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Vor zwanzig Jahren: Allianz für Deutschland wird gegründet **
Am 05. Februar 1990 wurde in der DDR von den Parteien
Christlich-Demokratische Union (CDU-Ost),
Deutsche Soziale Union (DSU) und
Demokratischer Aufbruch (DA) das Wahlbündnis
"Allianz für Deutschland" für die Volkskammerwahl 1990 gegründet.[/quote]
Am gleichen Tag wurden acht Mitglieder des Zentralen Runden Tisches, darunter Wolfgang Ullmann, Rainer Eppelmann, Matthias Platzeck und Tatjana Böhm, von Regierungschef Hans Modrow in die DDR-Regierung aufgenommen. Es entstand die
"Regierung der nationalen Verantwortung". [/quote]
Die
Allianz für Deutschland hatte sich zu den ersten und letzten freien Wahlen zur Volkskammer der DDR am 18. März 1990 zusammengeschlossen. Die
Allianz für Deutschland trat für eine rasche Vereinigung der DDR mit der Bundesrepublik ein. Zudem sollten die alten Länder wiederhergestellt werden.[/quote]
Bei der Volkskammerwahl im März 1990 erzielte die
Allianz für Deutschland ein sensationelles Wahlergebnis. Zusammen holten sie 48,15 Prozent der Wählerstimmen. Die
CDU erhielt 40,9%, die
DSU 6,3% und der
Demokratische Aufbruch (DA) 0,9%.[/quote]
Für die absolute Mehrheit genügte es allerdings nicht. 192 von insgesamt 400 Volksklammer-Mandaten erreichte die Allianz. Eine Sperrklausel gab es damals nicht. Selbst die
NDPD erreichte mit 0,4% Wählerstimmen zwei Mandate. Der
Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD) erreichte 0,33% der Stimmen und das
Aktionsbündnis Vereinigte Linke erreichte 0,18% der Stimmen. Beide erhielten jeweils ein Mandat in der Volkskammer.[/quote]
Gemeinsam mit den
Liberalen (BFD) und der
SPD bildete die
Allianz für Deutschland eine Große Koalition. Der erste frei gewählte Ministerpräsident wurde Lothar de Maizière.[/quote]
Mit dem Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 löste sich die
Allianz für Deutschland auf.[/quote]
(M.B.)[/quote]