. Zwanzig Berliner Kinder von FCW / ORWO Berlin durften in das große Hauptlager von ORWO Wolfen fahren. Da mein Vater Schichtarbeiter war, durfte ich solche Sonderfahrten auf Wunsch mitmachen. Ich hatte Sehnsucht nach Eggersdorf, doch dort konnte ich ja nächstes Jahr wieder hinfahren.

Das Betriebsferienlager in Breege war eine Erfahrung wert. Rund 700 Kinder und Jugendliche waren dort vor Ort. Rund 700 Kinder und Jugendliche aus dem Süden der DDR. Und wir 20 Ostberliner als Sondergruppe mittendrin. Das war nicht leicht, aber zugleich durchaus interessant und lehrreich. Wir 20 Ostberliner waren eine fest zusammengeschweißte Gruppe, die eigentlich komplett ihr eigenes Ding machte.
Gegessen wurde im großen Speisesaal in Schichten. Über Lautsprecher wurden die einzelnen Gruppen aufgerufen. Auch den Geburtstagskindern wurde über Lautsprecher am frühen Morgen gratuliert. Bereits in Eggersdorf feierte ich einmal meinen 10. Geburtstag. Damals war ich Mittelpunkt des gesamten Tages. Mein 13. Geburtstag war in Breege nicht wirklich Mittelpunkt. Am Morgen staunte ich nicht schlecht, als insgesamt vier Namen aufgerufen wurden. Jeden Tag der gleiche Ablauf. Fließbandarbeit.

1987 wurde es wieder nichts mit dem gemütlichen Ferienlager in Eggersdorf. Ich erhielt die einmalige Möglichkeit mit einer kleinen Gruppe nach Polen zu fahren. Dort bekämen wir eine eigene Unterkunft würden jedoch auch Kontakt zu polnischen Jugendlichen aufnehmen. Ich sagte zu.
Zwei befreundete Zwillinge, mir aus Eggersdorf bekannt, fuhren auch mit. Es ging nach Warschau und dann hoch nach Mikoshevo bei Gdansk an der Mündung der Weichsel. Ein Besuch in der Gedenkstätte KZ Stutthof stand auf dem Programm sowie Stadtspaziergänge auf eigene Faust in der Altstadt von Gdansk. Wir staunten nicht schlecht, als man uns etwas Taschengeld in die Hand drückte und uns viel Spaß wünschte.
Wir aßen kiloweise Eis und kauften schwarz-weiß Fotos von "Bravo"-Postern und deckten uns mit Ansteckern ein. Was es in Ostberlin nicht gab, konnte man sich an den Ständen in Gdansk besorgen. Wir waren 14 und es war für uns das Paradies. In den 80er Jahren durfte man als DDR-Bürger nicht frei in die VR Polen reisen, bei Kindern und Jugendlichen wurden Ausnahmen gemacht.

Zwei Dinge blieben ganz besonders in Erinnerung. In Läden und Restaurants gab es so gut wie kein Fleisch zu kaufen. Für uns wurde im Restaurant ein Schnitzel serviert. Für uns war das äußerst unangenehm, weil alle anderen im Restaurant zu uns herüber schauten.
Des Weiteren werde ich niemals vergessen, wie in der Warschauer Innenstadt zwei Milizangehörige mit grauer Lederjacke und Gummiknüppel einen Obdachlosen verprügelten. Ich war schockiert. So etwas hatte ich noch nie zuvor mit eigenen Augen gesehen.

1988 wäre ich als 15-jähriger ein letztes Mal ins Ferienlager gefahren. Entweder noch einmal nach Polen oder ins geliebte Eggersdorf. Eigentlich. Da es jedoch in letzter Zeit in den Baracken der Ferienlager häufig zu sexuellen Handlungen zwischen den heranwachsenden Jugendlichen kam, wurde die Altersgrenze kurzerhand auf 14 heruntergesetzt.
Die beiden Zwillinge durften noch einmal nach Polen fahren. Ich nicht. Die schlechte Nachricht kam erst wenige Wochen vor den Sommerferien. Ich war geschockt.
Das erste Mal in meinem Leben war ich für etwas zu alt. Auch das war eine wertvolle, wenn gleich schmerzvolle Erfahrung. Mit meinen Eltern besuchte ich Bekannte auf einem Grundstück an einem See bei Prieros.
Ein Stück weiter befand sich am Ufer des Sees ein Ferienlager. Die typischen Lagergeräusche wurden vom Wind dumpf herüber getragen und erinnerten mich jeden Tag daran, dass ich ja eigentlich ...

Ich hätte heulen können. Um so mehr wurde mir bewusst, welch tolle Erfahrung die Aufenthalte in den Betriebsferienlagern war ...
Wer war auch im Ferienlager in Eggersdorf oder Breege?

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Gesendet: 22 Jan 2012 21:45 von Nancy #18200
ich war irgendwie 87-89 in ilmsdorf (nähe eisenach) im ferienlager gibts da noch irgendwelche leute oder fotos??? war echt toll da

liebe grüße nancy
Gesendet: 03 Jan 2012 01:11 von koboldpitti #18052
Ich war viele Jahre zwischen 1979 und 1989 im Ferienlager Breege/Juliusruh der Filmfabrik Wolfen, öfters sogar mehrere Durchgänge lang, Ich war gern dort an der Küste, ob nun als Steppke oder später als Betreuer ( habe der Tradition folgend im Betrieb meines Vaters gelernt ).
Man was für Zeiten:
- die erste Disko
- die erste "große" Liebe
- der erste Kuss, na ja das andere später auch,
ich denke gern daran zurück
Gesendet: 01 Jan 2012 22:22 von Kathleen #18048
Hallo Stephan und Thomas..habe jetzt erst wieder in das Forum gesehen und freue mich riesig über Eure Antworten..genau..die Strasse zum Strand..und der Sportplatz..ich erinnere mich..hab damals mal ne Medaille im weitwurf gewonnen und war soo stolz.freue mich auch dass es noch existiert.Beim nächsten usedom Urlaub sehe ich es mir an.Danke *megafreu*
Gesendet: 21 Sep 2011 12:26 von Steffen #17482
Habe im Netz folgendes Filmchen gefunden. Absolut genial:
www.youtube.com/watch?v=NFyH0cl9tBU&...=channel_video_title
Gesendet: 07 Sep 2011 16:44 von Marco Bertram #17333
Vielen lieben Dank für all die Kommentare und Antworten.
Wir werden uns des Themas "Ferienlager in der DDR" noch mehr annehmen!

Und ach ja, bitte beachten, dass es hier im Forum noch einen zweiten Thread gibt:

www.turus.net/forum/zeitgeschehen/968-ge...nderferienlager.html

Beste Grüße

Marco
Gesendet: 30 Aug 2011 16:13 von Carmen #17020
Ich noch mal.... mein Lebensgefährte war in "Linde Am See " weiß jemand wo das ist denn er weiß es leider nicht mehr ?! Wäre echt toll wenn es jemand weiß !!!!
Gesendet: 30 Aug 2011 16:10 von Carmen #17019
Hallo ihr Lieben,
ich war damals in Graal Müritz und in Mellenbach im Ferienlager und ich fand diese Zeit auch ganz toll !! Ich kann nicht behaupten,daß mir dort der Staat seine Meinung aufzwingen wollte im Gegenteil ich habe eine schöne Zeit in der DDR verbracht !!
Gesendet: 26 Aug 2011 22:27 von anja #17008
Hallo, war 1883/84 in lenz, war noch jemand da? oder weiß jemand was aus den Ferienlager geworden ist?
Gesendet: 18 Aug 2011 22:19 von Thomas #16976
Hallo Kathleen,
das Ferienlager in Ückeritz (am Sportplatz), welches vom CKB in Bitterfeld genutzt wurde, hieß Phillip Müller. 100m Daneben gab es noch eines (auf der linken Seite an der Straße zum Strand), aber wie dass hieß, weiss ich leider nicht. "Phillipp Müller" wurde leicht umgebaut. Der Bungalowstil wurde natürlich beibehalten.
Gott ist das alles lange her. Da packt einen wieder dieses Fernweh.
Gesendet: 14 Aug 2011 14:41 von Stephan #16958
Hallo Kathleen, das Ferienlager in Uecketitz gibt es immer noch. Es hat sich kaum verändert. War vor zehn acht Jahren im der Nähe und habe es mir angeschaut. Und sofort wieder erkannt und es kamen viele alte Erinnerungen hoch. War dort im Ferienlager und zwei mal vom Trainingslager aus. Bin Baujahr 1979, bin dieses Jahr auf Rügen, mich würde interessieren ob es das Ferienlager in Breege noch gibt? War echt immer eine schöne Zeit und unvergesslich!
Gesendet: 08 Aug 2011 22:41 von Kathleen #16930
Bin BJ 1971 und war mehrfach im Kinderferienlager Ueckeritz, welches nicht direkt am Strand lag, weiss leider nicht mehr wie es heisst und ob es heuts noch existiert. Geweckt wurden wir immer mit dem Lied "Aufstehn ist schoen", vielleicht erinnert sich jemand. War ne schoene unvergessene Zeit, bekommt man wirklich feuchte Augen, moechte manchmal die Zeit kurz zurueckdrehen. Weiss jemand was aus dem Lager geworden ist?
Gesendet: 26 Jul 2011 18:04 von jovifan76 #16799
Hallo,
ich war als Schwedter 2x im Ferienlager ( Mittelherwigsdorf 86 und 88 ). War die schönste Zeit in der Kindheit. Suche auf diesem Weg Leute, die auch in Mittelherwigsdorf waren.

Freu mich!
Gesendet: 21 Jul 2011 21:47 von simone #16774
Ich war 07/1986 in glowe im ferienlager von meiner Berufschule aus .Habe da 4 wochen gearbeitet ,und suche jetzt leute die mit mir dort gearbeitet haben.wäre schön wenn sie sich melden würden
Gesendet: 21 Jul 2011 09:16 von Jupi #16768
Hallo Freunde der DDR-Ferienlager,
ich habe gerade diese intressante Diskussion gefunden. Ich Bj 55 habe natürlich auch viele Ferienlagererfahrungen. Ich glaube mit 6 oder 7 Jahren war ich das erstemal in Breege/Juliusruh ORWO - Betriebsverienlager. Dann natürlich fast jedes Jahr. Nur 68 nicht, da durfte ich in die CSSR fliegen!. Auch ein tolles Erlebnis. Ich muss allen Vorschreibern recht geben, Ferienlager waren ganz besondere Erlebnisse. Ich hatte das große Glück meine Leidenschaft für Ferienlager zum Beruf zu machen. Ich leite seit 1983 solch ein Ferienlager. Sicher hat sich seit 1990 einiges verändert, was geblieben ist, ist der Spaß den die Kinder und Jugendlichen heute noch haben. Wer seinen Kindern auch dieses Erlebnis ermöglichen möchte - es gibt noch zahlreiche Ferienlager.

Viele Grüße an alle Ferienlagerkinder
Jupi
Gesendet: 19 Jul 2011 16:21 von Liane #16759
OH Mann, ab 2. Klasse jede Sommer ferien entweder zur Kur und Vatersbetriebsferienlager von der Energieversorgung Magdeburg oder aber Ferienlager von Mutters Betrieb der HO Magdevurg. Ich war soviel auf Achse in den Ferien, weiß schon gar nicht mehr wie oft. Mit 14 war es dann vorbei, schade war wirklich eine geile Zeit. Nix mit politischer Bildung oder so. Einfach nur Kind sein, sich erholen, Ich bin Jahrgang 49.
Gesendet: 13 Jul 2011 23:50 von Rolf #16724
Hallo liebe Kinder,

war jemand von Euch mal im Ferienlager Straußberg b. Sondershausen? Ich war einmal in meinem Leben in einem Ferienlager, das war Straußberg im Sommer 1969.

Bekannt ist der Ort auch unter dem Namen Feuerkuppe.

Viele Grüße aus Rheinhessen,
Rolf
Gesendet: 04 Jul 2011 14:42 von Ramona Schmidt #16681
der Artikel ist klasse!! Man kann sich sofort zurück erinnern..toll
Ich bj 1977 bin oft in den Harz oder Thüringer wald gefahren, da waren die Nachtwanderung immer mit nervenkitzel...achja schöne alte zeit!!
Mein sohn war vor 2 jahren 10 tage an der ostsee ungewaschen und stinkend aber er fands toll...
Gesendet: 26 Jun 2011 18:58 von Marcel #16664
Ich nochmal...
Mailadresse dient nur dem Spamschutz...
von daher neuer Post mit Mailadresse

Hallo!

Ich suche Teilnehmer vom GST Ferienlager Wilhelm Pieck Juliusruh / Breege (Insel Rügen), hauptsächlich 1984-1989.
Auch die damaligen Betreuer, hauptsächlich waren das Studenten, werden gesucht.
Meldet euch !!!

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Gesendet: 26 Jun 2011 18:53 von Marcel #16663
Hallo!

Ich suche Teilnehmer vom GST Ferienlager Wilhelm Pieck Juliusruh / Breege (Insel Rügen), hauptsächlich 1984-1989.
Auch die damaligen Betreuer, hauptsächlich waren das Studenten, werden gesucht.
Meldet euch
Gesendet: 10 Jun 2011 02:43 von Birgit #16574
@ Rocco

MELD MELD MELD!!!

Ich war in Mulda... Baujahr 70 und in den Ferien damals fast schon mit dem Ferienlager verwachsen. Bin nur 2x fremdgefahren und habs bitter bereut. War bestimmt 8x dort (Sommer und Winter). Ich denk immer wieder an die Zeit zurück. Das Ambiente dort war einfach der Hammer. Für nen DDR-Ferienlager echt der Hit. Ein schönes Haus mit kleinen Zimmern, meist vierer und ein Schneewittchenzimmer mit sieben Betten und nicht so viele Kinder - einfach wie eine große Familie...
Cartfahren, Reiten, Nachtwanderungen, viele tolle Fahrten oder das Basteln in Großhartmannsdorf (hieß das so???). Ich habe es nie vergessen - genau wie mein Bruderherz, der mich in den letzten Jahren dorthin begleitet hat .

*in Erinnerungen schwelg*
Gesendet: 23 Mai 2011 15:58 von Nadine #16453
Hallo.
Bin Jahrgang 76 und war 3x in Lehnin (Brandenburg). War einfach eine schöne Zeit. Und was soll der Blödsinn - das war nur ein Insttrument Kinder politisch zu formen. Wir hatten einfach eine wunderschöne unbeschwerte Zeit. Ich hatte in der DDR nichts auszustehen. Meine Eltern haben mir alles ermöglicht.
Gesendet: 17 Apr 2011 22:39 von andrearitz #16353
Ferienlager, auch ich war öffters in Ferienlager, bzw auf reisen, von der Schule aus. Ich war in Berlin, auf der Insel Rügen und am nördlichen Teil Kap Arkona, hab damals einen Stein, mit glitzer steinen drin gefunden, habe ihn immer noch.
Gesendet: 11 Apr 2011 01:20 von Holger #16339
Ich erinnere mich gern an diese Zeit zurück. War ich doch wahrscheinlich in dem Ferienlager bei Prieros, dass Marco hier beschreibt. Diese Ferienlager lag mitten im Wald am "Blauen See" - eine ehemalige Lehmgube. Jedes Jahr haben wir dort viel erlebt. Waren wir doch in Berlin, Potsdam, Finow und im Spreewald. Wir waren auf dem Fernsehturm am Alex, zum Motorbootrennen, Pferderennen, im Plänterwald.....
War vor ein paar Jahren mal wieder dort und war überrascht. Den schlamigen Waldweg dorthin gab es nicht mehr. Er war gepflastert und die kleinen Bungalows dort waren zu Ferienhäusern geworden. Lang, lang ist es her.
LG Holger Bj.66
Gesendet: 31 Mär 2011 13:58 von Marco Bertram #16299
Ich habe gestern eine alte Postkarte gefunden. Nun weiß ich, wo sich das ORWO-Ferienlager in Thüringen befand: In Großbreitenbach...

Gruß Marco

postkart_ddr.jpg
Gesendet: 12 Jan 2011 19:36 von Rocco #16003
Hallo -

bin BJ 69 und suche Euch - die mit mir zusammen im Ferienlager in Mulda waren!?
Ich war einige Male dort - bis 1983

WER KENNNT JEMANDEN??
Gesendet: 31 Dez 2010 06:51 von manfred #15942
Hi suche Leute die wie ich zwischen 1979-1982 in radeland.von veb Metallmöbel.
Gruß Manne
Gesendet: 17 Nov 2010 19:56 von Robert #15734
Ooooooooooooooooh! Was für Erinnerungen da hoch kommen. Kriege auch Pipi in den Augen...
Lieben Gruß Robert
Gesendet: 16 Nov 2010 17:52 von Uwe #15726
Ich (BJ 81) war früher auch viele Male im Ferienlager, meist in Schneckenmühle. Die haben sogar die Wende überstanden bzw. betreibt heut ein Verein das Ferienlager zwischen Erzgebirge und Sächsischer Schweiz. www.schneckenmuehle.de
Gesendet: 11 Nov 2010 15:54 von Michaela #15693
Ich komme aus der Tschechischen Republik und war als 14-jährige (1983) in einem Ferienlager in Ückeritz/ Usedom. Mich würde sehr interessieren, ob jemand weiß, was mit diesem Lager passierte. So viel ich mich erinnern kann, gehörte der Lager dem DDR Fernsehen, oder mindestens waren wir alle Kinder von Fernsehmitarbeitern. Ich kann mich nicht erinnern, wie der Lager hieß, aber es ist für mich eine unvergessliche Zeit!
Gesendet: 08 Okt 2010 16:00 von Steve #15474
Die Zeit im Ferienlager war immer schön. Schade das wir das unseren Kindern heute nicht mehr so bieten können. War mehrmals in Leupoldishain und später 2 mal in Hainichen. (Bj.79)
Gesendet: 08 Okt 2010 16:00 von Steve #15473
Die Zeit im Ferienlager war immer schön. Schade das wir das unseren Kindern heute nicht mehr so bieten können. War mehrmals in Leupoldishain und später 2 mal in Hainichen. (Bj.79)
Gesendet: 07 Okt 2010 11:33 von Sandra #15461
An meine Ferienlageraufenthalte erinnere ich mich auch sehr gern zurück. Die tollen Ausflüge, neue Freundschaften und einfach nur wegfahren.
Weniger schöne Erinnerungen habe ich an die Pionier- und FDJ-Lager.
Gesendet: 21 Sep 2010 20:43 von Tomi #15394
Mensch, da bekommt man ja richtig Pippi in die Augen. Ja, wirklich eine schöne und sorgenfreie Zeit. Bin Bj. 68
Gesendet: 13 Sep 2010 00:34 von manme #15345
Ja das war früher.Eine schöne zeit leider. Dürfte. Man. Nur bis 14. Jahre ins.Ferienlager fahren.ick war. In radeland.
Gesendet: 11 Sep 2010 00:36 von andreas #15341
Schneeberg,Bolz,Weimar
Jahrgang 67
Geile Kindheit !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Gesendet: 05 Sep 2010 17:57 von Nicole #15315
Oh ja, ich war auch jedes Jahr im Ferienlager. Meistens in Schneckenstein (Vogtland) im Sommer wie im Winter. Und zweimal in Dhrleny (oder so ähnlich) in der Tschechei. War absolute klasse.
Gesendet: 19 Aug 2010 15:21 von Mirko Pemsel #15175
Suche Leute die ca. 1984 1985 in Steinach im DDR Ferienlager waren .
Gesendet: 06 Aug 2010 02:18 von Kay #15106
3 mal F-Lager der DDR immer in der CZ(2x Ustek, 1x unbekannt)... und nun bin ich (jahrgang 74) selbst frisch vater und weis das ich diese schönen erlebnisse meinen sohn so nie bieten kann - eigentlich schade!
Gesendet: 30 Jul 2010 00:40 von Gohli #15093
Oh wie schön, ich würde sofort wieder ins Ferienlager fahren, incl. Apell unter der Linde. Ich war bestimmt 10 mal dort, Winterlager mitgerechnet. Und immer in Verchen bei Demmin.
Hammer , und liebe Grüße an Herr Zilm!
Immer bereit Annette
Gesendet: 14 Jul 2010 01:47 von Stefan #14950
Sehr schöner Artikel! Ich war selber als Kind auch viele Sommer im Ferienlager in Krummin auf Usedom und in der CSSR. Aus dem verschlafenen Örtchen ging es an die wirklich ferne Ostsee, gemeinsam mit Berliner Großstadtkindern. Das hat mich auch geprägt (und stärker gemacht).
Was nicht vergessen werden darf: Es gab damals keine (Mobil)Telefone! Anrufen zum Plaudern war nicht möglich! Man musste mehrere Tage auf Post von der Mutti warten. Und des Öftern, als nach dem Kaffeetrinken die Post an alle ausgeteilt wurde, ging man leer aus. Dafür war die Freude umso größer, wenn ein Briefumschlag dabei war!
Um mir das Ferienlager-Gefühl noch zu erhalten, habe ich nach der Wende noch einige Sommer als Betreuer in Kinderferienlagern gearbeitet. Das waren auch sehr schöne Zeiten. Das änderte sich von einem Jahr aufs andere, als plötzlich die meisten Kinder Mobiltelefone hatten und wegen jeder Kleinigkeit zu Hause anriefen. Ständig hatte man aufgelöste Eltern am Telefon, die nicht verstanden was gerade mit dem behüteten Kind passiert und vereinzelt mit dem Anwalt drohten. Dilemma: Die hier kritisierte Elterngeneration war vermutlich selber als Kind im Ferienlager. Die Zeiten ändern uns ;-/
Gesendet: 29 Jun 2010 16:09 von Jona #14813
Ich war 1x im Ferienlager in Tännich (Thüringen). Das war damals im Wendesommer, ich war in der 3. Klasse und es gab schon Westgeld. Schön war die Zeit...
Gesendet: 24 Jun 2010 16:11 von Roland #14725
An alle die, welche doch die so schöne Zeit im Ferienlager vermisse.
Ich selbst bin Jahrgang 1963 und habe manschen Sommerurlaub im Ferienlager verbracht und aus meiner Kindlichensicht fand ich es auch schön. Aber mit zunehmenden Alter muss man erkennen, das dies nur ein Instrument war um Kinder Politsch zu verformen. Nun frage ich mich was war daran nun so schön ?? Wir können alle froh sein das es derartige Instrumente nicht mehr gibt und sich heute sogar Kinder eine eigene Meinung bilden dürfen.

Roland
Gesendet: 21 Mai 2010 18:22 von Arne #14362
Hallo, man, jetzt kriege ich ne Gänsehaut. Damals bin ich mit mein Zwillingsbruder 2x im Jahr immer in Ferienlager gefahren, unser Lieblingsort war im Sommer in Prebelow und im WInter in Einsiedel oder in Wetteratal, es war ein sehr schönen Zeit wo man nie vergessen kann. Mann musste immer weinen, wenn wir alle wieder nach Hause fahren müssen, schade, dass es heute nicht mehr gibt, Sch***kapitalisten!

LG Arne
Gesendet: 04 Mär 2010 15:47 von Andreas Lux #13652
Ich bin durch Zufall hier drauf gestoßen. Ich las och nich einmal den Text durch und schon war mir klar, welches Empfinden gemeint ist. Auch ich war in einigen Pionier- (Cramonshagen ndl. Schwerin), Ferien- (Spreewald-Lübben), Betriebs- (Usedom, Name leider vergessen oder Schwimmlager (Alt Jabel bei Dömitz).
In allen empfand ich das gleiche
Ich bin Jahrgang 1976
Andreas
Gesendet: 18 Feb 2010 20:47 von Ingo #13516
Es war schon eine sehr schöne zeit ware selbst im Ferienlager auf Usedom - Korswandt
Gesendet: 29 Dez 2009 20:56 von Gabi #12935
ich war mehrere male im ferienlager. das war so eine schöne zeit. erinnere mich sehr gerne daran zurück. sowas gibts heute nicht mehr.
Gesendet: 27 Okt 2009 10:45 von Magdalena #12321
Das kann ich mir vorstellen, daß Marco hat als kleiner Bengel eine Menge Spaß hatte. ich fuhr in Polen leider nicht ins Ferienlager...
Gruß Magdalena
Gesendet: 26 Okt 2009 23:03 von Fritze #12315
Ooooooooooooooh, mir werden vor Sehnsucht die Augen feucht. Mensch, wie war das schön damals. Wenn man nur für einen Tag die Zeit zurückdrehen könnte.. *seufz*
Gesendet: 22 Okt 2009 12:42 von Tobi #12283
In der DDR war fast alles was mit Kindern und Jugend zu tun hatte, besser als in der Gegenwart. Kinderferienlager war optimal für die Erziehung und Freizeit des Nachwuchses. Ja auch ich erinnere mich gern an diese Zeit zurück. Ich war von KWO nach Malchin ins Lager gefahren.
VG Tobi

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