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Willkürliche Polizeigewalt gegen Fußball-Fans
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Freitag, 12. Dezember 2008 um 11:23
Vor einigen Tagen berichteten wir bereits ausführlich über den brutalen Polizeieinsatz beim Spiel TeBe gegen den Berliner Fußball Club (BFC) Dynamo. Besonders die deutschlandweite Reaktion in zahllosen Fußballforen hat uns überrascht: Das teilweise brutale Eingreifen der Berliner Polizei scheint kein Einzelfall, sondern in der Fanwelt Gang und Gebe. (Vorletztes Beispiel war der Einsatz gegen Ultras von Eintracht Frankfurt beim Bundesligaspiel in Bremen.) Obwohl eigentlich im fußballerischen Sinn verfeind
et, solidarisieren sich die Fans in ihren Foren, wenn es um das Thema "willkürliche Polizeigewalt" geht.

Klar ist, das die "Fans" des Berliner Fußballclubs BFC Dynamo in der Vergangenheit immer wieder mit negativen Schlagzeilen in Erscheinung getreten sind, aber das rechtfertigt nicht den massiven Polizeieinsatz der Sondertruppe Charlottenburg beim Spiel am vergangenen Sonntag. So reichten zwei Böller und eine Zaunbesteigung den Beamten, um den Block zu stürmen und unschuldige Fans mit Pfefferspray zu traktieren. Dabei sollten die Staatsdiener wissen, dass beim Einsatz dieser Waffe bestimmte Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden müssen. So darf wegen des erhöhten Verletzungsrisikos nicht aus einer Entfernung von unter einem Meter geschossen und nur maximal drei Sprühstöße in das Gesicht (nicht in die Augen) abgegeben werden.

Dass die Berliner Polizei sich daran nicht hielt, kann dank des Internet nun auf allen Web-Kanälen (wie YouTube) eindrucksvoll nachgeschaut werden. Ohne Rücksicht auf die Gesundheit gingen die Einsatzkräfte der Berliner Polizei gegen die Fußballfans vor. Und das nicht nur mit Pfefferspray sondern auch mit Fäusten. So zeigt ein Video wie ein Polizist auf einen telefonierenden Fan zugeht, ihn beleidigt und nach wenigen Sekunden sowohl ihn, als auch seinen Nachbarn mit der Faust ins Gesicht schlägt. Ein Skandal, zumal die Berliner Polizei den Vorfall selbst mitfilmte und selbst von "massiven körperlichen Angriffen" seitens der Fans berichtete. Das dies so war kann wahrscheinlich nicht bestritten werden, aber den Auslöser (oder den "Eiterbeutel des Fußballs" wie Matthias Wolff von der Berliner Zeitung über den BFC titelte) sollte die Polizei in den eigenen Reihen suchen.

Ablauf des nicht normalen Fußballnachmittags: Nach dem im Laufe des Spiels zwischen TeBe Berlin und dem BFC Dynamo der Rauch der gezündeten Knallkörper längst verflogen war und die mitgereisten 1.300 Fans bei einem Stand von 3:1 für TeBe sich mit einer Niederlage schon "ruhig" abgefunden haben, öffnete der Sondertrupp der Berliner Polizei den Zaun zum Gästeblocks und fiel brutal mit Schlagstöcken und Pfefferspray über die Fans her. Dabei hatten, nach Angaben des Vereins, die eigens vom BFC bereitgestellten Sicherheitskräfte die Lage längst unter der Kontrolle und den schuldigen Knallkörper-Werfer schon in Gewahrsam.

Augenzeugenbericht, Fotos und Videos:

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