Mittwoch, 08 Februar 2012

Swoopo: Markenprodukte in der Penny-Internet-Auktion

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Die neue Canon EOS 550D für schlappe sechs Cent, ein Acer Aspire Timeline für sechs oder das neue iPad für zehn Euro? Theoretisch ist das möglich, aber nur in der Theorie, denn auf der Penny-Auktions-Plattform "swoopo" sind mehr als zwei Millionen User unterwegs, die ebenfalls aus der Theorie Praxis werden lassen wollen.

Die Idee ist relativ einfach, aber dennoch effektiv und vor allem eines: nichts für schwache Nerven. Betritt man die Webseite www.swoopo.de, sieht man gleich worum es geht. Produkte die an einem Countdown kleben, der sich kurz bervor er auf die Null zuläuft noch einmal um zehn Sekunden verlängert – ein Zeichen für ein neues Cent-Gebot. Denn durch jedes abgegebene Gebot steigt der Preis des Produktes um bis zu zehn Cent und die Auktionszeit verlängert sich automatisch um bis zu 20 Sekunden. Jedes abgegebene Gebot kostet dabei 50 Cent. Der letztbietende Teilnehmer erhält den Zuschlag, wenn die Zeit abgelaufen ist. Um an den Auktionen teilzunehmen, müssen zunächst Bids gekauft werden. Jedes Bid kostet 50 Cent und wird in BidPacks verschiedener Größen verkauft. Alle Infos liefert die Seite in einem ausführlichen (Swoopo Guide)

swopooDas ganze läuft unter dem Motto: "Puls rauf. Preis runter". Dabei müssen die User aber nicht vor dem Bildschirm verweilen, sondern können über den Bietbutler ihre Einsätze steuern. Nach Angaben der Betreiber des Internet-Auktionshaus, das seit Sommer 2005 von der Münchner Entertainment Shopping AG betrieben wird spare der Gewinner inklusive seiner eingesetzten Gebote 65 Prozent im Vergleich zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers. Dabei könnten Gebote sowohl per Internet-Klick als auch per Anruf abgegeben werden. Die Geschäftsidee tangiert leicht den der "amerikanischen Versteigerungen" bei der jeder zahlt, der ein Gebot abgibt. Im Gegensatz dazu verrechnet swoopo die gesetzten Gebote als Rabatt.

Wo Erfolg ist steckt auch viel Potenzial für Vermutungen. Swopoo will dies entkräften und verweist auf seine Mythen-Liste (Swoopo Myths&Fact). Demnach seien alle Nutzer echt und nicht irgendwelche Bietroboter die Auktionen künstlich verlängerten. So seien inzwischen über 200.000 Auktionen vollzogen und die Produkte an die Kunden ausgeliefert worden. Abhängig kann das System schon machen, deshalb sollten sich Bieter auf jeden Fall ein Biet-Limit setzen und genügend Zeit mitbringen, denn es kann dauern bis man das Produkt zum Endpreis sein Eigen nennen kann.



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