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| Deutsche Sprache: Hohe Sympathie für Norddeutsch |
| Magazin - Gesellschaft |
| Geschrieben von: Ralf Schmahld |
| Donnerstag, den 18. Juni 2009 um 17:04 Uhr |
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Eines der wichtigsten Ergebnisse der in ihrer Komplexität einzigartigen Studie ist die große Verbundenheit der Deutschen mit ihrer Sprache. 87% aller Befragt Mehr als die Hälfte aller Deutschen, nämlich 60%, sprechen einen Dialekt. Die meisten Dialektsprecher leben im Süden bzw. Südwesten Deutschlands und im Ostteil Berlins: Im Saarland sind es 94%, in Bayern und in Baden-Württemberg jeweils 86%, in Rheinland-Pfalz 75%. Mit 83% gehört auch der Ostteil Berlins zu einem der Gebiete mit dem höchsten Anteil an Dialektsprechern. Das Vorurteil, Dialekte seien ein Zeichen von niedrigem sozialen Status, konnte die Studie widerlegen: Es zeigte sich kein Zusammenhang zwischen Dialektkompetenz und Bildungsgrad. Am sympathischsten wird der norddeutsche Dialekt empfunden (24%), gefolgt von Bairisch (20%) und Alemannisch (13%). Nur eine Minderheit (9%) gibt an, keinen Dialekt zu mögen, und immerhin fast ein Drittel der Befragten findet keinen der deutschen Dialekte unsympathisch. Liebe und Stolz für die deutsche Sprache? mitdiskutieren im turus|Leserforum Fremdsprachigen Akzenten stehen die Deutschen eher positiv gegenüber. Fast die Hälfte aller Teilnehmer der Studie (48%) erklären, dass es keinen Akzent gibt, der ihnen unsympathisch ist. Nur ein Fünftel findet keinen Akzent sympathisch. In der Riege der positiv bewerteten Akzente schneidet der französische mit 36% eindeutig am besten ab. Deutsch mit einem italienischen Akzent wird von 21% der Befragten als sympathisch bewertet. Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung (43%) empfindet die Verständigung mit Einwanderern als schwierig oder sogar sehr schwierig. Dass Einwanderer in bestimmten Lebensbereichen überwiegend ihre Muttersprache sprechen, bewerten 44% der Befragten ebenfalls als schlecht oder sehr schlecht. Waren es 1997/1998 noch 53% der Deutschen, denen Veränderungen in der deutschen Sprache auffielen, so sind es heute 84%. Als Ursachen des Wandels werden der Einfluss durch fremde Sprachen (28%), und hier vor allem des Englischen (21%), wahrgenommen, die (neue) Rechtschreibung (25%), die Sprache der Jugend (15%), mangelnde Sprachsorgfalt, unangemessenes Sprechen und Schreiben (12%) sowie Veränderungen in der Grammatik. Die Hauptverantwortung an der Veränderung der deutschen Sprache wird mit 37% den Medien zugeschrieben. Die Mehrheit der Befragten betrachtet die Entwicklung der deutschen Sprache mit gemischten Gefühlen oder sogar mit Sorge. Auf die Frage, ob die Veränderung der deutschen Sprache positiv oder negativ zu bewerten sei, antwortet mehr als die Hälfte der Befragten (53%) unentschieden. 30% sind der Ansicht, die Entwicklung sei "eher besorgniserregend" oder "sehr besorgniserregend". 16% der in Deutschland lebenden Bevölkerung findet die Veränderungen "eher erfreulich" bzw. "sehr erfreulich". Einwanderer bewerten die Entwicklung der deutschen Sprache deutlich positiver als Muttersprachler. Fast alle Befragten halten es für wichtig bis sehr wichtig, dass man sich beim Sprechen (92%) und Schreiben (95%) sorgfältig ausdrückt und die Rechtschreibregeln beachtet. Einwanderer messen der Sorgfalt beim Sprechen eine noch größere Bedeutung bei. 78% der Deutschen sind der Meinung, dass mehr für die deutsche Sprache getan werden sollte. Ein Gesetz zum Schutz der deutschen Sprache lehnt die Mehrheit (58%) dennoch ab. Vor allem von Lehrern, Schulen und Jugendeinrichtungen wird erwartet, dass sie sich stärker um die Sprache kümmern sollten (73%). An zweiter Stelle wird die Politik genannt (39%), an dritter Stelle die Eltern (28%). Liebe und Stolz für die deutsche Sprache? mitdiskutieren im turus|Leserforum |
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